Braille E-Reader:
Lesbarer Touchscreen für Blinde

Don Dahlmann, 21. April 2009 16:32 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Bisher ist der Braille E-reader noch ein Konzept, doch die Technologie ist schon vorhanden

Moderne Technologie hilft auch Menschen, die unter einer Behinderung leiden, diese abzumildern oder gar zu beseitigen. Schwierig ist es allerdings, Sehbehinderten zu helfen. Da immer mehr Geräte (z.B. Fahrkartenautomaten) auf Touchscreens setzen, werden dadurch Blinde ausgegrenzt. Da wird eine einfache Fahrt mit der Bahn in die Stadt zusätzlich erschwert. Eine Sprachsteuerung findet man ja so gut wie nie. Nun gibt es das Konzept eines Braille E-Reader, dessen Technologie da ist und die auch in anderen Bereichen einsetzbar scheint:

Die Schwierigkeit besteht erst einmal darin, wie man die Brailleschrift auf einem Touchscreen fühl- und somit lesbar machen kann. Finnische Forscher haben eine Oberfläche entwickelt, die auf einer piezoelektronischen Basis arbeitet. Da in Braille die Buchstaben aus Vertiefungen und Erhöhungen bestehen, versucht man mittels unterschiedlicher elektrisch induzierter Vibration diese Unterscheide “fühlbar” zu machen.

Erhebungen werden mit einem kräftigen Impuls, Vertiefungen mit mehreren schwachen Impulsen signalisiert. Trainierte Leser schaffen so immerhin rund einen Buchstaben pro Sekunde.

Der hier zu sehende Braille E-Reader basiert auf die Idee, Buchstaben mittels elektrischer Pulse zu signalisieren. Bisher ist leider nur ein Konzept, aber vorstellbar ist es dank der schon bestehenden Technologie schon. Jetzt müsste sich nur noch ein Hersteller finden lassen, der in die Weiterentwicklung investiert.

Via Yanko Design und Engadget

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