Toshiba Dynario:
Brennstoffzellen-Handyladegerät

Toshiba macht mit dem Dynario ernst und bringt in Japan eine Brennstoffzelle mit Methanol-Antrieb als Gadget-Ladegerät auf den Markt.

Mit der Direkt-Brennstoffzelle namens Dynario, die mit Methanol betankt wird und dann ihrerseits Strom für typischerweise zwei Handys pro Tankladung produziert, macht Toshiba ernst mit der Brennstoffzellentechnik. Die Gibt’s jetzt für Konsumenten sofort zu kaufen.

Allerdings erstens vorerst nur in Japan und zweitens nicht grade zu den hier erträumten Preisen:

Die DMFC “Dynario” ist ab sofort in Japan für 29’800 Yen oder rund 220 Euro erhältlich. Dafür kriegt man den doch eher nüchtern designten Brenner, in dem ein Akku integriert ist – damit die Leistung gleichmässig abgegeben wird – und muss dann noch für rund 20 Euro ein Fünferpack Methanol-Füllungen kaufen.

Mit einer Füllung an Methanol – wir hoffen mal, die Rede ist dabei nicht von einer der hier gezeigten Flaschen – soll binnen 20 Sekunden die Elektrizität für zwei Handy-Ladungen zur Verfügung stehen.

Die Geräte werden via USB-Kabel an die Brennstoffzelle angeschlossen (sobald dann mal alle Handies USB als Stromanschluss haben…). Ich sehe als Anwendungszweck den Einsatz in der Wildnis, auf Bergsteigertouren und in Schweizer SBB-Zügen, wo nur in der ersten Klasse Stromanschlüsse zu finden sind. Und notfalls kann man in der kalten Jahreszeit den Treibstoff auch fürs Aufwärmen des Handy-Besitzers nutzen (nein, nicht durch Trinken.)

Toshiba will mit dem Dynario die Nutzung des Geräts im Alltag überprüfen und Rückmeldungen der Kundschaft in die Entwicklung der weiteren Geräte einfliessen lassen.

Ich hätte da schon mal zwei Anregungen, unbesehen des Geräts: Wenn Toshiba es auf die ursprünglich versprochene Brennstoffzellen-Grösse kriegen könnte, wäre das doch sehr nett. Und wenn der Preis nicht so hoch wie der für eins der aufzuladenden Geräte wäre, würden sich die Marktchancen wohl auch verbessern.

Pressemitteilung DMFC Dynario von Toshiba

Von EFOY gibt’s auch hierzulande eine tragbare Brennstoffzelle, die Brennstoffzelle EFOY 600 (Affiliate-Link) ist allerdings nicht grade ein Schnäppchen…

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1 Kommentar

  1. wowow
    schrieb am 23. Oktober 2009 um 19:03 Uhr (#)

    “Toshiba will mit dem Dynario die Nutzung des Geräts im Alltag überprüfen und Rückmeldungen der Kundschaft in die Entwicklung der weiteren Geräte einfliessen lassen.”

    Also sach mal….
    Entwicklungsarbeit beim Kunden also?
    Und der soll dann auch noch soviel Geld dafür bezahlen?
    Tolle Marketing-Idee, wird ein echter Renner werden.
    Sollen sie doch die Testgeräte an die Testkunden verschenken.

    (BTW:Ihr seid heute gut drauf, klasse geschriebener Artikel, so wie Don mit seinem Fußtoaster, lach jetzt noch…)

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