MIT Lithium-Ionen-Akku:
Neu und richtig schnell

Materialforscher am MIT in den USA haben einen Lithium-Ionen-Akku entwickelt, der sich viel schneller laden und entladen lässt, als bisherige Modelle.

Lithium-Ionen-Akkus haben oftmals einen großen Nachteil, denn vor allem das Beladen der Akkumulatoren dauert viel zu lange. Materialforschern am Massachusetts Institute of Technology (MIT) gelang es einen neuartigen Lithium-Eisen-Phosphat-Akku zu entwickeln. Dieser kann innerhalb von Sekunden sowohl be- als auch entladen werden. Es reicht also ein kurzer Stromstoss, und schon geht es wieder weiter:

Entgegen der bisher üblichen Meinung, dass die “Trägheit” bei den Akkumulatoren von den Lithium-Ionen selbst komme, erklärt das MIT, dass es nur davon abhänge, wie diese angeordnet sind. Zusätzlich wurde der Akku mit einer Art Hülle aus Glas versehen. Diese soll den Transport der Lithium-Ionen signifikant erhöhen.

Laufdauer und Sicherheit bleiben von der neuen Technik unverändert. Wie sich diese aber auf die Lebensdauer der Akkus auswirkt, sei bisher nicht geklärt. Die neuen Akkus könnten bereits in zwei bis drei Jahren in Handys, Notebooks, aber auch Elektroautos nutzbar sein. Das schnelle Entladen soll im E-Auto eine direkte, hohe Beschleunigung ermöglichen.

(Gefunden bei Gizmodo.de)

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4 Kommentare

  1. martin
    schrieb am 16. März 2009 um 15:11 Uhr (#)

    Na die LiFePo-Technik (LiFePo – Lithium Eisen Phosphat) ist jetzt aber nicht unbedingt das Allerneuste am Akkumarkt. Es gibt schon diverse komerzielle Anbieter (Modellbauhändler, Akkuwerzeughersteller) die diesen Akkutyp vertreiben. Vor und Nachteile sind auch bei Wikipedia übersichtlich dokumentiert. Und das man so einen Akku unter Praxisbedingungen binnen Sekunden beladen kann möchte ich bezweifeln. So müsste ein Akku mit 500mAh mit 180A bestromt werden wenn man ihn in 10 Sekunden voll laden möchte, da stößt die übliche Verkabelung aber mehr als an ihre Grenzen.
    Schöner PR-Artikel vom MIT, aber wohl auch in Zukunft unwahrscheinlich. Eine Schnelladung innerhalb 15 min ist auch heute schon mit LiFePo-Zellen möglich.

    nix für ungut, wollt nur einfach meinen Senf dazu geben

  2. TheTeaser
    schrieb am 16. März 2009 um 21:22 Uhr (#)

    180A !?! wie viele amper bringt eigetlich eine statische entldung mit sich wenn man über einen synthetischen tepich geschlurft ist ?
    wäre ja echt geil wenn das reichen würde um den akku wider voll zu kriegen :D

  3. Pan
    schrieb am 16. März 2009 um 23:14 Uhr (#)

    was wohl eher wichtig ist, das die kommenden accu generationen mit den vorhandenen rohstoffen noch herstellbar sind.
    das für die schnelle ladung auch die vorhandenen kapazitäten vorhanden seien müssen haben die entwickler http://web.mit.edu/ aber auch beschrieben . generell wird die entwicklung von nachhaltigkeit bestimmt.

  4. Ronald
    schrieb am 6. April 2010 um 09:07 Uhr (#)

    Es ist wohl nicht so sehr die Frage, welche Technik denn im E-Auto und sonstwo landet, einzig der Herstellungs- und Recyclingpreis ist bei der Auto-E-Technologie entscheidend. Da hat heute der Li-XXX Akku schon Konkurrenz aus der Zink-Luft-Fraktion. Zum Glück gibt es viele realistische. Selbst Chevron/Texaco/Mobil können diese Massen an Technologien und Patenten nicht mehr aufkaufen und verschwinden lassen und nur homöopatischisch gegen “Lizenz” freigeben (á lá Toyota Prius). Selbst bei einer Pause von 20 min könnte man heute schon für 150km Reichweite E-Nach-Tanken (380V 100A). Damit und mit ohnehin steigendem Ölpreis dürfte der Weg doch klar sein. ;)

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