Philips Design:
Schmuckbasierte Ratio

Kai Zantke, 18. November 2009 15:22 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Mitarbeiter von Philips und ABN AMRO haben zusammen ein Konzept entwickelt, das Emotionen sichtbar macht und Menschen vor überstürzten Bauch-Entscheiden bewahren soll.

Das Produktkonzept des Philips Rationalizer zielt in erster Linie auf private Aktienspekulanten ab: Sehr oft kommt es vor, dass Privatanleger im Eifer des Gefechts unüberlegte Transaktionen durchführen. Das Hirn schaltet aus, und sie geben sich ihren Ängsten und Vorahnungen hin, statt rational und überlegt zu handeln. Um diesen Situationen vorzubeugen, sind in Zusammenarbeit von Philips, ABN AMRO und der VU Universität Amsterdam das EmoBracelet und die EmoBowl entstanden. Das Emo-Set mißt den Gefühlszustand des Trägers anhand einer galvanischen Hautreaktion – wie genau, ist noch “streng geheim” – zumindest gibt es darüber keine Informationen.

Die innere Aufregung wird als bewegte Lichtmuster entweder auf dem EmoBracelet oder in der EmoBowl dargestellt. Ist man ausgewogen, so gibt es nur wenige Lichtmuster, mit steigender Anspannung wechselt das sanfte Gelb über Orange zu einem tiefen Rot. Die Anzahl der Lichtblitze nimmt zu, und sie werden schneller. Da es sich hierbei noch um eine Konzeptarbeit handelt, sind die technischen Voraussetzungen noch nicht ganz geklärt. Denkbar wären Bluetooth für die Funkübertragung zur EmoBowl und eine Arbeitsweise ähnlich der eines Lügendetektors: Je nervöser man wird, desto mehr Schweißdrüsen werden aktiv – die Haut leitet elektrischen Strom besser, was sich messen lässt.

Zwar ist das Produkt noch nicht Marktreif, doch den Prognosen nach wird es bis 2012 fertig gestellt sein.

Nähere Informationen finden sich bei Philips.

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