DE-Mail:
Bürokratie geht online

Sebastian Czub, 10. Februar 2009 14:35 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Die Bundesregierung hat es nun offiziell bekanntgegeben: die DE-Mail kommt. Ob die Bürokratie damit einfach nur digitalisiert wird oder ob die DE-Mail eine echte Erleichterung darstellt, steht noch in den Sternen.

Die DE-Mail kommt! Klingt ja super. Was das ist und vor allem was das soll, hat sich bisher allerdings nicht sonderlich herumgesprochen.

“Ganz klar”, meinte heute ein Bekannter zu mir. “Das ist das .de, was hinten an deiner E-Mail-Adresse steht.” Nun gut, bis auf das ich ein GoogleMail-Account habe und diese bekanntlich auf “.com” enden, klang das soweit noch logisch. Dennoch falsch, hinter der DE-Mail verbirgt sich nämlich deutlich mehr. Die DE-Mail ist in aller erster Linie besonders geschützt. Vertrauliche Daten werden dabei besonders sensibel behandelt. Die Idee der neuen Mail-Art basiert auf einer Richtlinie der EU. Nach dieser sollen Behörden aller EU-Staaten ab 2009 auch E-Mails als verbindliche Dokumente akzeptieren. Das war bisher in Deutschland nicht immer der Fall. Der Unterschied zur normalen E-Mail-Adresse ist klar erkennbar:

Ein DE-Mail-Account bekommt nur, wer sich auch identifizieren kann. Die Mails werden entsprechend verschlüsselt, um so besonders gegen Hacker geschützt zu sein. Des Weiteren lässt sich eine DE-Mail nur von einem DE-Mail-Account zu einem anderen Schicken. Warum das alles? Richtig, um Geld zu sparen. 1,5 Milliarden Euro könnten jährlich eingespart werden und mit etwas Glück, wird auch die Bürokratie-Situation entspannt. Wann genau die ersten DE-Mails offiziell vergeben werden und ob beim Versenden einer solchen Mail ein “ePorto” fällig sein wird, ist bisher nicht bekannt.

Und die Kritiker stehen auch schon Schlange. Es reicht ja schon, dass Mails vom Staat gelesen werden können, wenn man sie nicht verschlüsselt. Jetzt wird auch noch die gesamte Kommunikation mit den Behörden so gespeichert und kann von allen Seiten abgerufen werden. Eine Unachtsamkeit bei einer Angabe beim Finanzamt, ein falsches Kreuz hier oder da, und schon steht ein anderes Amt vor der Tür. Der gläserne Bürger wird Realität.

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3 Kommentare

  1. EscoR
    schrieb am 10. Februar 2009 um 16:36 Uhr (#)

    mimimimi Gläserner brüger wems nicht passt der kann ja gehen :>

    naja eine demokratie sind wir eh schon lange nicht mehr dann kann man sowas auch so stehen lassen!

  2. Horst Schlämmer
    schrieb am 10. Februar 2009 um 18:22 Uhr (#)

    @EscoR

    Dein Kommentar ist dümmer als die Nacht finster.

  3. qwertz
    schrieb am 11. Februar 2009 um 12:07 Uhr (#)

    Ja, ich habe auch spontan den Drang verspürt zu gehen. Weit weg von Leuten wie “EscoR”…

    So ungefähr 3 Lichtjahre wären der Mindestabstand, der den ersten Kommentar erträglich machen würde…

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