ATI Eyefinity:
Surround fürs Auge
Der “Displayport” Eyefinity von Ati soll bis zu sechs Monitore mit einer Grafikkarte ansteuern können und Ati die Führung im Grafikkartenmarkt vor Nvidia sichern.
Wer sich bisher nicht zwischen Ati und Nvidia entscheiden konnte, dürfte jetzt einen Wink mit dem Zaunpfahl bekommen haben: Mit dem Eyefinity-Multi-Display-Adapter von ATI soll es möglich werden, bis zu sechs Monitore über eine einzige Grafikkarte anzusteuern.Eine Microsoft-Studie belegt, dass die Produktivität mit zwei Monitoren bereits beachtlich steigt – und drei das Optimum darstellen. Nach der Devise “Viel hilft viel” müssten also sechs Monitore (an einer Grafikkarte) das Produktivitäts-Paradies darstellen.
Durch den Eyefinity-Displayport werden drei Monitore angesteuert, für sechs Displays braucht man demnach zwei “Eyefinities”. Möglich wird das aber nur durch die neuen DirectX 11 Grafikkarten von Ati, der neuen Catalyst Suite 9.10 und ein aktuelles Betriebssystem, also Windows Vista, Windows 7 oder Linux mit einem aktuellen Kernel.
Mit diesen Vorrausetzungen gerüstet, kann man verschiedene Displayanordnungen nutzen. Denkbar sind Gruppierungen von zwei bis vier Monitoren, die ein Bild vergrößern, während die restlichen unabhängig voneinander angesprochen werden. Die Grafik nebenan verdeutlicht das.Diese Möglichkeiten sind verblüffend, haben jedoch einen Pferdefuss: Während die Matrox Dualhead-Karten den Displayrahmen aus dem Bild herausrechnen können, wird das Bild bei Ati einfach nur auf die verschiedenen TFTs verteilt. Das führt zu eiförmigen Kreisen und abgebrochenen Linien – je nach Breite des Rahmens. Aus diesem Grunde kooperiert Ati mit Samsung, die TFTs mit schmaleren Rahmen produzieren will.
Auch der versprochene Support für Linux ist mit Vorsicht zu genießen: Ati hat bei Linux-Nutzern eher ein negatives Image, da der Treibersupport suboptimal ist. Vielleicht ändert sich das ja.
Man darf gespannt sein. Mehr bei Ati.



















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