ELV Funkthermometer WS 7050 im Test:
Sauwetter ablesen für 10 Euro
Funkthermometer gibt es inzwischen schon für 9,95 Euro. Taugen die was? Wir knöpften uns das Modell ELV WS 7050 vor.
Billige Funkthermometer gibt es inzwischen überall. Nachdem selbst teure Wetterstationen mitunter ihre Macken haben, wollten wir nun einmal wissen, was man so für 10 Euro bekommt und untersuchten das Modell WS 7050 von ELV.Kann das billige Gerät wirklich mit den meist deutlich teureren Wetterstationen mithalten? Das Ergebnis ist gar nicht so schlecht: Zwar arbeitet die WS 7050 auf 433 MHz – damit ist sie auf demselben Kanal wie Autoschlüssel, Amateurfunkfernsehen, Fernbedienungen, Alarmanlagen und Funkkopfhörer der jeweils billigeren Bauart.
Es kann also schon einmal stundenlange Aussetzer geben, wenn der Nachbar drahtlos Musik hört. 433 MHz ist eine ISM-Frequenz (Industrial, Scientific, Medical), also eine “Funk-Müllhalde”. Die ungestörten 868-MHz-Übertragungen findet man bei den Billiggeräten aufgrund der Zulassungskosten leider nicht.
Ebenso leidet auch die WS 7050 unter der Krankheit der meisten drahtlosen Wetterstationen: Sensor und Basisstation synchronisieren sich in den ersten Minuten nach Einlegen der Batterien – und dies muss nach jedem Batteriewechsel in Sensor oder Basisstation wiederholt werden.
Da die Station aber wirklich nur Temperatur und Feuchtigkeit anzeigt, nicht Uhrzeit, Luftdruck oder weiteres – ist weiter auch nichts erforderlich: das ständige Neuprogrammieren aller Einstellungen nach dem Batteriewechsel wie bei komplexeren Geräten bleibt einem hier erspart.
Ungewöhnlich ist, dass die Microzellen AAA hier nicht im Sensor vorgesehen sind, wie bei den meisten Wetterstationen, sondern in der Basisstation. Warum sie überhaupt vorgesehen werden statt den genauso teuren und dreimal so kapazitiven Mignon-Zellen AA, weiß man nicht – anscheinend lag dem Designer viel daran, die WS 7050 möglichst klein zu bauen.
Doch ist die übliche Kombination – Microzellen im Sensor, Mignonzellen im Empfänger – ständiger Quell von Ärger, da dieser ja senden muß und die “kleinen Scheißdinger” im Sensor dann alle paar Monate leer sind, zumal sie bei Temperaturen unter 0°C massiv in der Lsitung nachlassen. Da verspricht die hier gewählte Variante mehr FreudeDie Basisstation ist trotz ihrer Kleinheit gut ablesbar und bietet zusätzlich auch noch das Ablesen der täglichen Maximal- und Minimalwerte. Der Außensensor ist – wie bei dem Preis nicht anders zu erwarten – nur bedingt witterungsfest und sollte geschützt an einer Mauer eines Fensters etwas vertieft montiert werden. Seine Reichweite ist begrenzt, doch ausreichend.
Funkthermometer ELV 7050, 9,95 Euro






























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