Lenovo Ideapad U1:
Netbook-Tablet-Tandem

Peter Sennhauser, 6. Januar 2010 10:19 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Das IdeaPad U1 von Lenovo hat am Pressetag der CES in Las Vegas Köpfe verdreht. Es besteht aus zwei Rechnern: Der Bildschirm lässt sich als Tablet vom Hauptrechner trennen (im Video).

Was ist denn jetzt angesagt: Weiterhin Netbooks – oder sind es Tablets? Lenovo hat an der CES in Las Vegas eine clevere Lösung für das Dilemma präsentiert: Unter den vielen Neuheiten der Chinesen ist das IdeaPad U1 wohl das bemerkenswerteste.

Nicht ganz zu Unrecht bezeichnet der Lenovo-Vertreter im Video das U1 als eine “völlig neue Kategorie” von tragbaren Rechnern. Denn das Gerät ist ein Tandem aus einem ziemlich leistungsfähigen Netbook und einem blitzschnell bootenden Tablet mit Multitouch:

Der Hauptrechner im Gehäuse unter der Tastatur läuft mit Windows 7 auf einem Intel Core 2 Duo SU. Ausserdem bringt das kleine Wunder 4GB RAM, eine Webcam, 2 USB- und einen HDMI-Anschluss mit.

Mit einem Griff aber lässt sich der Bildschirm aus einer Art Halterungsschale herausnehmen – abgekoppelt vom Hauptrechner wie die Tassensektion der Enterprise. Dabei stirbt der Bildschirm allerdings nicht wie im Video, sondern bootet in Sekunden sein eigenes kleines Gadget-Linux (wohl das gleiche, was Lenovo auch auf seinem Netpad “Skylight” laufen lässt, das wir hier gleich vorstellen) und lässt dann via Multitouch den Gebrauch als Tablet zu.

Dazu ist ein halbes Gigabyte RAM verfügbar; ob und wie die Tablet-Sektion Daten speichern kann, ist mir nicht ganz klar, aber der Lenovo-Vertreter erklärt hier schliesslich, dass sich die beiden Rechner, sobald man das Tablet wieder in die Schale einfügt, miteinander abgleichen.

Es bleiben noch ein paar technische Fragen offen – ich werde dieses Posting ergänzen, sobald ich die Antworten habe. Jedenfalls wird Lenovos Tandem-Tablet-Netbook Ideapad U1 heissen, im zweiten Quartal 2010 verfügbar werden – und weniger als 1000 Dollar kosten.

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6 Kommentare

  1. Markus
    schrieb am 6. Januar 2010 um 14:42 Uhr (#)

    Wow, ganz innovative und spannende Sache! Wenn der Abgleich wirklich so problemlos und schnell funktioniert (und auch alle anderen potentiellen Kinderkrankheiten ausgestanden sind), könnte das Schule machen. Extrem praktisch, mal eben kurz für die Sitzung statt des ganzen Geräts einfach nur das Tablet mitnehmen – wer wünschte sich nicht auch sowas?

  2. Stefan Schwarz
    schrieb am 6. Januar 2010 um 15:13 Uhr (#)

    Weniger innovativ finde ich die Umsetzung und das Design. iPhone-Klon-zieht-immer-Optik und ein hässliches Grundgerät machen das Ding optisch wirklich nicht zu DEM Bringer :-(

  3. Markus
    schrieb am 6. Januar 2010 um 15:36 Uhr (#)

    … und vom schröcklich spiegelnden Display wollen wir schon gar nicht sprechen. Aber die Idee ist sackstark! Hoffe, das machen andere Hersteller nach!

  4. robert
    schrieb am 29. Januar 2010 um 23:17 Uhr (#)

    Nett, aber wieso zwei Betriebssysteme… macht irgendwie keinen sinn..

  5. Markus
    schrieb am 29. Januar 2010 um 23:29 Uhr (#)

    Tablet muss leicht und rel. klein sein –> eingeschränkte Leistung –> für Windoofs 7 zu schwach –> Alternative Linux

  6. Leo
    schrieb am 24. Mai 2010 um 21:36 Uhr (#)

    Abgesehen davon gab’s sowas schon vor einigen Jahren. Compaq machte einen Tablet, von dem man die Tastatur abtrennen konnte. Dann war’s nur noch ein Tablet. Lief unter XP, aber war nicht immer sehr stabil.
    Nach meiner Sicht muss das Tablet mit dem gleichen Betriebssystem auskommen wie der ganze Rechner, sonst macht’s keinen Sinn. Sie könnten ja wie ASUS alternativ ein Mini-Betriebssystem machen, das man startet wenn man kein Win7 möchte. Aber es muss beides jederzeit möglich sein.

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