3M Littmann Stethoskop:
Is’ was Doc?

Kai Zantke, 23. August 2009 11:34 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Auf die Frage hin könnte ihr Arzt antworten: “Kommen sie doch mal an den PC und hören sie selbst!”

3M ist ja mehr bekannt durch Beschichtungen oder reflektive Klebestreifen, das Angebot reicht allerdings auch für den medizinischen Bedarf. Mein allererstes (Littmann) Stethoskop war ein Geschenk einer für mich sehr wichtigen Person und kam mit einer Audio-CD auf der die typischen Herztöne anzuhören waren, ungewöhnlich vor 10 Jahren. Und so verwundert es mich nicht, dass die neue Littmann-Serie wieder aus der Masse hervorsticht, diesmal mit Noise-reduction und Mikrofonverstärker.

“Machen sie sich bitte mal oben frei”, der typische Griff zum Stethoskop und dann ist Schnaufen angesagt. Könnten sie sich eine Krankenhaus-Serie ohne Hörrohr vorstellen? Das Stethoskop ist und bleibt eines der wichtigsten und schnellsten Diagnosemittel der Ärzte. 3M hat deshalb besonderes Ohrenmerk aufs Hören gesetzt.

Das Littman Model 3200 verfügt über eine Umgebungsgeräusch-Reduktion (ANR), die durchschnittlich 85% der Umgebung ausfiltert, sowie ein Mikrofon, dass gleichzeitig den Ton ungehindert durch die Schläuche weiter gibt. Neben weiteren Verbesserungen befindet sich noch ein Verstärker im Diaphragma, der den Ton um das 24-fache verstärken kann und ein Herzschlagmesser, der die Herzfrequenz angibt. Das Mikrofon hat noch eine weitere wichtige Funktion: Es zeichnet alles auf und kann die Daten per Bluetooth sofort auf andere Geräte übertragen. Theoretisch müsste es auch möglich sein, Memos rein zu sprechen. Die ganze Technik wird durch eine AA-Batterie versorgt und warnt den Benutzer auf verschiedenen Wegen bevor der Strom versagt.

Auf den ersten Blick eine tolle Sache, vor allem wenn man die Daten auch auf einen PDA schicken kann, den man weitaus häufiger dabei hat als einen Bluetooth-PC. Doch wozu braucht man all die Features im Alltag wirklich? Wenn ich eine zweite Meinung einholen muss lasse ich den Kollegen ausrufen und untersuche sein EKG. In allen anderen Fällen kommt der Patient an ein Ultraschall, da kann er dann auch mithören.

Wer sich trotzdem den kleinen Luxus im Arbeitsalltag gönnen will, kann zwischen 350-750 € einplanen, für die Vorgänger Modelle. Das Modell 3200 ist noch nicht im Handel. Ein Normalo Stethoskop kostet 50-100 € …

Weitere Informationen bei 3M.

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2 Kommentare

  1. Igor Myroshnichenko
    schrieb am 23. August 2009 um 13:54 Uhr (#)

    Ich habe vor langer Zeit in irgendeiner Zeitung gelesen, dass irgendwelche Ärzte mit einem MP3 die Herztöne aufgenommen haben, um die anschließend am PC anzuhören. Was für überraschung war es für sie, als sie gemerkt haben, dass die Aufnahme von dem MP3-Player viel besser war, als dass “Live-Hören”. Abgesehen von dem Vortiel, die Aufnahme speichern zu können und immer wieder anhören zu können.

  2. DickerDoc
    schrieb am 11. Oktober 2009 um 14:13 Uhr (#)

    Schöner Artikel :)
    Gibt inzwischen auch schon das Littmann 4000, meiner Meinung noch ne Sur luxoriöser. Mit Infrarotübertragung und allem Pipapo. Schaut mal hier Littmann 4000 Stethoskop

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