3D-Folie von 3M:
Räumlicher Effekt mit bloßem Auge

Wenn es nach dem Willen von 3M geht, gehört das größte Ärgernis beim schauen von 3D-Filmen, nämlich die störende Brille, schon bald der Vergangenheit an. Damit der Effekt allerdings funktioniert, werden spezielle LCD-Monitore benötigt.

3D-Folie von 3M - Wie sie sehen, sehen sie nicht viel. (Bild: Tech-On!)

3D-Folie von 3M - Wie sie sehen, sehen sie nicht viel. (Bild: Tech-On!)

Auf der FPD International 2009 (Fachmesse für Flachbildschirme) die letzte Woche in Yokohama stattfand, hat das Unternehmen 3M den neusten potentiellen Knüller für den zukunftsträchtigen 3D-Markt vorgestellt. Die im eigenen Haus entwickelte 3D-Folie verfügt über kuppelförmige Linsen auf der Oberseite und Prisma-ähnliche Strukturen auf der Unterseite, womit den Augen ein räumlicher Effekt ohne Brille auf der Nase vermittelt werden kann.

Allerdings lässt sich die Wirkung nicht auf jedem handelsüblichen Monitor erzielen, das Display muss über unabhängig gesteuerte LED Randbeleuchtung auf der linken und rechten Seite verfügen. Nur so können zwei verschiedenen Bilder an das entsprechende Auge zeitverzögert gesendet werden.

Der große Vorteil der Technologie liegt darin, dass sie es auch weiterhin ermöglicht, normale zweidimensionale Bilder darzustellen und zudem einfach und kostengünstig in normale Displays nachgerüstet werden kann. Die Folie wird nicht einfach auf das Äußere aufgeklebt, sondern muss in die bestehende Backlight-Konstruktionen integriert werden. Auf der Messe wurden bereits zwei LCDs mit 2,8- und 9-inch vorgeführt, die mit der Folie ausgerüstet waren. Die Massenproduktion hat nach Angaben von 3M für kleine und mittelgroße Bildschirmgrößen bereits begonnen.

3D-Folie von 3M - Auch ein mobiles Gerät wurde für die Demonstration umgebaut. (Bild: Tech-On!)

3D-Folie von 3M - Auch ein mobiles Gerät wurde für die Demonstration umgebaut. (Bild: Tech-On!)

» 3M Solutions Homepage
» Erklärung der Funktionsweise (deutsch) und Pressemeldung der 3M 3D-Folie von Anfang Oktober 2009

(via Tech-On!)

 

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3 Kommentare

  1. Der andere immense Nachteil, der hiermit ausgleichbar erscheint, über den wird leider ja nie geredet bzw. bei der “3D”-Diskussion immer unter den Tisch fallen gelassen: Brillenträger sind prinzipiell angeschissen, wenn sie extra 3D-Brillen aufsetzen müssen.

    Natürlich gibt es extra 3D-Brillen-Aufsätze für Brillenträger, aber die kann man ja nicht für jede einzelne Marke und Typus immer bei sich tragen. D.h. derzeit herrscht eine Pauschaldiskriminierung von 40% aller Deutschen (= Brillenträger), was das Thema “3D” anbelangt.

    Hiermit müsste ich – mit einer 5% Hornhautkrümmung und dadurch an Asthigmatismus leidend => links 11, rechts 8 negativdioptrien in der Brille – also nicht immer nen Sack voll Kleinteile mit mir rumschleppen, wollte ich sonstwo ins Kino oder in meinen eigenen 4 Wänden ins “3D-Vergnügen” kommen.

    cu, w0lf.

  2. Von Pauschaldiskriminierung zu sprechen halte ich für arg übertrieben. Nicht jedes Gadget, nicht jede neue Technik muß für alle nutzbar sein – woher kommt diese Anspruchsdenke bei Dir? Werden Nichtraucher etwa diskriminiert, weil es Aschenbecher mit Geruchsfilter gibt? Oder Menschen ohne Führerschein, weil BMW den X1 herausgebracht hat? Also bitte, ein paar Sekunden über die eigenen Wortwahl nachzudenken sollte doch nicht so schwierig sein..

  3. Guten Tag,
    ich bin Brillenträger, mit unterschiedlichen Sehstärken
    und war schon in einigen 3D Kinos.
    Diese nutzten verschiedene 3D Systeme.
    Ich konnte den 3D Effekt gut erkennen.
    Die 3D – Brille wurde einfach über die normale gesetzt, fertig.
    Ulf

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