Sandisk Sansa Clip+ im Test:
Der Zwerg-Player für alles

Der MP3-Player Sansa Clip+ ist Sandisks Nachfolger des Sansa Clip. Der kleine, preiswerte Player spielt nicht nur MP3- und WMA-Dateien, sondern auch FLAC und Ogg Vorbis. Und das im Test mit hervorragendem Klang.

Klein, schwarz, stark – so könnte man die Eigenschaften des MP3-Players Sansa Clip+ (sprich: Sansa Clip Plus) (Affiliate-Link) in aller Kürze zusammenfassen. Owohl das streng genommen eigentlich nur auf das 8-Gigabyte-Modell zutrifft, das uns als Testgerät vorlag. Als 4-GB-Version ist der Sansa Clip+ nämlich auch in den Farben Blau und Rot erhältlich.

MP3-Player Sansa Clip+
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Aber zurück zu unserem Test-MP3-Player. Im Paket liegen außer dem Player Sansa Clip+ selbst die Kopfhörer, ein zirka 20 cm langes USB-Kabel und eine rudimentäre Anleitung in diversen Sprachen.

Das beiliegende Quick Start-Büchlein ist nicht wirklich erhellend, allerdings kann man sich eine ausführlichere Anleitung als PDF-Datei herunterladen. Dort steht dann auch, wie man den Sansa Clip+ per USB mit einem Windows-Rechner synchronisiert, auf dem der Windows Media Player ab Version 10 installiert ist. Beim Mac wird dieser USB-Modus nach dem Media Transfer Protocol (MTP) nicht unterstützt. Dort kommt der Mass Storage Class-Modus zum Einsatz: Sansa Clip+ und eventuell eingelegte microSD-Karte werden wie ein Laufwerk behandelt, die Dateien werden in den entsprechenden Ordnern per Drag-and-Drop abgelegt.

Von den 8 Gigabyte Speicher stehen zirka 7,6 GB zur Verfügung, wobei schon eine Handvoll Stücke aufgespielt sind. Löscht man diese, gewinnt man noch etwas zusätzlichen Platz.

Auf jeden Fall reicht der Speicher erst einmal für eine Weile, außerdem lässt er sich durch microSD-Karten beliebig weiter ausbauen. Der Sansa Clip+ kommt auch mit 16 GB microSD-Karten problemlos zurecht. Die finden Platz in einem kleinen Schacht in der Seite des Players. Einschieben, ein leichtes Klicken und Federn – hält. Umgekehrt genauso: Karte weiter hineinschieben, ein Klicken und die microSD-Karte wird so weit herausgeschoben, dass man sie greifen kann. Ansonsten hält die microSD-Karte bombensicher.

Schaltet man den Sansa Clip+ zum ersten Mal ein, muss man ein paar Einstellungen vornehmen: Sprache und Ort wählen, Datum und Zeit aktualisieren. Das alles findet man unter dem Menüpunkt “Einstellungen”. Außerdem gibt es noch Musik, Radio, Sprache und SlotRadio (dahinter verbirgt sich nur ein Link ins Netz). Das Slotradio ist ein SanDisk-eigenes Konzept, dass mir persönlich wenig sagt, so dass ich diesen Menüpunkt ignoriere.

Empfehlenswert ist aber in jedem Fall, die Lautstärke von Mittel auf Laut zu stellen und als Equalizer Benutzerdefiniert zu wählen. Dann ist der Klang des Sansa Clip+ wirklich top.

Der Menüpunkt “Sprache” führt ins Untermenü mit den drei Punkten Jetzt aufnehmen, Aufnahme wiedergeben und Aufnahme löschen. Unter Radio findet man die verschiedenen Sender, die sich hier auch per Suchlauf oder manuell einstellen und bei Bedarf wieder löschen lassen. Am interessantesten ist sicherlich der Punkt Musik. Man kann seinen Sansa Clip+ nach Interpreten durchsuchen, nach Alben, Genres, Favoriten, Podcasts, Hörbüchern und Liedern. Dabei zeigt er sowohl die Dateien an, die sich auf dem Sansa Clip+ befinden, als auch diejenigen auf einer eventuell eingelegten Karte.

Verirrt man sich mal in den Untermenüs, reicht ein Druck auf den Home-Knopf, um in die obere Ebene zu gelangen. Ein weiterer Druck, und man ist wieder beim aktuellen Lied. Sehr schön auch, dass der Sansa Clip+ sich die Stelle merkt, an der man beim letzten Anhören ausgeschaltet hat und automatisch dort weitermacht.

Das einzige Manko ist, dass man nicht über Lied- oder Kapitelgrenzen zurückspulen kann. Will man man also ziemlich am Ende eines Kapitels noch einmal einsteigen, wenn man schon eines weiter ist, muss man an den Anfang springen und dann vorspulen. Das geht allerdings auch bei längeren Hörbuchkapiteln oder Musikstücken ziemlich flott. Anders wäre es nur ein wenig praktischer.

Hat man den Sansa Clip+ neu befüllt und trennt man ihn dann vom Rechner, aktualisiert er seine Datenbank. Das dauert bei meinem Sansa Clip+ mit 6,4 GB im Speicher und einer (noch) freien 16 GB microSD-Karte rund 25 Sekunden.

Die Tastensperre wird eingeschaltet, indem man den Home-Knopf ca. eine Sekunde drückt. Und ein weiterer längerer Druck schaltet sie wieder aus. Im Display steht zwar, man solle zum Entsperren auf den Power-Knopf drücken, aber das ist wohl ein Übersetzungsfehler.

Fazit: der kleine Sansa Clip+ lässt keine Wünsche offen. Die Bedienung ist einfach, der Klang sehr gut, und der Akku soll bis zu 15 Stunden halten. Er spielt eine Vielzahl an Audio-Formaten ab und bringt einen Radioempfänger mit. Jedes Mal, wenn man den Sansa Clip+ an den Rechner anschließt, lädt er sich auf. Das kleine, vierzeilige LED-Display ist völlig ausreichend und lässt sich bei jedem Licht gut ablesen. Ich bin von dem Sansa Clip+ (Affiliate-Link) rundum begeistert und kann das Gerät allen empfehlen, die Musik und Hörbücher in guter Qualität hören wollen.

Noch ein Hinweis für Mac-Nutzer: Ich habe ein kleines Script geschrieben und mit Platypus in ein Programm verpackt, das die ._Dateien und .Trashes löscht. Als Mac-User muss man nur den Sansa Clip+ darauf ziehen. Bei Drop.io CloudApp könnt ihr es herunterladen.

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16 Kommentare

  1. Jürgen
    schrieb am 7. Dezember 2009 um 11:39 Uhr (#)

    Super Teil! Ich hab den Alten, leider ohne microSD-Kartenplatz. Der tolle Klang trift schon auf das Vorgängermodell zu.

  2. slucky
    schrieb am 7. Dezember 2009 um 13:17 Uhr (#)

    klingt nicht schlecht.
    aber eine frage zu der stromversorgung: ist das ein eingebauter akku den man mittels kabel aufladen muss oder muss man batterien wechseln?
    ich habe zZ ein sony NW E107 und wenn man die lieder mit atrac3+ drauf spielt, reicht eine (gute) AAA batterie bis zu 70h und lange spielzeit ist mir wichtig. aber wenn es ein akku ist den man mittels kabel auflädt braucht man nicht immer an batterien denken.

    1. fwolf
      schrieb am 7. Dezember 2009 um 18:31 Uhr (#)

      Ich habe die Vorgängerversion, also den Sandisk Sansa Clip. Und nein, Batterie ist eingebaut. Zum einfacheren Aufladen habe ich mir aber bei Pearl einen Reise-USB-Ladestecker besorgt (Kostenpunkt rund 10 Teuronen). In Kombination mit nem kurzen USB-Kabel funzt das wunderbar – die 70 Stunden wirste aber vermutlich mit keinem Akku-gespeisten Player hinbekommen.

      Der Sansa Clip hält ca. zwischen 16 – 20 Stunden durch. Reicht für meine Zwecke völlig aus.

      cu, w0lf.

  3. Schreibt hier auf dem Blog Frank Müller
    schrieb am 7. Dezember 2009 um 13:25 Uhr (#)

    Der Sansa Clip+ hat keine Batterien. Längs würde wahrscheinlich gerade noch so eine AAA hineinpassen, aber er hat einen eingebauten Akku, der über den USB-Anschluss geladen wird, wenn man ihn an den Rechner hängt.

  4. lightdraftsman
    schrieb am 7. Dezember 2009 um 16:25 Uhr (#)

    Danke für den Tip, habe ihn sogleich beim grössten Bücherversender bestellt. Bisher habe ich mein altes SONY-Handy (umständliche Menüführung) beim Radfahren benutzt. Dieses musste ich immer im Rucksack “versenken”. Der kleine leichte Clip wird praktischer im Gewicht und in der Handhabung sein.

  5. vormi
    schrieb am 7. Dezember 2009 um 22:36 Uhr (#)

    ein neuer 0/8/15-MP3-Player also…

    Sack Reis, anyone?

  6. Cmon
    schrieb am 8. Dezember 2009 um 21:37 Uhr (#)

    danke für das review, hab genau nach so einem geschenk gesucht :)

  7. bernd
    schrieb am 26. Dezember 2009 um 16:06 Uhr (#)

    Schade, dass Sandisk es beim “alten” Clip in der Firmware hinkriegte, dass die “._”-Dateien von alleine gelöscht werden und dass Nachfolgemodell ist wieder so “dumm”, dass der Anwender es machen muss :-(

  8. kristian
    schrieb am 5. März 2010 um 23:52 Uhr (#)

    Wann wird es möglich sein, daß sich solche Geräte entweder durch die Bewegung oder durch das Gerät umgebende Wellen aufgeladen werden?

    Für manche ist ein Akku top, für mich wäre das Gerät nicht mehr verbesserbar, wenn man die Batterie tauschen könnte.

    Es stellt sich die Frage, wie der Akku beim CLIP+ getauscht wird, nachdem dieser nichtmehr genügend “Energie” speichern kann. Ich weiß schon, wie ich vorgehe – jedoch ist das keine Otto-Normalverbraucher-Art.

    1. Schreibt hier auf dem Blog Frank Müller
      schrieb am 6. März 2010 um 10:59 Uhr (#)

      @kristian, wahrscheinlich geht man davon aus, dass sich diese ganzen elektronischen Gadgets so schnell weiterentwickeln, dass niemand Interesse daran hat, den Akku auszutauschen, nach dem Motto „lohnt nicht mehr“. Lieber einen neuen kaufen. Kurbelt auch die Wirtschaft stärker an. Aber gut zu wissen, dass es geht. Vielleicht frage ich in ein paar Jahren mal bei Dir an ;-)

  9. kristijan kroflin
    schrieb am 6. Juli 2010 um 14:05 Uhr (#)

    Sandisk hat keinen Service in Deutschland (der Service verlangt, man solle die Produkte auf eigene Kosten in die Tschechische Republik senden), was – mit einem Nachweis der Sendung verbunden – beim Clip+ 2GB ca. 1/3 des Warenwertes ausmacht.

  10. kristijan kroflin
    schrieb am 26. August 2010 um 01:32 Uhr (#)

    Manche mögen vielleicht noch eine fehlende S/PDIF Schnittstelle oder austauschbare AAA Batterien missen – doch ansonsten ist das Gerät einwandfrei … und die Kritik so mancher user zu vernachlässigen – bis auf den Fakt, derwohl leicht behabbar ist, daß nur Dateien und keine Ordner gelöscht werden können.

  11. Franky
    schrieb am 31. August 2010 um 23:15 Uhr (#)

    Schon seit seiner Veröffentlichung ein Geheimtip unter den MP3-Playern.
    Hat in einigen Tests von Fachzeitschriften die ipods in Sachen Akkustik abgeledert.

    Und in eigener Sache: Der einzige winzige MP3-Player, der einen Clip hat UND Display. Superpraktisch zB beim joggen usw.
    Dazu spielt er die Reihenfolge so ab, wie man es draufkopiert, man kann verschiedene Ordner anlegen/kopieren und zudem kann man einfach ne günstige Mikro-SD-Karte einschieben und schwupps hat man statt 2/4/8 gleich 16GB oder so.

  12. dojo
    schrieb am 27. Dezember 2010 um 19:41 Uhr (#)

    menüführung ist top, alles perfekt in der reaktionszeit und organisation der menüpunkte. der einzige ipod-konkurrent den ich kenne, der eine ähnlich flüssige und “stylishe” bedienbarkeit aufweist!

  13. Peter Trom
    schrieb am 16. Januar 2012 um 16:14 Uhr (#)

    Hallo,

    das ist schon älter, aber ich hab ne Frage, bzw. 2:

    Ich nutze den Player wie einen USB Stick. Habe also am Player “USB-Modus: autom. Erkennen” eingestellt und kann so die Ordner einfach rüberschieben und ggf. wieder löschen.

    1) Das funktioniert allerdings nicht bei meinem MAC??? Wieso’n das? Konnte im Netz nichts finden.

    Die zweite Frage, ist eigentlich die wichtigere:

    2) Warum übernimmt der Player im USB Modus manche Ordner Namen nicht? Ich hab alle im Explorer umbenannt, rüber geschoben, aber manche starten jetzt mit einer wirren Zeichenfolge.

    Ich habe da meine “drei ???” CD-Rip Sammlung aufgespielt und das Blöde ist, dass die Ordner (=Folgen), trotz einheitlicher Nummerierung nicht mehr chronologisch geordnet werden. Bei 150 Folgen, sucht man sich da teilweise einen Wolf. :-(

    Kann mir irgendwer erklären wo der Fehler liegt???

    Danke vorab!

    LG P

    1. Schreibt hier auf dem Blog Frank Müller
      schrieb am 16. Januar 2012 um 18:17 Uhr (#)

      Mmh, auf dem Mac sollte das ebenso problemlos gehen wie auf dem PC. Zum Problem der Folgen: rufst du die über Ordner auf oder über Interpreten oder einen anderen Weg? Über Ordner müsste es klappen, falls Du Interpreten aufrufst, könnte es sein, dass irgendwelche mp3-Tags die Reihenfolge durcheinanderbringen.

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