LaCie 4big Quadra:
Speicher en gros

LaCie bietet Speicherriesen für den Privatanwender: der 4big Quadra speichert maximal bis zu 6 Terabyte und lässt sich mit drei weiteren Geräten auf insgesamt 24 Terabyte ausbauen, ohne dass man ein Rechenzentrum anmieten muss.

Selbst bezahlbare Digitalkameras bieten inzwischen Auflösungen von 15, 20 oder mehr Megapixel und auch kleine Videokameras zeichnen im HD-Format auf: die Folge sind riesige Bild- und Filmdateien und ein geradezu explodierender Speicherbedarf. Die externe 100-Euro-Festplatte mit gerade mal 500 GB reicht da nicht besonders lange, und für größere Kapazitäten muss man in den “NAS”-Bereich gehen (Network Attached Storage), wo es schnell teuer, laut und vor allem unübersichtlich wird. Ein NAS lässt sich auch nicht mal eben so an jeden ALDI-PC andocken. LaCie sieht dieses Problem und bietet den 4bigQuadra an. Der sieht gut aus, lässt sich vielseitig anschließen, einfach konfigurieren und kann gut was wegstecken.

Der mit seinem blauen Auge an HAL 9000 erinnernde Speicherquader kann mit bis zu vier SATA-Festplatten bestückt werden und ist mit 2, 4 oder 6 Terabyte Kapazität lieferbar. Die Festplatten werden nicht als einzelne Laufwerke angesprochen, sondern können in verschiedenen RAID-Modi miteinander verbunden werden, um durch Spiegelung (doppelte Speicherung) bzw. Verteilung der Daten über mehrere Laufwerke hinweg eine besonders schnelle und sichere Aufbewahrung zu erlauben.

Der besondere Clou: werden mehrere (bis zu vier) 4big Quadra gestapelt oder verkettet parallel an einen Computer angeschlossen, kann die gesamte Kapazität gemeinsam genutzt werden. Ohne aufwändige Konfiguration eines teuren Netzwerkspeicherschranks stehen dem Anwender somit maximal 24 Terabyte zur Verfügung. Der Speicherung von hochauflösenden Digitalfotos im RAW-Format steht damit genauso wenig im Weg wie der Aufnahme der HDTV-Videodateien für den nächsten abendfüllenden Spielfilm eines Hobbyregisseurs. Dank des edlen Äußeren machen sie sogar im Wohnzimmer eine gute Figur und speichern dabei locker eine kleine Videothek.

Der LaCie 4big Quadra kostet mit 2 TB 840 Euro, die Vollausstattung mit vier 1,5-TB-Festplatten schlägt mit 1.730 Euro zubuche. Wer ein wenig mehr Speicher braucht, aber keinen zweiten Block kaufen will, der kann auch die Variante 5big Network kaufen, die im gleichen Gehäuse mit fünf Festplatten-Steckplätzen bis zu 7 Terabyte Kapazität bietet, das lässt sich aber nicht durch weitere Boxen erweitern. Tut mir leid, Dave.

Technische Daten

  • Kapazitäten: 2 TB (ca. 840 Euro), 4 TB (ca. 1.290 Euro), 6 TB (ca. 1.730 Euro)
  • Schnittstellen: eSATA 3Gbits, FireWire 800, FireWire 400, Hi-Speed USB 2.0
  • Schnittstellengeschwindigkeiten: eSATA 3Gbits: up to 3Gbits/s (300MB/s)
  • FireWire 800: bis 800Mbits/s (100MB/s)
  • FireWire 400: bis 400Mbits/s (50MB/s)
  • Hi-Speed USB 2.0: bis 480Mbits/s (60MB/s)
  • Laufwerke: max. 4 x SATA, 7.200 Upm, je 16 MB Cache
  • Seek Time (Read) : <10ms eSATA
  • Burst Transfer Rate (RAID0 max. drive speed)* :
    eSATA 3Gbits: 200-230MB/s
    FireWire 800: 80-90MB/s
    FireWire 400: 35-40MB/s
    Hi-Speed USB 2.0: 30-35MB/s
  • Burst Transfer Rate
    (RAID5 max. drive speed)* : eSATA 3Gbits: 200-220MB/s
    FireWire 800: 80-90MB/s
    FireWire 400: 35-40MB/s
    Hi-Speed USB 2.0: 30-35MB/s
  • RAID-Modi: RAID0, RAID 5, RAID 5+Spare, RAID 3, RAID 3+Spare, Concatenation, RAID 10
  • Besondere Ausstattung: LaCie Shortcut-Button (startet beliebiges Programm auf Knopfdruck), Backup Software Genie Backup Manager Pro mit Disaster-Recovery for Windows 2000, XP Vista, Intego Backup Manager Pro mit Disaster-Recovery für Mac OS X 10.4 and 10.5
  • Stromverbrauch: Standby 10,3 W; Betrieb zwischen 34 und 37 W
  • Kühlsystem: Ultra-leises Coolingsystem mit selbststabilisierendem Öldruck-Gebläse, Standby 25 bis 28 dBA, Betrieb: 25 bis 29 dBA
  • Maße (B x H x T in mm): 22,2 x 18 x 17,5
  • Gewicht: 7,1 kg

Website zur 4big Quadra

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9 Kommentare

  1. drsteino
    schrieb am 12. Dezember 2008 um 09:19 Uhr (#)

    …Der LaCie 4big Quadra kostet mit 2 GB 840 Euro, …

    AHHHHHHHHHHHHH ;)

  2. Schreibt hier auf dem Blog Thomas Jungbluth
    schrieb am 12. Dezember 2008 um 09:32 Uhr (#)

    Ist doch ein Schnapp, oder ;-) ?

    (nein, nur ein Test, ob unsere Leser auf aufpassen. Ich korrigiere das…)

  3. Doc
    schrieb am 12. Dezember 2008 um 10:49 Uhr (#)

    Hallo :-)

    Ich bin mit einem Satz nicht ganz einverstanden: “Verteilung der Daten über mehrere Laufwerke hinweg eine besonders schnelle und sichere Aufbewahrung zu erlauben.”

    Schnell: ja
    Sicher: Auf keinen Fall!

    Ist eine Festplatte der, sagen wir mal 4, defekt, so sind alle Daten hinüber.
    Denn die Daten werden eben verteilt, also auch “zerstückelt”.

    Beim “clonen” von den Disks ist es zwar langsamer, aber sicherer. Dann kann man trotzdem weiterarbeiten bis die defekte Festplatte ersetzt ist, ohne sofort Panik zu schlagen ;-)

    Korrigiert mich, wenn ich totalen Müll verzähle hier ;-)

  4. robert
    schrieb am 12. Dezember 2008 um 17:22 Uhr (#)

    Etwas teuer? Für den günstigsten Preis bekommt 8 x 1 Terabyte myBooks.
    Also Server Raid mit Fibercable wäre es schon ok… hats aber nicht.

  5. ppgg
    schrieb am 12. Dezember 2008 um 18:03 Uhr (#)

    Hi,
    was soll das Teil denn mit NAS zu tun haben? Der Beschreibung nach verfügt es über keine Netzwerkschnittstelle; danach ist das schlicht eine externe Festplatte (externer Festplattenverbund). Auch nicht schlecht, aber für einen ähnlichen Preis bekomme ich auch schon ein leistungsfähiges _richtiges_ NAS mit wesentlich mehr Funktionalität.

    @Doc: Stimmt so nicht; bei Raid 5, 6, 10 kann durchaus eine Platte ausfallen, ggf. sogar zwei, ohne Datenverlust. Allerdings geht durch die mit den entsprechenden Raid-Leveln verbundene Redundanz natürlich Kapazität verloren. Ein Backup ist aber davon unabhängig immer nötig.

  6. Schreibt hier auf dem Blog Thomas Jungbluth
    schrieb am 12. Dezember 2008 um 18:33 Uhr (#)

    @robert Acht 1-TB-Speicher bieten keine RAID-Funktionalität wie das LaCie und brauchen bei weniger Kapazität mehr Schnittstellen.

    @ppgg Dass das ein NAS ist, steht da oben gar nicht, sondern dass bei größeren Datenmengen normalerweise ein NAS eingesetzt wird. Wie auf einem weiteren Foto (auf das Bild des 4big klicken) zu sehen ist, braucht man für mehrere 4bigs eine USB-Mehrfach-Schnittstellenkarte.

  7. Ulf
    schrieb am 13. Dezember 2008 um 09:21 Uhr (#)

    @DOC: erhöhte Sicherheit UND erhöhte Geschwindigkeit bekommst du z.B. mit einem RAID 5 hin.
    Bei “clonen” hast du KEINEN Geschwindigkeitsverlust!

  8. Michael
    schrieb am 14. Dezember 2008 um 23:21 Uhr (#)

    Das Teil sieht schon geil aus, aber für 800€, ne danke^^

  9. Homunkulus
    schrieb am 19. Dezember 2008 um 19:59 Uhr (#)

    Also,

    Ich benötigte ein Raid-System für ein Backup. Aus diesem Grund habe ich mich für dieses von LaCie entschieden. (6 TB, FW800, 4 Disk´s) . Die bereits oben erwähnten Durchsatzgeschwindigkeiten hatte ich auch vorher gelesen und meiner Meinung nach völlig ausreichend. Doch der erste Test war ernüchternd. Standard bei der Auslieferung ist RAID 0. In dieser Konfiguration kam das Raid nicht weit über 50 MB/s. R/W – Da ich aber Raid 5 nutze, fielen die Transferraten noch schlechter aus. Gerade mal 18-20 MB/s Write bekommt die Kiste hin. Read liegt bei knappen 50 MB/s. Das ganze am 8 Kern MAC PRO über FW 800! Ein Plus – es ist sehr leise…

    Für den Preis, – definitiv zu langsam.

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