Microsoft Drucksensitive Tastatur:
Mehr Druck = GROSS-SCHREIBUNG

Microsoft hat heimlich eine drucksensitive Tastatur entwickelt und richtet nun einen Wettbewerb für den Einsatzzweck aus.

Microsoft wird mit Vielem assoziiert, Windows ist da nur eines verschiedenster Produkte. Weniger bekannt ist, dass unter dem Namen Microsoft auch Tastaturen verkauft werden- sehr innovativ war man mit dem Natural Keyboard. Eine Tastatur die der Anatomie des Menschen entgegenkommt. Jetzt hat sich der Redmonder Konzern wieder zu einem Geistesblitz hinreißen lassen: Tastaturen, die auf Druck reagieren.

Nein ich meine nicht einfach ein Tastendruck, ein Buchstabe, sondern je nach dem wie stark man die Taste drückt, wird eine andere Aktion ausgeführt. Die Tastatur hat dabei eine 8-bit Auflösung, das entspricht 2 hoch 8, also 256 Stufen, pro Taste!

Es gibt Demo-Anwendungen, in der man mit stärkerem Tastendruck höher springt oder schneller rennt. Eine Visualisierung zeigt wie hoch der Druck pro Taste ist und dem einen oder anderen wird es im Video auffallen: Es können beliebig viele Tasten gleichzeitig gedrückt werden, endlich. Simple Ideen wie Unterscheidung von Groß- und Kleinschreibung per Druck kommen einem sofort in den Sinn. Deshalb gibt es einen Wettbewerb auf der UIST, bei dem die drei besten Studenten-Teams Gewinne und Rechte erhalten können, sowie vorab, bereits ein Testexemplar zugeschickt bekommen.

Ein Video sagt mehr als Tausend Worte:

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4 Kommentare

  1. Gast
    schrieb am 10. August 2009 um 16:32 Uhr (#)

    Das ist ne interessante Technik. Ich habe mich schon mehrfach dabei beobachtet, dass wenn ich eine Fehlermeldung zum 1000. mal sehe das ich dann mal gerne auf Enter-Taste haue… Das könnte man z.B. als indikator nehmen diese Meldung nicht mehr anzuzeigen

  2. fwolf
    schrieb am 11. August 2009 um 12:17 Uhr (#)

    was für ein Warnton???

    Und: das müssten mehr als drei Tasten gleichzeitig sein – sonst wirds nix mit CTRL-ALT-DEL oder CTRL-Shift-U.

    cu, w0lf.

  3. Schreibt hier auf dem Blog Kai Zantke
    schrieb am 11. August 2009 um 18:33 Uhr (#)

    Ja Sie haben Recht fw0lf,
    die neueren PCs beepen zum Glück nicht mehr. Mein alter Dell Tower war da etwas zickiger, wenn ich zufällig mehrere Tasten drückte kam ein Bios-Peep.

  4. sven
    schrieb am 12. August 2009 um 13:44 Uhr (#)

    hm… eigentlich lustig, daß es fast 30 Jahre gedauert hat, bis man auf die idee gekommen ist, auch normale PC Tastaturen mitdieser steinalten Technik auszustatten. Bei Synthesizer-Tastaturen kennt man das ganze schon seit den 80er Jahren unter dem Namen “Anschlagdynamik” (Velocity).
    Offensichtlich hat Microsoft sogar die komplette Technologie von den Musik-Tastaturen übernommen, denn die 8-Bit Auflösung (Also 128 Abstufungen) entspricht den möglichen Midi-Werten von 0-127. Das gleichzeitige Drücken mehrerer Tasten kennen Musiker überigens schon seit den 70ern. Nennt sich “Polyphonie
    Na mal gucken… noch weitere 30 Jahre, und schon wird Microsoft auch andere im Musikerbereich längst gängige Technologien, wie z.B. das sog. “Aftertuch” (also der Druckwert NACH dem Drücken der Taste), das “release Velocity” (Wie stark man die Taste losläßt) und die “gewichtete” Tastatur mit Hammermechanik(Die ein Feedback darüber zurückgibt, wie hart man die Taste drückt)als neueste eigene Erfindung ausgeben.
    Erstaunlich, wie modern man bei Microsoft doch ist ^^

    Hier mal ein aktuelles Beispiel mit Anschlagdynamik und Aftertuch: http://www.thomann.de/de/roland_vsynth_gt.htm

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