TDComponents Entspiegelung:
(Schach-)Matt dem Glatt

Spiegelnde Displays nerven, die Hersteller scheinen das nicht zu kapieren, deshalb bietet TDComponents einen Entspiegelungsservice an.

TDComponents - Das Display wird ausgebaut und der Polarizer getauscht (Bild: TDComponents GmbH)

TDComponents - Das Display wird ausgebaut und der Polarizer getauscht (Bild: TDComponents GmbH)

Es gibt keinen Hersteller der nicht Laptops mit spiegelnden Displays anbietet, nicht mal die Business Modelle bleiben verschont. Kein Wunder, dass es sich fast nicht vermeiden läßt mit so einem Rasierspiegel vor der Nase arbeiten zu müssen. Dank fortschrittlicher Technologie kann man sein Display auch nachträglich entspiegeln lassen- kostengünstig.

TDComponents, ist das erste Unternehmen, das offizieller Partner von 3M ist. Der Hersteller verfügt über eine Laminierfolie mit Markennamen Vikuiti. Diese Folie kann auf spiegelnde Displays aufgetragen werden und verhindert dadurch Reflektionen und Spiegelungen. 3M läßt die Folien entweder einzeln an Endkunden verkaufen oder Firmen diese Folien unter Reinraumbedingungen aufbringen.

TDComponents kann sich beim Vorgang des “Entspiegelns” zweierlei Methoden bedienen. Bei der ersten entfernen sie den Polarizer, die oberste glänzende Displayschicht und ersetzen diesen durch einen Matten. Als Alternative Methode kann das spiegelnde Display mit einer Antireflektiv-Hochleistungsfolie (Vikuiti) überzogen werden, dadurch wird gleichzeitig ein mechanischer Schutz vor Kratzern erreicht. In beiden Fällen wird durch fachmännisches Personal die Entspiegelung professionell in einem Reinraum durchgeführt, während das Ersetzen des Polarizers permanent ist, ist es möglich die Folie z.B. bei groben Kratzern wieder auszutauschen. Laut c’t beträgt der Preis für den Wechsel von glatt zu matt zwischen 65 und 100 €. Bisher sind nur Displays mit CCFL-Beleuchtung veränderbar, die Neueren mit LED-Lampen nutzen einen anderen Polarizer, der noch nicht für dieses Verfahren genutzt werden kann.

Weitere Informationen bei TDComponents.

 

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2 Kommentare

  1. Was einst ein kostenloses “Feature” wurde zum Standard und muss nun kostenpflichtig entfernt werden.
    Auch Apple lässt sich nun die matten Displays bezahlen.

    Kranke Welt… gäbe es bei jedem Gerät und Display eine kostenfreie Wahl zwischen Spiegel und matt Display, so hätte ich schon längst meinen gewünschten Laptop gekauft. So spare ich mir lieber eventuelle Ärgernisse und fahre von dem Geld in den Urlaub!

  2. Ich habe genau das beschriebene Spiegelungsproblem mit einem ASUS EeeTOP. Büro mit hohem Glasanteil (zwei Glaswände) und in Wahrheit sehe ich quasi nichts auf meinem Bildschirm.

    Hab mir eine Folie im 27″ Format bestellt und beim anbringen große Probleme mit “Luftblasen” gehabt. Dann hab ich bei einer Firma für Beklebungen nachgefragt und eine coole, wenn auch leicht verwunderliche Lösung gefunden.

    Wasser mit Spülmittel mischen und in kleinen Mengen auf die Oberfläche (also unter die Folie sprühen) – danach mit einer gummierten Spachtel abziehen – funktioniert ziemlich gut.

    LG Martin

Ein Pingback

  1. [...] betroffen wie zum Beispiel Geräte von HP. Unlängst berichteten wir von einer professionellen Enspiegelung durch TDComponents. Sein Gerät wegzugeben und auch noch mehr als 60 Euro zu zahlen ist jedoch nicht jedermanns Sache. [...]

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