T-Mobile G1:
Erster Kurztest des Android Handys
Endlich ist das T-Mobile G1 auch in Deutschland angekommen. Bei einer Präsentation am Donnerstagabend in Berlin hatten wir die Gelegenheit es einem ersten Test zu unterziehen.
Das neue Handy Betriebssystem Android hat in den USA durchaus für einige Aufregung gesorgt. Nicht nur, weil man sich sorgt, dass Google nun auch die Daten der Handynutzer in die Hände bekommt, sondern auch, weil es tatsächlich Begeisterung ausgelöst hat. Das T-Mobile G1 ist das erste Mobiltelefon, das mit dieser Software ausgestattet ist. Seit Oktober ist es in den USA erhältlich, im ersten Quartal 2009 wird es auch in deutschen T-Mobile Läden zu finden sein. Aber ist es wirklich so gut, oder gar besser als das iPhone?:
Look & Feel
Um es klar zu sagen: ich war überrascht. Positiv überrascht. Die ersten Bilder die man vom G1 sehen konnte, vermittelten nicht unbedingt den Eindruck, dass es sich allein vom “Anfassgefühl” um ein hochwertiges Handy handeln würde.
Bedienung – Menü
Hat man ein neues Handy in der Hand, braucht man meist immer ein paar Minuten, bis man sich zurecht findet. Das ist beim G1 nicht anders, aber die wichtigsten Funktionen sind sehr schnell gefunden. Mittels eines kleinen Clips kann man die Grundfunktionen des Telefons auf dem Touchscreen in den Vordergrund ziehen und von dort aus wählen. Man kann aber auch die Programme, die man am häufigsten verwendet auf den Desktop ziehen und von dort aus erreichen. Alle ist logisch angeordnet, eine Bedienungsanleitung braucht man nicht unbedingt.
Bedienung – Touchscreen
Der große Touchscreen reagiert gut, scrollen auf Webseiten funktioniert ohne Rucken und Schlieren. Da gibt es nichts zu meckern. Wohl aber an der Zoomfunktion. Man kann nicht wie beim iPhone mittels einer Fingerbewegung in Seiten hinein zoomen, sondern muss dafür eine Lupe bedienen, die am unteren Bildrand eingeblendet wird. Das funktioniert zwar gut, ist aber im ersten Moment ungewohnt. Da ist das iPhone doch etwas intuitiver.
Bedienung – Allgemein
Keine große Probleme macht die sonstige Bedienung des Telefons. Die Kamera reagiert gut, auch wenn die Auslösung im dunklen Umgebungen beim vorliegenden Testgerät noch etwas verzögert kam. Ansonsten findet man sich schnell zu recht und wenn man unbedingt telefonieren will geht das auch sehr gut. Sprach- und Tonqualität waren tadellos.
Die Feature des G1
Um es gleich zu sagen – wer Android in seiner vollen Pracht nutzen möchte, sollte kein Problem mit Google haben. Sämtliche Applikationen, die man von Google aus dem Netz kennt, sind auf dem Handy vorhanden. Mail, Kalender und die Kontakte werden über das Netz synchronisiert. Per Google Chat kann man auch sofort sehen, ob Freunde und Geschäftspartner gerade online sind. Das funktioniert alles wundervoll und reibungslos. Ein Beispiel: will man ein Foto versenden, bietet einem die Software nach der Aufnahme sofort eine “Share” Möglichkeit an. Klickt man drauf, landet man bei Google Mail und kann das Foto wohin auch immer versenden oder man schickt es direkt per Google Chat an einen Freund. Das geht alles sehr schnell und ohne Probleme. Die Fülle der schon eingebauten Feature ist sehr groß und ich konnte jetzt nicht alles testen. Wir holen das aber im nächsten Jahr, wenn es Testgeräte geben soll, auf jeden Fall nach.Der Marketplace
Was bei Apple der App-Store ist, dass ist bei Google der Marketplace. Klar, ohne Applikationen kommt heute kein neues Handy mehr aus. Der Marketplace ist noch relativ jung und hat daher noch nicht die Auswahl, die Apple bietet, was sich aber sicher ändern wird. Denn im Gegensatz zu Apple will man den Entwicklern mehr Freiheiten lassen. Ich habe über den Marketplace den Opera Mini 4.2 runter geladen und installiert. Klappte sehr gut und ohne Probleme, allerdings ist Opera Mini nicht speziell für Android geschrieben, so dass er etwas sperrig zu bedienen war. Da wird sicher nachgebessert. Auch ein Chatprogramm ließ sich problemlos einfügen. Bemerkenswert – alle runtergeladen Apps werden in einer Art “virtuellen Store” gesammelt. Muss man das G1 auswechseln, werden die alten Apps bei der ersten Aktivierung des neues Telefons automatisch wieder runtergeladen und im Menü eingefügt. Das gilt auch für alle anderen Daten.Eine “Killer-Applikation” soll Wikitude werden. Tatsächlich sah das, was da vorgeführt wurde, sehr bemerkenswert aus. Auf dem realen live Kamerabild können geogetaggte Informationen von Wikipedia eingeblendet werden. Stehe ich zum Beispiel vor dem Kölner Dom, wird in das Livebild eine kurze Info zu Bauwerk eingeblendet. Android und Wikitude nutzen dabei den GPS-Empfänger des G1 und geotaggte Einträge aus Wikipedia. Im Moment muss die Software noch permanent ins Netz gehen, es soll aber länderbasierte Versionen geben, wo man die Daten auf der microSD Karte gespeichert hat.
Erstes Fazit
Ist das G1 besser als das iPhone? Nein. Das aber nicht, weil das iPhone nun unbedingt besser wäre. Das G1 wartet immerhin auch mit so etwas wie “Copy ‘n paste” auf. Aber nach meinem ersten Eindruck ist etwa so, als würde man Äpfel mit Birnen vergleichen. Das iPhone ist schick und glänzt beim Image, das G1 in Sachen Technik. In Sachen Internet gibt es zwischen beiden nur wenig Unterschiede, bei den Businessapplikationen könnte das G1 dann leicht die Nase vorn haben, wenn man sowieso sein halbes Leben Google anvertrauen möchte. Beim Image dürfte Apple besser dastehen, wenn man GPS basierte Applikationen nutzt, scheint das G1 besser zu sein.
Allerdings – Android begeistert tatsächlich sehr. T-Mobile mag die Nase vorn haben, aber wie man hört wollen Samsung und Sony Ericsson noch im ersten Halbjahr ihr eigenes Android Handy auf den Markt bringen. Wenn Marketplace läuft und das Betriebssystem noch ausgereifter ist, hat man ein sehr mächtiges Tool in der Hand. Dazu gibt Google mit mit Android auch einen Ausblick darauf, dass man in Zukunft Handyapplikationen per Cloud nutzen wird.
Ach so – ich hätte ja noch gerne geschrieben, wann das G1 kommt und was es kostet, aber da hält sich T-Mobile noch bedeckt.

































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Was hat denn der Netzprovider mit Handyherstellern zu tun?
Das es sich bei dem G1 um ein HTC-Device handelt wisst Ihr schon, oder? Und das T-Mobile auch Samsung und Sony Ericsson Geräte verkauft ebenso?
Ich bin gespannt wann das HTC TOuch HD mit Android kommt. Mit WinMobile ist es scheiße aber mit G OS könnte es gut werden :)
Deutschkurse gibt es beim Sozialamt kostenlos. Keinen falschen Scham.
Also mir gefällt das G1 wirklich gut. Kommt auf jeden Fall in die nähere Auswahl, wenn nächstes Jahr mein Handyvertrag verlängert wird. (Und ob es mit dem iPhone mithalten kann oder nicht ist mir ehrlich gesagt egal…)
Echt klasse Handy !