Test Ergotron Neoflex:
Am längeren Hebel

Optimale Positionierung des TFT für maximalen Komfort und höchste Effizienz.

Im Anfang war der TFT. Er hatte lange Schaltzeiten und mußte um die Gunst der Käufer buhlen. Als Kaufargument wurden Stromverbrauch und der Schwenkmechanismus angeführt, mithilfe dessen man zwischen Querbild und Portraitmodus hin und her drehen konnte. Seitdem sich der Flachbildschirm etabliert hat, werden Billigheimer noch und nöcher auf den Markt geworfen, ihnen fehlen meist Anschlußkabel und höhenverstellbare Standfüße. Wer auf Ergonomie nicht verzichten will, kauft sich einen LCD Arm.

Ergotron, seit mehr als 20 Jahren im Geschäft, hat ein riesiges Portfolio von LCD-Ständern und -Armen im Angebot. Für den Privatbereich dürften vorallem der Neo-Flex LCD Stand und der Neo-Flex LCD Arm interessant sein, Letzteren wollen wir uns genauer ansehen.

Das Paket kommt schmucklos daher, keine reißerischen Bilder, keine grinsenden Gesichter; nur ein bischen braune Pappe und ein kleiner Aufkleber mit Firmenname an der Seite. Der Inhalt aber hat es in sich! Der schwere Ausleger aus Gussmetall, ist simpel und robust zugleich. Jede Verbindung ist mit Inbus-Schrauben befestigt, das grau-silber ist nicht jedermanns Geschmack, wirkt jedoch edel. Ein kompletter Werkzeugsatz zur Montage wird mitgeliefert, der Arm ist bereits zusammengebaut und muss nur noch am Tisch und dem TFT befestigt werden- fünf Minuten Terrine? Der Aufbau geht schneller.

Vier Rändelschrauben sorgen für einen festen Sitz zwischen VESA-Halterung und LCD, wer auf Nummer sich gehen will kann auch die mitgelieferten Schrauben nutzen, um einen Diebstahl zu erschweren. Eine Anschlußplatte für VESA-Halterungen wird mitgeliefert, so passt jeder TFT drauf, seien es nun 75 oder 100 mm. Beim Anziehen der Tischhalterung merkt man, wie klug mitgedacht wurde: das große Rad erzeugt sehr viel mehr Drehmoment als diese winzigen Flügelschrauben und so sitzt der Arm bombenfest ohne jede Anstrengung. Sollte man ein 100%-iger sein, kann man ein Loch in den Tisch bohren und mittels der ausgetauschten Bodenplatte den Arm auch im Tisch verschrauben, sicherer gehts nun wirklich nicht mehr. Für den rutschfesten Sitz sorgt eine verklebte und 3 mm starke Gummimatte.

Ist der TFT endlich angebracht, kann man sich an die Feinheiten machen, die Kabelhalterungen sind zusammengesteckt und sollen die Kabel, wer hätte es gedacht, halten. Doch während alles einen wertigen Eindruck hinterläßt, sind die zwei billigen Plastikklammern ein Krampf. Sobald man den Arm schwenkt oder verdreht, springen die Klammern ab und verteilen sich im Raum. Zwei dunkle Kabelbinder sind hier sinnvoller.

Karussel fahren macht mit dem Ergotron richtig Spass, durch zwei kleine Löcher an den Gelenken werden die Schrauben gekontert und man kann nach Herzenslust drehen und ziehen, besagte Inbus-Schrauben regeln dabei gleichzeitig die Leichtgängigkeit. Drei kleine Lager nahe des TFTs sind mit Messing-Scheiben verschraubt, durch diese kann man das Bild einmal um die eigene Achse drehen, vor und zurück kippen und links und rechts auf einer Bogenlinie senken. Zusätzlich ist eine Höhenverstellung vorgesehen, die per Knopfdruck arretiert wird. Der TFT wird wie eine Schranke hoch oder runter gelassen und kommt so näher oder weiter weg vom Betrachter. Die Rasterung ist fein abgestuft und so sollte es jedem möglich sein, seine gewünschte Höhe einzustellen. Die Konstruktion steht einigermaßen Ruckelfrei, doch durch die zwei Gelenke läßt sich ein leichtes Nachwippen nicht vermeiden- ein Grund zur Sorge ist es nicht. Wer nur einen schmalen Tisch nutzt kann die Verlängerung abschrauben, wodurch nicht einmal ein Erdbeben ein Wippen hervorrufen würde.

Man bekommt billige Arme bereits ab 25 €, aber ob man da seinen 200 € teueren TFT anbringen will? Andererseits gibt es Ständer die 150 € und mehr kosten, also genauso viel wie ein Bildschirm! Der Ergotron LCD Arm reiht sich mit 80 € Investitionsaufwand irgendwo dazwischen ein und ist meiner Meinung nach, jeden Cent wert. Es ist eine grundsolide Konstruktion, vollkommen durchdacht und konzipiert für die Ewigkeit, jedes bewegliche Teil kann im Baumarkt nachgekauft werden und durch festes Nachziehen der Schrauben werden die Gelenke wieder gestrafft. Made in USA eben.

Trägt Displays bis zu 22 Zoll Größe bzw. 8,2 kg, Kann eine maximale Höhe von 20 Zentimetern überbrücken und ist in jedem Gelenk 360° drehbar

Zu kaufen unter anderem bei Amazon (Affiliate-Link).

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3 Kommentare

  1. vormi
    schrieb am 30. August 2009 um 14:10 Uhr (#)

    Es ist eine grundsolide Konstruktion, vollkommen durchdacht und konzipiert für die Ewigkeit

    Mir wird schlecht… Meint ihr ernsthaft, sowas merken Lesen nicht?

    Klar, ihr müsst euch auch finanzieren, aber dann verkauft uns das doch bitte nicht als Artikel, sondern schreibt “Werbung” drüber oder so!

    Ehrlich, das ist doch nur Kommerz

    1. Schreibt hier auf dem Blog Kai Zantke
      schrieb am 30. August 2009 um 17:53 Uhr (#)

      Hallo vormi,
      Das ist KEINE versteckte Werbung. Es tut mir Leid, dass mein Lobgehudel für Dich nach Werbung klingt- allerdings verständlich, weil ich begeistert davon schreibe. Nichts desto trotz ist dieser Artikel meine ganz persönliche Meinung von diesem Utensil. Wir hätten vlt. im Vorfeld abklären sollen, ob wir nicht ein wenig Werbekapital aus dem Artikel hätten herausschlagen können ;)
      Aber klipp und klar: Der LCD Arm ist aus robustem Metall, alle verschleißenden Teile sind im Baumarkt erhältlich und austauschbar. Das gibt es selten und muß dementsprechend belohnt werden- durch einen guten Artikel.

  2. tutnix
    schrieb am 30. August 2009 um 18:50 Uhr (#)

    Musste leider auch sofort an Werbung denken – den Arm gibt es außerdem schon ewig. Und dann ein Affiliate Link…. naja…

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