Lenovo ThinkPad USB Secure:
Keine Daten ohne Code

Mit einer Echtzeit-Verschlüsselung und integriertem Zahlenblock schützt Lenovos externe USB-Festplatte die Daten von bis zu zehn Benutzern.

Ausgerechnet aus China, das nicht grade das Land ist, mit dem man den Schutz der Privatsphäre assoziiert, kommt eine Festplatte, die ihren Inhalt bombenfest halten können soll.

Auf diesem Feld haben wir schon einiges gesehen, das meiste ausgerüstet mit einem Fingerabdruckscanner und in Form von USB-Sticks – und nie waren die Kritiker überzeugt, dass der Speicher wirklich sicher sei.

Im Fall Lenovo sieht die Geschichte ein bisschen anders – nicht besser, aber eindeutig solider – aus:

Mit einem Nummerneingaben-Block wirkt die Harddisk im alten IBM-Bürograu-Design fast so vertrauenswürdig wie ein Bankomat.

Die Harddisk mit einem USB-Einzugskabel lässt sich erst zur Herausgabe der Daten bewegen, wenn der Benutzer einen ursprünglich eingetippten Zahlencode erneut eingibt. Dabei soll das Sicherheitssystem erstens blitzschnell sein und erfüllt zugleich den 128-bit AES (Advanced Encryption Security) Standard. Sämtliche Daten werden permanent in Echtzeit verschlüsselt.

Das schöne daran: Das Thinkpad-Harddisk-Gehäuse nimmt bis zu zehn verschiedene Codes für verschiedene Benutzer und einen “Administrator” auf. Man kann also den Safe teilen.

Kritik wird zweifellos dennoch laut werden. Verschlüsselung ist nun mal per se für Laien nicht durchschaubar. Eine externe Harddisk allerdings, auf der ausschliesslich verschlüsselte Daten liegen, die nur vom Controller zusammen mit dem Code entschlüsselt werden können, das macht Eindruck.

Die Hochsicherheits-Festplatte kommt demnächst in den USA auf den Markt mit einem Preis von umgerechnet 150 Euro für die 160GB Platte und rund 170 Euro für die 320GB Version.

ThinkPad USB Secure Drive Pressetext

[Via RegHardware]

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1 Kommentar

  1. Axel B.
    schrieb am 16. November 2008 um 16:08 Uhr (#)

    Wenn ich schon daran denke wie viele “defekte” usb Festplatten verzweifelter Kunden mit wichtigen Geschäftsdaten ich schon in die Finger bekommen habe. Jedesmal das selbe usb controller abgeraucht. Das dürfte dann wohl bei einer Hardwareverschlüsselung echt ein GAU sein. Naja jeder wie ers mag. Ich bleib bei TrueCript sieht zwar nicht so eindrucksvoll aus, aber mindert nebenbei noch imens die Wahrscheinlichkeit einer chinesischen backdoor.

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