LG Dünnfilm-Solarzelle für E-Books:
Bitte in der Sonne lesen
Der aktuelle Hype um E-Book-Reader bietet auch Herstellern eine Plattform, die mit E-Ink und Büchern gar nichts am Hut haben. Aufgesprungen ist LG.
Die südkoreanische LG hat eine Dünnfilm-Solarzelle von 10*10 Zentimetern Fläche und einer Dicke von 0.7 Millimeter vorgeführt, die in den inneren Deckel eines Sony E-Books gepappt ist.Und während die technischen Daten der Solarfolie ja ganz interessant sind (Wirkungsgrad 9.6 Prozent), frage ich mich dann doch, was das jetzt genau unbedingt mit E-Books zu tun haben soll.
Erklärt Mr. Ki Yong Kim, Leiter der Solarzellenabteilung von LG: “E-Books geniessen viel Aufmerksamkeit, weil sie Vorteile bieten wie die Speicherung viele Bücher.” Äh, Ja, und? “Die Idee eines E-Books kombiniert mit einer Solarzelle bietet dem Benutzer den Vorteil einer längeren Betriebsdauer.”
Aha.
Nur sind E-Books just jene Geräte, die mit der Energie wahrscheinlich sparmsamer umgehen als irgendetwas elektronisches – weil sie nämlich einen passiven Bildschirm haben, der im Hinblick auf hohen Kontrast und minimalen Stromverbrauch entwickelt wurde. Mein Kindle läuft problemlos eine Woche, sofern die Wireless-Option ausgeschaltet ist oder nur morgens zum Download der zeitungen kurz eingeschaltet wird.
Noch ein Problem habe ich mit der genialen Solarzelle im Buchumschlag – einer der weiteren Vorteile des Ebooks gegenüber einem Paperback oder gar einem Hardcover-Buch ist das vollständige Umlegen des Buchdeckels nach hinten. Das heisst aber, dass die Solarzelle ihren Wirkungsgrad von 9.6 Prozent nur dann entfalten wird, wenn ich irgendwo am Strand in der Sonne auf dem Rücken liege.
Etwas anders wäre es, wenn der Solarfilm direkt auf dem Bildschirm aufgebracht würde. Aber da wollen wir ja schon Multitouch drauf – so dünn werden die Schichten also bald nicht mehr sein.
Wären wir ein bisschen weniger freundlich, wir würden behaupten, Mr. Ki habe seiner 15jährigen Tochter versprochen, ihr eine Model-Gelegenheit für ein Foto zu geben, das rund um die Welt geht.




























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Wenn es schon die Tochter des Solarzellenabteilungsleiters ist hätte sie sich wenigstens den abgeknabberten Fingernagel richten lassen können. (-:
also ich find die idee nicht so schlecht wie du sie hier darstellst peter! gerade wenn man zB im urlaub ist braucht man nicht ein ladegerät (oder kabel plus computer) mitnehmen oder sich ums aufladen kümmern, sondern legt das ding einfach für 10 minuten in die sonne. das reicht dann wieder für 50 seiten oder so. gerade weil ein ebook so sparsam mit dem strom umgeht reicht da ja ein kleiner akku oder sonstiger puffer, der nach kurzem sonnentanken für ein paar hundert mal umblättern energie gibt. und um so einen kleinen akku/puffer zu laden muss die solarzelle 1. nicht ununterbrochen bei benutzung in der sonne sein und 2. nicht zwangsweise immer mit voller ausbeute arbeiten – weil eben so wenig strom benötigt wird…
Christoph! Long time no see… Seit Du nicht mehr den LG-Blog machst… ;-)