Test Tesla Roadster:
Elektrisierender Fahrspass

Der Tesla Roadster kommt nach Europa und wir hatten die Gelegenheit, eine Probefahrt zu unternehmen.

Von Gastautor Nando Bosshart

Grüne Mobilität ist in – erst Recht wenn das Logo des amerikanischen Automobilherstellers Tesla Motors auf der Karosserie prangt. Seit März 2008 wird der von einem Elektromotor betriebene Tesla Roadster in Serie produziert und findet nun seinen Weg nach Europa. Was der edle Batterie-Flitzer wirklich leistet, durfte ich selbst anlässlich einer Testfahrt in Zürich hautnah hinter dem Steuer erleben. Zusammen mit Craig Davis, Sales und Marketing Director von “Tesla Motors Europa”, durfte ich bei schönstem Oben-ohne Wetter den Roadster auf den Strassen um den Adlisberg herum ausfahren:

Vor der Testfahrt gab es von Craig Davis ein kurzes Tech-Briefing zum Roadster – übrigens in einwandfreiem Deutsch vorgetragen – und kompetente Auskunft.

Sowohl die für uns Alpenländler wichtige Frage, ob das Auto auch bei minus 20 Grad Celsius noch funktioniert als auch die Sorge, ob man unterwegs auf Besuch bei den lieben Verwandten die Batterie mal rasch an der Haussteckdose aufladen kann, wurde von Craig mit einem deutlichen Ja beantwortet.

Noch einmal ein Blick auf die technischen Daten des Fahrzeugs:

  • Motor: Dreri-Phasen-Elektromotor
  • Leistung: 282 PS (182 KW)
  • Drehmoment: Max. 400 Nm über das gesamte Drehzahlband
  • Beschleunigung: 0-100 km/h in 3.9 Sekunden
  • Max. Geschwindigkeit: 200 km/h
  • Getriebe: 1 Gang Automatik
  • Gewicht: 1295 Kilo
  • Reichweite: ca. 390 Kilometer

Die nackten Zahlen sind schon sehr beeindruckend. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die gesamte etablierte Autoindustrie so einen Wagen nicht auf die Beine gestellt bekommt. Das ist schon traurig und zeigt, wie unbeweglich die Hersteller geworden sind.

Jetzt reicht es aber mit der Technik – ab ins Auto und mal sehen, was der Wagen wirklich leistet.

Beeindruckende Beschleunigung
Nach der Schlüsselübergabe durfte ich endlich im Cockpit des Boliden Platz nehmen. Es ist schon ein seltsames Gefühl, wenn man bei einem Auto den Motor anlässt und überhaupt nichts davon mitbekommt ausser einer grünen Leuchtanzeige im Tacho. Mit den rund 6830 Lithium-Ionen Akkus hinter meinem Sitz rollten wir vollkommen lautlos vom Parkplatz.

Dass diese Testfahrt nicht bloss eine zahme Spazierfahrt blieb, war angesichts der rund 245 Pferdestärken (185 Kilowatt Leistung) nicht verwunderlich. Bereits die erste rote Ampel durfte als Startsignal für einen Vollgas-Kickdown herhalten – der Elektromotor des mit einem Gewicht von 1260 Kilogramm nicht ganz leichten Fahrzeuges liess die Tachonadel nach nur 3.9 Sekunden die 100 km/h-Markierung passieren.

Im zweiten Teil des Tests gibt es weitere Eindrücke und die Strassenlage haben wir natürlich auch nicht vergessen.

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6 Kommentare

  1. Stefan
    schrieb am 29. April 2009 um 18:05 Uhr (#)

    Ja, der Tesla Roadster ist in der Tat ein beeindruckendes Auto. Gratuliere zur Ehre, den Elektrosportler fahren zu dürfen!

    Weiss jemand gerade, wie der Typ von Tesla auf diesem Foto (links) heisst, der mir da die Soundanlage des Brabus Tesla Roadsters erklärt? Ich habe leider seine Visitenkarte verloren.

  2. Nando
    schrieb am 29. April 2009 um 19:24 Uhr (#)

    @Stefan: Ich würde meinen dass das Craig Davis ist. Kann Dir die Kontaktdaten mailen wenn Du willst.

  3. Stefan
    schrieb am 29. April 2009 um 19:44 Uhr (#)

    @Nando: Wirklich? Du schreibst, dass er “in einwandfreiem Deutsch” gesprochen hat. Am Autosalon unterhielten wir uns aber in Englisch, obwohl man mein Englisch nicht als “einwandfrei” bezeichnen kann. Wenn es tatsächlich er ist, würde ich mich über seine Kontaktdaten freuen.

  4. Jacques Nauer
    schrieb am 30. April 2009 um 08:00 Uhr (#)

    Ich hätte gerne noch weitere Informationen über die Leistung / Reichweite bei unterschiedlichen Aussentemperaturen.

  5. Nando
    schrieb am 30. April 2009 um 11:15 Uhr (#)

    @Jacques:
    Die Akkus des Roadsters haben ein integriertes flüssigkeitsbasierendes Wärme-Management (Wasser-/ Glykol-Gemisch). Dieses sorgt je nach Aussentemperatur für Kühlung oder Heizung der Akkus da diese nur in einem bestimmten Temperaturbereich geladen und entladen werden (ich denke das hat vor allem mit Optimierung der Lebenserwartung der Akkuzellen zu tun). Mir wurde gesagt dass bei extremen Aussentemperaturen die Akkus bei angeschlossener Stromversorgung permanent gekühlt oder beheizt werden damit das Fahrzeug einsatzbereit bleibt. Im autonomen “Standby” erfolgt dieser Vorgang ebenfalls, allerdings nur bis zu einer gewissen verbleibenden Restladung und dann ist Steckdose suchen angesagt.
    Ich kann Dir leider nicht konkreter beantworten wie sich dann solche Temperaturschwankungen auf Reichweite etc. auswirken, da müsstest Du mit Tesla Motors direkt reden die haben die meiste Erfahrung.
    Übrigens sind die Tesla Roadster Ende Mai in Friedrichshafen an der Messe “The electric avenue” dabei, dort können solche Fragen sicher diskutiert werden!

  6. Jochen
    schrieb am 2. Mai 2009 um 11:10 Uhr (#)

    Das ist ganz sicher Craig Davis, links auf dem Foto.

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