PocketRadar:
Point-And-Shoot auf dem Tennisplatz

Peter Sennhauser, 6. Januar 2010 15:36 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Mit dem Pocket Radar hält die Point-And-Shoot-Philosophie auch bei der Geschwindigkeitsmessung Einzug.

Zuerst kam Flip und machte aus der Welt der Videokünstler eine Welt der Zielen-Und-Abdrücken-Videofilmer. Und jetzt kommt der Pocket Radar und macht aus der Welt der Autobahnpolizisten – naja, ganz so schlimm ist es nicht.

Der Pocketradar erlaubt jedenfalls auch Nicht-Polizisten eine Geschwindigkeitsmessung fast beliebiger Gegenstände (allerdings noch in Meilen pro Stunde), sofern sie nicht mit mehr als 604 Kilometern pro Stunde (375 Meilen) unterwegs sind und eine gewisse Grösse haben.

Das Zielen ist dabei mit dem ungefähr Flip-grossen Gerät eine ziemlich vage Sache – aber zu genau muss man den Temposünder auch nicht anvisieren, um ihn zu erfassen: Einen fliegenden Base- oder hierzulande wohl eher Tennisball erfasst der Radar aus einer Distanz bis zu rund 40 Metern, ein Auto angeblich bei guten Bedingungen auch aus einer halben Meile (rund 800 Meter). Angezeigt wird die schnellste Bewegung – wenn also zwei Autos nebeneinander unterwegs sind, gewinnt das schnellere…

Für Hobby-Rennfahrer, Tennis-, Eishockey- und Golftrainer und Leute, die nicht genug Information kriegen können und denen “schnell” nicht detailliert genug ist, ist der Pocket-Radar das, was den Katzenfilmern die Flip ist. Allerdings kostet die kleine Radar-Pistole doch immerhin rund 250 Dollar, und sie wird vorerst nur in den USA erhältlich sein.

Aber so manchem sind wohl die Angeber-Rechte über einen Aufschlag im Boris-Becker-Tempo soviel Geld wert. Das mit zwei AAA-Batterien betriebene Radargerät misst übrigens bis auf eine Meile pro Stunde genau. Zum eichen des Tachos im eigenen Auto ist das also sicher ausreichend.

Näheres gibt’s bei PocketRadar.com

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