Genius Navigator 525 Laser im Test:
Die sensible Maus

Die Genius Navigator 525 Laser hat ein sogenanntes OptoWheel – ein Scrollrad, das nicht mechanisch, sondern optisch abgetastet wird. Was bringt dies in der Praxis?

Mäuse mit optischer LED-Abtastung sind inzwischen Standard und für unter 10 Euro zu haben – mit verdreckenden und durchrutschenden Rollkugeln plagen sich Leute, die ihre Computerhardware selbst kaufen, nicht mehr herum.

Laserabtastung ist dabei noch besser als nur optisch – die Auflösung / Genauigkeit der Mausführung steigt und die Hand wird weiter entlastet. Die Genius Navigator 525 Laser kostet offiziell knapp 30 und in der Praxis teils gerade einmal 20 Euro. Alleine dies wäre schon ein Argument. Doch sie hat auch noch das “OptoWheel”:

Genius war in den Anfangstagen der PC-Maus die Marke, die günstig brauchbare Produkte anbot. Danach geriet der Name in Vergessenheit, galt als Billigmarke. Genius kommt aus Taiwan, das dahinterstehende Unternehmen heißt eigentlich KYE Systems.

Doch Genius-Mäuse gibt es immer noch. Und ja, sie sind immer noch billig. Und immer noch gut. Doch nachdem Apple nun endlich die Zwei-Tasten-Maus entdeckt hat, präsentiert Genius die Null-Tasten-Maus – oder doch Sechs-Tasten-Maus?

Auf die üblichen Maustasten verzichten die Genius Mäuse Traveler 525 Laser und Navigator 525 Laser nämlich: Sie werden durch Kippen bzw. “Massieren” der Mausoberfläche (anstelle der üblichen Maus-Tasten) und Streicheln des OptoWheels (anstelle eines Scrollrads) gesteuert! Wir testeten die nach unserem Geschmack hübschere Navigator 525 Laser.

Genius hat sie speziell für den Einsatz unter Vista entwickelt, und da kommen nun doch wieder jede Menge Tasten ins Spiel: Zwei Sondertasten auf der linken Seite starten unter Micosoft Vista die Internetsuche Smart IE Search und die Bildergalerie. Braucht natürlich kein Schwein Mensch, aber schadet auch nicht, da diese Tasten kaum versehentlich gedrückt werden, so wie die leider auch mit Standard-Microsoft-Treibern aktiven seitlich angebrachten Browser-”Vor”- und “Zurück”-Tasten an Logitech-Mäusen, denen schon so mancher Blogeintrag ausgerechnet beim eigentlich beabsichtigten Anklicken der Speicherfunktion zum Opfer fiel.

Ein Druck auf das OptoWheel aktiviert in Vista den Taskmanager Flip 3D. Eine Wippe auf der rechten Seite dient zum Zoom auf geöffnete Fotos oder Dokumente. Auch dies entbehrlicher Schnickschnack.

Mit dem “blauen Auge”, dem OptoWheel wird die darüber bewegte Hand allerdings dann so ähnlich abgetastet wie der Untergrund von einer normalen optischen Maus. Damit verspricht Genius etwa 50-mal präziseres Scrollen als mit dem üblichen Scrollrad.

Das funktioniert nun auch mit Microsoft Windows XP und da sowohl der eigentliche Maussensor in Lasertechnik mit 1600 dpi (reduzierbar auf 800 dpi) als auch das Opto-Wheel sehr sensibel reagieren, wird die Hand tatsächlich entlastet. Die neue Maus ist also nicht nur ein optischer Gimmick.

Die beiden klassischen Maustasten sind dabei übrigens immer noch als Klicktasten vorhanden, nur wesentlich großflächiger ausgeführt – so wie auch Logitech dies bei seinen aktuellen Lasermäusen hält. Auch das Design ist hier ziemlich ähnlich und verzichtet lediglich auf die bei Logitech ausgeprägte Anpassung an die rechte Hand, die den Arm zusätzlich entkrampft, aber eine andere Ausführung für Linkshänder erforderlich macht.

Wirklich neu ist bei der Genius Navigator 525 Laser also nur das “blaue Auge”. Doch das – und der Preis macht sie auf jeden Fall zur Empfehlung.

Genius Navigator 525 Laser

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1 Kommentar

  1. Malte Landwehr
    schrieb am 29. Januar 2009 um 21:02 Uhr (#)

    Diese Minitouchpad als Mausradersatz klingt ziemlich interessant. Da ich kein Vista nutze ist es für mich natürlich nicht sehr interessant aber ausprobieren werde ich es definitiv, falls ich die Maus mal bei Mediamarkt oder Saturn rumstehen sehe.

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