MacBook Air Clone:
Eine Birne von einem Apfel
Der MacBook Air Clone ist zwar kein Mac, sondern mehr ein Plagiaten-Netbook, überzeugt aber mit solider Ausstattung und tiefem Preis.
Plagiate oder offensichtlich nachgeahmte bzw. stark inspirierte Produkte sind normalerweise nicht unser Ding. Es gibt bestimmte Aspekte wie Qualität, Verarbeitung und Service, die gerade bei höherpreisiger Technik eine wichtige Rolle spielen. Gerade Apple hat zu jedem seiner Produkte mehrere Plagiate zu bekämpfen. Doch bei diesem “MacBook Air Clone” möchte ich eine Ausnahme machen, auch wenn weder der Hersteller bekannt ist noch konkrete Tests oder Berichte vorhanden sind. Denn rein vom Datenblatt her ist diese MacBook-Kopie – oder vielmehr ein vom Macbook inspiriertes Netbook – wirklich gut gemacht.
Für Plagiate obligatorisch ist natürlich das Design, darüber wird die optische Verbindung zum Original hergestellt. Zwar kann das MacBook Air Clone nicht die gleiche Eleganz und Verarbeitung aufweisen, doch es sieht dem Original zumindest in Teilen ähnlich und hat mit 25 mm Dicke nur geringfügig mehr auf den Hüften als das MacBook Air mit 19 mm. Die beiden sind sogar in ihrem Gewicht identisch mit 1,36 kg.
Im Inneren werkelt anstatt hochwertiger Intel Core 2 Duo- Technik die typische Netbook-Ausstattung: Atom N270, 1GB Ram, 160 GB Speicher, b/g-WLAN und eine Webcam. Erwähnenswert ist das 12’1″ Display mit einer Auflösung von 1366×768 Pixeln. Außerdem kann das Clone mit einem PCIe Slot auftrumpfen und so beispielsweise mit einem Datenmodem 3G-ready gemacht werden. Möchte man beim MacBook Air UMTS nutzen, muss man einen USB-Stick anschließen, der nicht nur blöd dran hängt, sondern auch noch den einzigen USB-Anschluss (der Clone hat davon zwei) belegt.
Ist man zu Kompromissen bereit, so erwartet einen ein offensichtlich kopiertes, durchschnittlich ausgestattet und verarbeitetes Gerät zu einem sagenhaften Preis von nur 1700 Yuan (ca. 170€). Vergleicht man das mit dem Einstiegspreis des MacBook Air von 1399 Euro, dann lohnt sich der Renommee -Verzicht. Man könnte auch Netbook im Fast-MacBook-Air-Design dazu sagen.
Allerdings wissen wir nicht, od der Hersteller wie Apple seine Währung 1:1 in einen Euro-Preis umrechnen oder die markenrechtlich wohl als illegale Kopie einzustufende Maschine hierzulande überhaupt verfügbar werden wird.





















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