Kurztest Windows Live:
Jetzt mit Facebook Connect

Microsoft hat seinen Dienst “Windows Live” aufgebohrt und vernetzt diesen nun mit anderen Diensten.

Windows Live habe ich eigentlich nicht so richtig auf dem Schirm. Das hat nichts damit zu tun, dass ich den Dienst nicht leiden kann. Ich bin kein “Windows-Hasser” und nutze deren Dinge dort, wo es für mich Sinn macht. Aber der Messenger spielte bei mir bisher keine Rolle, weil die Freunde auf ICQ, AIM, Faccebook und Twitter verteilt sind. Auf Windows Live waren bisher keine. Dachte ich jedenfalls. Microsoft hat die Tage die Funktionen von Windows Live erweitert und man kann den Dienst zum Beispiel mit Facebook Connect verbinden:

Die Bedienung ist dabei relativ einfach. Über das bekannte “Connect” Menü erlaubt man Windows Live einen Kontaktabgleich zu machen. Im ersten Schritt werden die schon bei Windows registrierten Nutzer angezeigt, im zweiten Schritt kann man zusätzlich diejenigen einladen, die noch nicht dabei sind.

Die Einladungen müssen die User einzeln abnicken, sodass in meinem Fall 55 Mail verschickt worden. Hier läuft also alles wie gehabt. Microsoft bietet neben Facebook noch andere Dienste an, wenn man sich vernetzten möchte. Darunter auch last.fm, Digg, Dailymotion, StumbleUpon und natürlich Twitter. Da ich über Facebook die meisten Dinge einlaufen lassen, konnte ich mir diesen Schritt sparen.

Hat man seine Webaktivitäten allesamt hinzugefügt, landet man auf einer Statusseite. Dort laufen die verschiedenen, zuvor ausgewählten, Dienste auf einer Seite zusammen.

Neu ist die Idee ja nun nicht gerade, und die Umsetzung ist, zumindest beim ersten Kurztest, etwas sperrig. Anbieter wie Friendfeed und lifestream.fm wirken da deutlich aufgeräumter und schneller.

Nach der Einrichtungsorgie soll als Meldungszentrale der Windows Live Messenger dienen. Über dessen Statuszeile kann man der Welt mitteilen, was man gerade macht, mit Kontakten chatten, etc. Die Meldungen werden dann auch auf der Windows Live Homepage angezeigt. Die Meldungen der anderen Freunde sieht man ebenfalls im Messanger, aber nicht als Stream, sondern nur in einem Kasten unterhalb der Kontaktanzeige.

Nicht unerwähnt sollte der “SkyDrive” von Windows Live bleiben, ein kostenloser Onlinespeicher mit satten 25 GB. Mehr als 50 MB pro Datei sind aber aus Kopierschutzgründen nicht drin. Schön wäre es ja dann auch, wenn man Uploads zu SkyDrive per Messenger erledigen könnte, aber ist leider nicht möglich. Man muss schon die Weboberfläche bemühen.

Microsoft hat seine “Live-Familie” sicherlich kräftig aufgewertet. Wer leidenschaftlich gerne den Dienst nutzt, weil er mit dem Rechner und Windows Mobile so gut verzahnt ist, wird sich über die Erweiterungen freuen. Ich glaube aber nicht, dass Facebook User nun reihenweise zu Windows Live wechseln werden. Denn leider bleiben die Updates, die man so verfasst, auf Windows Live und werden nicht zu Facebook geschickt. Ein ziemliches Manko, wenn man denn den Kommunikations-Overkill sucht. Auf der anderen Seite: es wird eh immer schwieriger die Kommunikation über Dutzende Plattformen zu betreiben, da wäre also eine Zentrale schon nicht schlecht. Microsoft hat mit den Erweiterungen einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Angekommen ist man aber noch lange nicht.

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