Sony SRX-T und NEC Multisync LCD8205:
Size matters!

Full HD oder nicht: mit den meisten Flachbildschirmen mag sich ein Kinogefühl in den eigenen vier Wänden nicht einstellen, und bei größerem Auditorium erst recht nicht. Wer Batman & Bond wirklich auf sich wirken lassen will wie im Lichtspielhaus, der braucht einen richtig großen Bildschirm oder Projektor. Wie den NEC Multisync LCD8205 oder die neuen Sony SRX-T-Beamer.

Der NEC LCD8205 bietet 82 Zoll Diagonale, das sind etwas mehr als 2 Meter. Natürlich ist das Panel auch “Full HD”, hat außerdem einen Kontrast von 2000:1 sowie einen Einblickwinkel von 178° (das sind fast 100%). Ein integrierter Sensor misst das Umgebungslicht und stellt den Helligkeitswert entsprechend ein (max. 600 cd/qm). Da dieses Gerät für den professionellen Einsatz gedacht ist, gibt es zwar DVI-D (mit HDMI-Unterstützung) und SPDIF-Audio-In, aber keinerlei integrierten Empfänger – doch die ganzen DVB-T-Empfänger in den Full-HD-Fernsehern sind sowieso wie Fahrradreifen auf einem Porsche. Kinofans zucken müde mit der Wimper und schließen eine HDTV-Settopbox und/oder ein vernünftiges Blu-Ray-Laufwerk an.

Der NEC Multisync LCD8205 wird ohne Standfuß geliefert und sollte an eine stabile Wand gehängt werden. Das Gerät ist ab Februar für etwa 60.000 Euro zu haben. Wem die Show an der Wand nicht reicht, kann für seinen Saal zuhause auch einen Projektor einsetzen, aber wenn schon, dann den Sony SRX-T105 oder SRX-T110. Wer sich einen dieser Bildwerfer kauft, braucht auf Jahrzehnte kein neues Gerät mehr, höchstens eine neue Lampe, doch auch damit kann man sich Zeit lassen, denn die Projektoren verfügen über ein Dual-Lampensystem – fällt eine aus, übernimmt die andere automatisch, oder beide zusammen sorgen für eine noch größere Helligkeit.

Full HD war gestern

Was die Auflösung betrifft: Die beiden SRX-T-Projektoren geben sich nicht mit Full-HD zufrieden, sondern bieten schon den Nachfolge-Standard, “4K” genannt. Die Auflösung beträgt hier mehr als viermal Full HD, nämlich 4.096 x 2.160 Bildpunkte, das sind 8,8 Millionen Pixel. Mit einem Computer und einer entsprechenden Grafikelektronik können so beispielsweise atemberaubende Diashows von Digitalfotos durchgeführt werden. Alle darunter liegenden Standards schaffen sie auch, so kann man sich Blu-Ray-Filme in bester Qualität anschauen. Die Preise (SRX-T105 ca. 70.000 Euro, SRX-T110 ca. 90.000 Euro) qualifizieren die Geräte natürlich neben professioneller Anwendung nur für den “pekuniär besser gestellten” Privatmenschen.

Apropos 4k: Wer keinen Platz für Projektor und Leinwand hat und mehr Darstellungsfläche mit dem NEC-Display haben will, kann mehrere davon zu einem größeren Feld zusammenstecken. Der einzige Haken sind dann die Ränder in der Mitte des Bildes – also eignet sich so etwas nur für Präsentationen und weniger für Kinovergnügen (zumal es das entsprechende Futter ja noch gar nicht gibt).

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