O2 UMTS Netz:
Skype-Nutzung ist offiziell erlaubt

Kai Zantke, 18. August 2009 12:34 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Die Telefonica Tochter O2 erlaubt VOIP-Nutzung im Funknetz.

O2- VOIP im UMTS-Netz von O2 erlaubt (Bild: KaiZantke)
O2- VOIP im UMTS-Netz von O2 erlaubt (Bild: KaiZantke)
Die Pressemitteilung heute schlug ein wie eine Bombe. Zwar hatte O2 schon angekündigt, man werde den Wünschen der Kunden nachkommen, doch dass man dieses Politiker-Versprechen tatsächlich einhalten würde, überraschte dann doch. O2, der drittgrößte oder zweitletzte Provider neben Vodafone und T-Mobile, macht damit die Voice-over-IP-Nutzung (VOIP) im Datennetz legal möglich.

Da ich zuerst an einen Fehler dachte, habe ich nochmals im Kundenservice nachgefragt und bekam unisono die gleiche Antwort: “Bitte haben sie einen Moment Geduld ich werde einmal nachfragen müssen..- Ja, das stimmt, wir haben es auch erst heute mitgeteilt bekommen.”

Natürlich war man auch zuvor schon in der Lage VOIP-Dienste zu nutzen, es konnte aber vorkommen, dass man dafür dann zur Kasse gebeten wurde, da in den AGBs diese Verwendung der Datendienste abgelehnt wurde.

Skype Datenpakete lassen sich nur schwer filtern, da sie vom normalen Internetbrowsen nicht zu unterscheiden sind. Nur durch den Einsatz von Datensniffern, einem Mithorchen, wäre es möglich das zu verhindern. Die Eingriffe in die Privatsphäre und der finanzielle Aufwand könnten auch ein Grund für die Entscheidung gewesen sein die VOIP-Nutzung zu erlauben, nicht zu vergessen die unwahrscheinliche Publicity die man als Vorreiter dafür bekommt und die moralische Sympathie, weil Handynutzer das schon lange forderten..

Entweder die Blase platzt und das O2-Netz bricht unter der Last zusammen oder- was wahrscheinlicher sein dürfte, die anderen Provider ziehen nach, aus Furcht die Kunden könnten abwandern.

Link zur Pressemitteilung.

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3 Kommentare

  1. pete
    schrieb am 18. August 2009 um 13:52 Uhr (#)

    Das ist natuerlich bombig! So sollte es schon vor Monaten sein… Respekt an O2, ich hoffe die anderen ziehen nach!

  2. Tuba Libre
    schrieb am 14. September 2009 um 18:27 Uhr (#)

    Hallo,

    die Angst der Provider vor weglaufenden Kunden dürfte sich hierzulande dank 24-Monats-Knebelverträgen in Grenzen halten.

    Und so passt es offenbar ins Weltbild der T-Mobile eine Datenflatrate doppelt berechnen zu wollen, wie man ab Tethering des iPhone erkennen kann oder an den noch immer halbherzig angebotenen Flatrates.

    Bewegung und echter Wettbewerb im Markt entsteht erst langfristig und mit zunehmender Bereitschaft der Telcos, auch Verträge ohne Laufzeit zu fairen Konditionen anzubieten. Denn dann zählt neben dem Preis vor allem auch das Leistungsspektrum für die geneigten Kunden, was in jeder Hinsicht den Wettbewerb und die Angebotslandschaft beleben wird.

    Und so prophezeihe ich denn auch: Der erste Anbieter, der es schafft, eine echte Telefon- und Datenflatrate ohne Laufzeit und ohne Fußnoten zu einem Preis von um die 50 EUR anzubieten, der wird goldenen Zeiten entgegen sehen können.

    Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg: Die Telcos wissen, dass die meisten Kunden wenig Loyalität beweisen, wenn das eigene Angebot an Attraktivität verliert und das es eben so ist, dass die meisten Angebote Pferdefüße aufweisen, die erst nach gewisser Zeit auffallen – deshalb knebelt man die Kunden. Auch in der Hoffnung, dass nach 24 Monaten Termine verschwitzt werden oder eine Gewöhnung eingesetzt hat.

    Auch ist der Druck der Kunden noch nicht groß genug – was die Telcos in ihrem Handeln noch bestätigt.

    Als o2-Kunde begrüße ich diesen Schritt natürlich sehr und belohne das durch weitere Kundentreue (surprise, surprise: Mein Datentarif ist nach den ersten 6 Monaten monatlich kündbar!) und freue mich.

    Allerdings wird es m.E. noch dauern, bis die Mitbewerber nachziehen.

    Grüße,

    Tuba Libre

  3. Christoph
    schrieb am 20. September 2009 um 15:35 Uhr (#)

    Also ich finde das unlogisch. T-Mobile hat es doch gerade am 1. September geschafft Skype erfolgreich zu unterbinden. Nicht das es sich O2 dann doch wieder anders überlegt. Außerdem steht in den AGBs von O2 weiterhin das Verbot!!!

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