Windows 7:
Sechs auf einen Streich

Wie der Vorgänger von Windows 7, Windows Vista, wird auch das neue Betriebssystem in verschiedenen Versionen kommen.

Wenn man heute bei den meisten Hersteller einen Neuwagen kaufen möchte, kann man sich nicht mehr durch die Liste der Extras wühlen, sondern muss “Pakete” kaufen. Es ist für die Konzerne lukrativer diese Pakete zu verkaufen, als auf Kundenwünsche einzugehen. Was in der Automobilindustrie extrem ärgerlich ist, nervt auf der anderen Seite bei Microsoft. Deren Betriebssystem Vista gibt es in gefühlten 29 Versionen, jede kann etwas anderes, und bei keiner hat man das Gefühl, dass sie alles kann. Offenbar hat Microsoft aus dem Fehler nicht gelernt.

Denn wie jetzt schon bekannt wurde, will der Softwarehersteller auch bei Windows 7 wieder sechs verschiedene Versionen einführen. Die wären:

Windows 7 Starter: Für Netbooks
Windows 7 Home Basic: Nur für Märkte Schwellenländer
Windows 7 Home Premium: Die Basisversion für alle
Windows 7 Professional: Für kleine Firmen
Windows 7 Enterprise: Für große Firmen
Windows 7 Ultimate: Das komplette Paket

Gut – zieht man die Netbook Version und die Basic Variante für die Schwellenländer ab, sind es nur vier Varianten. Warum man aber nicht einfach hingeht und zwei Varianten wie bei XP macht, ist mir ein Rätsel. Eine für Heimanwender, eine weitere für große Netzwerke. Kann ich dann selber entscheiden, welche ich kaufen will. Die Politik, so viele Versionen auf den Markt zu werfen ist nicht gerade hilfreich für die Konsumenten.

Interessant ist allerdings, dass Windows schon jetzt damit rausrückt. Offenbar soll Windows 7 schneller auf den Markt kommen, als man im Moment noch damit rechnet. Sommer 2009 scheint durchaus realitisch zu sein.

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6 Kommentare

  1. R.
    schrieb am 5. Februar 2009 um 20:50 Uhr (#)

    Ich teste Windows 7 beta und kann nur bestätigen dass windows 7 im sommer kommen kann. Es läuft schon stabiler als mein Vista Premium.

  2. Macianer
    schrieb am 6. Februar 2009 um 04:08 Uhr (#)

    Bin ich froh, dass ich Mac OS X habe. Da gibt es eine Version und ich muss nicht zwischen 6 verschiedenen Versionen wie bei Windows 7 auswählen.

  3. a.
    schrieb am 6. Februar 2009 um 09:21 Uhr (#)

    Es wäre doch überhaupt kein Problem nur eine Version herauszubringen und dann beim Setup entsprechend abzufragen, für welche Einsatzzweck (z.B. Netbooks) die Installation erfolgen soll.

    Das ganze dient doch nur dazu mit einem günstigen Einstiegspreis werben zu können.

  4. Hans
    schrieb am 6. Februar 2009 um 09:49 Uhr (#)

    Das Marketing bei Microsoft ist offenbar noch schlechter als die OS Entwicklungsabteilung. Es wäre von enormer Symbolkraft gewesen, sich von dem unseligen Vista auch dadurch abzusetzen, dass man nur noch zwei Versionen anbietet: Standard und Professional.
    Aber nein, das wäre zu einfach, wir wollen unseren Lizenzdschungel behalten. So wie die Telcos: wenn der Kunde gar nicht mehr versteht, was er eigentlich an Preis/Leistung kauft, kann ich ihm leichter was teureres unterjubeln…

    MS nervt irgendwie nur noch und ich bin froh, nach 15 Jahren Windose endlich bei Mac OS zuhause zu sein.

  5. robert
    schrieb am 6. Februar 2009 um 12:38 Uhr (#)

    Ich hab bei MS schon seit Jahren das Gefühl das die Entwickler hervorragende arbeit machen, dann die Manager kommen und ihnen gehörig die Suppe vermiesen. Vista Beta lief auch super, dann kam der Release und alles war langsam und lief krumm. Bei Windows 7 wird das sicher besser sein, ist ja auch nicht wirklich viel geschehen, aber dennoch wird zuviel Salz in der Suppe sein.
    Arbeit jetzt weiter mit meinem OsX vor Professionals…

  6. Hans
    schrieb am 8. Februar 2009 um 11:59 Uhr (#)

    @robert: Es gibt im Hause MS definitiv Abteilungen, die einen super Job machen, z.B. im Bereich Entwicklungswerkzeuge – Visual Studio ist seit vielen Jahren ein Knaller und hat als IDE keine Konkurrenz zu fürchten. Wenn man dagegen z.B. Xcode von Apple sieht oder auch das ach so tolle Eclipse Framework… Keine Chance gegen VS in Sachen Produktivität, Stabilität, Erweiterbarkeit, Dokumentation usw..

    Im Bereich Betriebssysteme jedoch ist das eine Katastrophe. Man braucht in meinen Augen auch gar nicht zwischen Entwicklern und Managern zu unterscheiden – für den Kunden zählt nur, was “hinten raus” kommt. Und das war bei Vista eben buchstäblich Mist.

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