Apple iTunes 9 und iPhone OS 3.1:
Steve möbelt den Laden auf
Eine neue iPhone-Software und iTunes 9 mit Musik-Sharing im Heimnetzwerk sind die Software-Meldungen vom Apple-Event in San Francisco, präsentiert von Steve Jobs mit neuer Leber.
Steve Jobs ist immer noch ausserordentlich hager, wie das treue Fanpublikum in San Franciscos Moscone-Center feststellen kann, aber er kriegt eine Standing Ovation für den ersten Auftritt nach langen Monaten der Wartezeit und Gelegenheit, sich für die neue Leber, die er vor fünf Monaten eingepflanzt erhielt, zu bedanken – sie stammt von einem Menschen in seinen Zwanzigern, der bei einem Autounfall ums Leben kam.Nach ersten Erfolgszahlen für iTunes und den App-Store – 30 Millionen iPhones verkauft, 75.000 Anwendungen im Appstore, bisher 1.8 Milliarden App-Downloads und 8.5 Milliarden Musikstücke aus iTunes – kündigt Apple-Boss Steve Jobs die erste Neuerung des Tages an: iPhone OS 3.1. Anwendbar ist die neue Software im iPhone und im iPod Touch. Zu den Neuerungen gehört die Genius-Funktion, welche bisher Musik nach Geschmack des Anwenders vorschlug, und das gleiche jetzt im Appstore auf dem iPhone für Anwendungen tut.
Zweite Neuerung sind 30.000 Klingeltöne, die für einen Vorzugspreis von $1.29 heruntergeladen werden können. Das Update für die Touches und iPhones ist kostenlos und ab heute verfügbar.
Die andere Neuheit ist eine völlig überarbeitete Version des Musikprogramms und -Ladens iTunes, Version 9:Genius Mixes: Aufgrund der von den Nutzern gesammelten Daten wird Genius nun auch in iTunes endlos genre-mässig vergleichbare Musikstücke abspielen. Der Abgleichvorgang ist verbessert worden – es lassen sich jetzt einzelne Playlists oder einzelne Interpreten aus iTunes auf den iPod oder das iPhone synchronisieren.
Radikaler ist die Verwaltung der iPhone-Applikationen aus iTunes heraus – bis hin zur Platzierung der Icons im Interface des Geräts per Drag und Drop.
Und schliesslich erlaubt iTunes jetzt das “Home Sharing”. Musik und Filme können im Heimnetzwerk auf bis zu fünf Computern (die Rede ist offenbar ausdrücklich von Computern, nicht tragbaren Geräten wie iPods und iPhones) verteilt und ausgetauscht werden.
iTunes zeigt dazu die andern Geräte im Netzwerk an, auf die Inhalte kopiert und von denen Inhalte kopiert werden können. Zugleich wird in der Bibliothek angezeigt, welche Inhalte verfügbar, aber nicht auf dem eigenen Rechner vorhanden sind.
Und schliesslich erlebt die gute, alte LP ein Comeback: Apple führt im Musikstore iTunes, der ein neues Interface verpasst gekriegt hat, das Konzept der LP wieder ein: Plattenhülle, Booklet mit Liedertexten und Fotos etc. – alles in digitaler Form.
Die erwartetet neue Apple Hardware (iPod mit Kamera) behandeln wir in einem separaten Artikel.





































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