3D-DVD-Standard:
Ohne Brille läuft da nichts
3D-Filme sind faszinierend, und die aktuelle Technik erlaubt mittlerweile recht ordentliche räumliche Darstellung. Jetzt hat das “DVD-Forum” einen Standard für “3D auf DVD” abgesegnet.
Das DVD-Forum suchte 2008 einen geeigneten Standard für die Speicherung sowie Wiedergabe von 3D-Content auf DVDs. Verschiedene Unternehmen reichten entsprechende Spezifikationen ein. Am Ende entschied sich das Gremium für die Sensio-Technologie als alleinigen Standard. Die Spezifikation wurde Mitte Januar 2009 offiziell bestätigt.
Ob die Entscheidung tatsächlich zu einem Boom von 3D-DVDs führt, wie Sensio und das DVD-Forum sich das erhoffen, bleibt abzuwarten. Schließlich erinnern wir uns mit Grauen an das Hickhack um die wiederbeschreibbare DVD oder um Blu Ray DVD und HD DVD. Dass ein “DVD-Forum” etwas offiziell verkündet und zum “einzig wahren Heino” kührt, heißt nämlich noch lange nicht, dass es nicht irgendwann viele Standards gibt, die um den Kunden buhlen und ihn vollends verwirren. Der einzige Lichtblick: Bei 3D kann einem das egal sein, denn so wichtig ist das nicht.
Teurer Spaß
Die benötigte Hardware für einen “standardgemäßen” 3D-Genuss ist zurzeit noch nicht billig. Der “Sensio Home Theatre 3D Processor” kostet etwa 3.000 US-Dollar. Der Anschluss des Kastens ist auch nicht einfach, wie die Kollegen vom Home Theater Magazine feststellen mussten (Link auf englischen Artikel), und die Brille erinnert von der Technologie (LCD-Shutter) und vom Aussehen an die Revelator von ELSA (den Hersteller gibt es allerdings schon lange nicht mehr). Bislang stehen nur wenige Titel als 3D-Version zur Verfügung. Die online angebotenen Filme können zum Preis von 33 Dollar erworben werden. Dabei handelt es sich zum Großteil um Special-Interest-Produktionen oder “olle 3D-Kamellen”.
Solange die Anwender für 3D extra eine Brille tragen müssen, wird sich die Technik nicht weit verbreiten. Mehr Erfolg dürften 3D-Monitore haben, die ohne zusätzliche Accessoires die Illusion von 3D verbreiten. Die Technik gibt es, und wer sie schon mal gesehen hat, weist alle Nasenfahrräder von sich. Allerdings sind die Monitore preislich jenseits aller Grenzen und eine weite Verbreitung derzeit so utopisch wie ein Transrapid im S-Bahnverkehr.




















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