Audio Bone Headphones:
Hören ohne Ohren

Fast jeder rennt unterwegs mit Stöpseln, um Musik zu hören, oder Hörbücher oder was der Lebensabschnittsgefährte am Handy alles zu erzählen hat. Das kann unter Umständen gefährlich werden, da die Ohren meist durch die Kopfhörer belegt sind. Vom japanischen Hersteller Goldendance gibt es jetzt einen, der den Klang über die Schädelknochen direkt zum Innenohr übermitteln.

Audio Bone Kopfhörer übertragen den Schall über die Schädelknochen (Bild: Gamechanger)
Audio Bone Kopfhörer übertragen den Schall über die Schädelknochen (Bild: Gamechanger)
So bleiben die Gehörgänge frei für wichtige akustische Informationen oder die Umgebung. Wer sich an seine Kinderzeit zurückerinnert, kennt das Prinzip des Körperschalls über die Schädelknochen: als wir die Spieluhren auf dem Kopf abspielten und uns die Ohren zuhielten. Ähnlich funktionieren auch die “Audio Bone”-Kopfhörer. Sie werden seitlich vor den Ohrmuscheln aufgelegt. Das Prinzip ist nicht neu, tatsächlich reklamiert der Hersteller sogar Beethoven als ersten, der es benutzte.

Wie vielleicht jeder schonmal mitbekommen hat, war der Meister nämlich fast taub. Die einzige Chance für ihn, dass er auch etwas von seiner Musik mitbekam, war ein Stab, den er an seinem Piano befestigte und zwischen den Zähnen festhielt. Das Prinzip macht sich den Körperschall zunutze, über den die Klänge direkt zum Innenohr gelangen.

Für die “Audio Bone Headphones”, die es seit kurzem auch in den USA gibt, bedeutet das: man legt die Schallwandler nicht auf die Ohrmuscheln sondern davor oder darüber auf. Der Hersteller verspricht einen Frequenzgang von 35 Hertz bis 12 kHz – allerdings muss man hierfür die Lautstärke deutlich höher einstellen als bei herkömmlichen Kopfhörern. Dafür bekommt die Umgebung nichts mit von den Klängen. Weiterer Vorteil: mit den wasserfesten Modellen kann man auch unter Wasser Musik hören. Die Audio Bone-Headphones gibt es ab 189 US-Dollar direkt beim US-Distributor.

Website des japanischen Herstellers

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8 Kommentare

  1. Name
    schrieb am 13. Januar 2009 um 09:24 Uhr (#)

    Das ist praktisch, so hört man neben seiner Musik bzw. seinem Audiobook auch gleich noch das Gequatsche der U-Bahn-Mitfahrer und braucht auch auf den Verkehrslärm, um den sich 40 Mio. deutsche Autos redlich bemühen, nicht zu verzichten. Sozusagen das Cabrio unter den Kopfhörern.

  2. Volli
    schrieb am 13. Januar 2009 um 10:21 Uhr (#)

    Mich würde mal die Klang-Qualität interessieren. Kann dieses System mit herkömmlichen Kopfhörern (plugs) mithalten?

  3. hathead
    schrieb am 13. Januar 2009 um 10:26 Uhr (#)

    Ist es wirklich ein vorteil unter Wasser Musik hören zu können? Sonst finde ich die Idee eigentlich recht gut, zumal anzunehmen ist, dass die Ohren dadurch nicht so arg geschädigt werden wie sonst. Jetzt brauche ich eigentlich nur noch eine Datenbrille…

  4. hathead
    schrieb am 13. Januar 2009 um 10:27 Uhr (#)

    Wer lesen kann ist klar im vorteil. Ihr habt ja gestern schon über eine geschrieben… *freu*

  5. Name
    schrieb am 13. Januar 2009 um 10:54 Uhr (#)

    Hallo hathead,

    ich befürchte, es ist davon auszugehen, dass die Ohren dadurch mehr geschädigt werden, denn der schädigende Einfluss findet im Innenohr statt, wo die Schwingungen in Nervenreize umgewandelt werden -> Wikipedia/Ohr und dieser Schritt wird durch die Dinger nicht umgangen. Durch die fehlende Abdichtung des Ohres muss man mit diesen Dingern aber tendenziell lauter hören, um Außengeräusche zu überspielen, also schädigt man das Ohr mehr.
    Eine Option wäre aber sie zusammen mit Gehörschutz-Ohrstöpseln zu verwenden, das wäre dann sowas wie ein Cabrio mit Dach – elegant die Nachteile von beiden kombiniert ;-)
    Allerdings könnte man mit Ohrstöpseln eine stärkere Abdichtung von Umgebungsgeräuschen erzielen, was in Richtung Hörgenuss und verringerter erforderlicher Hörlautstärke wieder ein Gewinn wäre. Aber einfacher hat man das natürlich mit stark abdichtenden Ohrhörern, da braucht man nicht durch das Auge ins Ohr…

  6. Doc
    schrieb am 13. Januar 2009 um 14:05 Uhr (#)

    Musik unter Wasser ist villeicht nicht sinnvoll, aber um zu Hören was die Leute an der Oberfläche zu sagen haben ist eher sinnvoll.

    Ich wollte schon fast sage um mit denen zu komunizieren… hm… das lass ich doch lieber ;-)

  7. stone
    schrieb am 13. Januar 2009 um 19:41 Uhr (#)

    bräucht ich nur mehr einen wasserdichen ipod^^ …

    (und wer nennt das sinnvoll, dass man die umgebung noch wahrnimmt – ich bevorzuge denau das gegenteil mit meinem ipod)

    naja … trotzdem ganz nett, aber brauchen kann ichs nicht!

  8. nPnG
    schrieb am 21. Mai 2009 um 07:06 Uhr (#)

    Gibt die Kopfhörer unter http://www.audiobone.de
    Die Wasserfesten kosten 129,00 €

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