Nokia-Netzteil AC-3E:
Bitte umtauschen

Thomas Jungbluth, 9. November 2009 16:30 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Nokia ruft einige seiner Ladeteile zurück, weil es zu Problemen kommen könnte.

Der Konjunktiv ist eine Möglichkeitsform, und zum Glück ist noch nichts passiert. Doch im Zuge einer routinemässigen Qualitätskontrolle hat Nokia einen potentiellen Qualitätsmangel bei bestimmten Ladegeräten herausgefunden (der Hersteller betont außerdem, dass die mangelhaften Teile von einem Zulieferunternehmen hergestellt wurden). Die Kunststoffabdeckungen der betroffenen Ladegeräte könnten sich (ab)lösen und so die innen liegenden Komponenten des Ladegerätes freilegen. Bei Berührung der innen befindlichen Komponenten könnte eventuell ein elektrischer Schock ausgelöst werden, wenn das Ladegerät an einer stromführenden Steckdose angeschlossen ist. Nokia ist kein Zwischenfall oder Schaden bekannt, der durch diese Ladegeräte ausgelöst worden wäre.

In Deutschland betrifft dieses Austauschprogramm nur eine begrenzte Anzahl von Ladegeräten des Typus AC-3E, die zwischen dem 15. Juni 2009 und dem 9. August 2009 produziert wurden. Für weitere Informationen hat Nokia eine eigene Website engerichtet: Unter dieser Webadresse können Anwender prüfen, ob ihr Ladegerät im Rahmen des Programms überhaupt getauscht werden muss. Zusätzlich wurde in Deutschland unter Tel. 0800-6644939 eine kostenlose Hotline eingerichtet, die bei Fragen weiterhilft. Die Hotline ist täglich von 09-18 Uhr besetzt. Nokia empfiehlt Kunden, deren Ladegeräte von diesem Programm betroffen sind, diese nicht mehr zu verwenden und sie kostenlos auszutauschen.

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1 Kommentar

  1. wowow
    schrieb am 9. November 2009 um 20:41 Uhr (#)

    “der Hersteller betont außerdem, dass die mangelhaften Teile von einem Zulieferunternehmen hergestellt wurden”

    Also wenn ich so einen Sch…. höre fliegt mir der Knopf vom Hemd!

    Jetzt mal ganz unabhängig von diesem Rückruf und ebenso unabhängig von Nokia.

    Wer sucht den Zulieferer aus?
    Wer muss dessen Qualität kontrollieren (haben sie ja in diesem Fall, aber anscheinend etwas zu spät)?
    Wer drückt (wahrscheinlich) den Zulieferer gnadenlos beim Preis?
    Wer will hier ganz offensichtlich seine Hände in Unschuld waschen?
    Wer trägt die komplette Verantwortung falls doch mal was “auch wenn es noch so unwahrscheinlich ist” passiert?

    Ein ganz einfacher Rückruf von potentiell gefährlichen Teilen hätte gereicht, ich glaube nicht, dass daraufhin weniger Produkte gekauft würden.

    Dabei werden wohl die meisten Bestandteile heutiger Elektronik-Produkte wie z.B. auch in der Automobilindustrie von irgendwelchen Zulieferern produziert.

    So ein versuchtes Herausstehlen aus der Verantwortung
    (ist ja nur der doofe Zulieferer schuld)…weckt daher bei mir nicht grad das Vertrauen in einen Hersteller!

    Liebes Management: schwach, äußerst schwach!

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