Samsungs Patent:
Neue Handytastatur in der Mache

Samsung hat ein Patent für ein neues Tastaturdesign in den USA angemeldet.

Handys avancieren immer mehr zum mobilen Büro. Der Begriff Smartphone kennzeichnet dabei eine eigene Klasse von mobilen Begleitern, doch bisher war die Eingabe von Texten mehr oder minder umständlich. Man behilft sich mit externen Bluetooth-Tastaturen oder läßt die umständliche Dateneingabe gleich ganz und macht das bequem am PC. Samsung probiert einen neuen Ansatz, in dem man die Tastatur ausklappt. Dabei wird das Tastenfeld nicht aufgeschoben wie zum Beispiel beim Palm Pre, sondern seitlich ausgeklappt. Wenn man links und rechts noch zwei Motoren anbaut fliegt es vielleicht auch:

Das ist allerdings eine sehr wacklig anmutende Sache. Da die Teile nur an der Breitsseite befestigt sind, könnte es leicht passieren, dass hier etwas abbricht. Der Zeichnung nach zu urteilen handelt es sich um das Design eines neuen Omnia Modells- vielleicht mit Googles Android?

Nokia hatte bereits einen Versuch in diese Richtung gestartet, war von dem Konzept aber wieder abgekommen. Zuerst probierte man es mit breiten Geräten die links und rechts des Bildschirms Tasten hatten. Abgesehen davon, dass das Telefon sehr klobig wurde, sah man auch ziemlich dämlich damit aus, wenn man telefonierte. Und was bei der jungen Zielgruppe nicht ankommt, erreicht auch nicht die ältere Generation.

Daraufhin versuchte man sich im Business Markt mit einer klappbaren Tastatur, die über das Display geführt wurde. Das Nokia 6822 war im Telefonmodus unscheinbar wie ein normales Handy und trotzdem konnte auch dieses Design sich nicht durchsetzen. Vielleicht wäre der Erfolg besser gewesen, hätte man ein größeres Display eingebaut. Nachfolgende Modelle waren jedenfalls wieder mit normalen Knöpfen. ausgestattet.

Seitdem hat man nur die Wahl zwischen den normalen T9-Tasten,einem Touchscreen oder QWERTZ-Tastaturen. Prominentestes Beispiel dürften die Blackberry Vertreter sein, die vermutlich jeder schon einmal gesehen hat.

Was Samsung aus seinem neuen Konzept macht ist noch ungewiss, bis jetzt haut mich das aber nicht vom Hocker. Den zum einen halte ich das Gerät mit den Daumen die tippen sollen und zum anderen muss der Klappmechanismus mechanisch sehr belastbar sein, was nur mit gutem Design und viel Geld möglich ist.

Lassen wir uns überraschen.

Gesehen bei WM Poweruser.

Das 18-seitige Patent ist hier nachzulesen.

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5 Kommentare

  1. fwolf
    schrieb am 10. Juli 2009 um 16:11 Uhr (#)

    Warum bis jetzt keiner die Variante vom SK65 übernommen hat, ist mir völlig schleierhaft. Gäbe es ein alternatives Betriebssystem für selbiges Handy – ich würds sofort installieren. Ist extrem geil, damit zu arbeiten ;)

    cu, w0lf.

  2. Schreibt hier auf dem Blog Kai Zantke
    schrieb am 10. Juli 2009 um 16:20 Uhr (#)

    Ah genau! Danke für den Hinweis. Nicht von Nokia, sondern von Siemens. Genau das Gerät wollte ich noch im Review ansprechen. Ist aber prinzipiell nicht sehr verschieden vom 6822.
    Besser wäre eine extra ausziehbare direkt unter dem Handy oder eine Gummimatte mit Tasten.

  3. Paxter
    schrieb am 11. Juli 2009 um 09:12 Uhr (#)

    Ja das SK65 ist klasse, benutz ich mittlerweile mit nem Genion Vertrag als Festnetz Handy. SAR unter 0,50 und es hat eine Super Gesprächsqualität.

    Ach, Siemens warum bloß?

  4. bug
    schrieb am 13. Juli 2009 um 18:39 Uhr (#)

    Das in den Bildern betitelte n-gage ist aber kein n-gage sondern ein nokia 5510. Habe es noch im Schrank liegen :)

  5. Schreibt hier auf dem Blog Kai Zantke
    schrieb am 13. Juli 2009 um 19:17 Uhr (#)

    Danke auch für diesen Hinweis, habe ich berichtigt. Hätte mir am fehlenden Farbbildschirm auffallen müssen.

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