Apple MacBook im Test (2/2):
Spieglein, Spieglein…

Im letzten Teil des MacBook-Tests haben wir uns das Gehäuse, die Schnittstellen und vor allem das Trackpad genauer angeschaut. Heute widmen wir uns dem Display und der Tastatur und ziehen Fazit. Link zu Teil 1 des Tests

Schön und edel sieht es aus, das neue, aus einem Aluminiublock gefräste MacBook. Doch das Aludesign ist nicht alles, was das kleine Apple-Notebook zu bieten hat. Die meisten Neuigkeiten verstecken sich schliesslich im Bauch bzw. dem Deckel des MacBooks. So zum Beispiel auch das 13.3-Zoll-Display, das nun dank einer LED-Hintergrundbeleuchtung heller und energiesparender strahlt als je zuvor, dafür aber auch, aufgrund der verspiegelten Glasoberfläche mehr Licht reflektiert als je zuvor.

Das Display im Breitbild-Format stellt Bilder mit einer Auflösung von bis zu 1280×800 Pixel dar und ist durch eine Glasplatte abgedeckt, die bis zum Rand des Laptop-Deckels reicht. Der ganze Bildschirm inklusive Rand ist also eine ebene Fläche, was den Vorteil mit sich bringt, dass sich, nicht wie bei den älteren Modellen, Staub in der Kante zwischen Display und Deckel ansammeln kann. Und ich muss schon zugeben, dass dieses Display eine wahre Freude ist – hell, tolle Farben, glasklare Darstellung, dank LED-Hintergrundbeleuchtung sofort da, einfach Spitze. Diese Freude wird aber getrübt, sobald man ein Fenster im Rücken oder Deckenlampen in unvorteilhaften Winkeln zum Display hat. Spieglein, Spieglein auf dem Schreibtisch, sage ich da nur (dies sieht man ja zum Beispiel auch auf dem Foto oben)…

Bleiben wir doch gleich beim Thema Licht. Bei der Tastaturbeleuchtung kommt nämlich wirklich Freude auf. Dank dem eingebauten Helligkeitssensor, der neben der iSight-Kamera angebracht ist, leuchten die Tasten automatisch und je nach Umgebungslicht heller oder dunkler. Klasse Idee, schön umgesetzt – umso unverständlicher ist es, dass die Tastaturbeleuchtung nur beim High-End-Modell (mit dem 2.4GHz-Prozessor) eingebaut wird. Apropos iSight: wäre es nicht möglich, eine Kamera mit etwas mehr Auflösung als 640 x 480 Pixel einzubauen? Schaden würde es ja wohl niemandem.

Ihr wollt wissen, wie das neue MacBook im täglichen Gebrauch abschneidet? Nun ja, in unserem Test machte sich vor allem der 2.4GHz-Prozessor bemerkbar. Verglichen mit meinem persönlichen MacBook (mit 2.16GHz-Prozessor und ebenfalls 2GB RAM) geht es beim Testgerät doch deutlich flotter zu, wobei wohl auch die Nvidia GeForce 9400M ihren Beitrag dazu leistet. Die hohe Geschwindigkeit schlägt sich aber auch in der Akkuleistung nieder. “Arbeiten” kann man im Akkubetrieb knapp drei Stunden, wenn der Airport eingeschaltet ist, etwas weniger. Zum Vergleich: bei meinem inzwischen gut einjährigen MacBook hole ich aus dem Akku eine gute Stunde mehr heraus. Diese Entwicklung finde ich wirklich alles andere als toll. Mehr Leistung ist schon gut und recht, aber diese sollte nicht auf Kosten der Mobilität erfolgen.

Mein Fazit? Das neue MacBook ist ein wunderbar verarbeiteter Laptop in schönem Design und sicherlich noch hübscher als die alten Modelle mit Kunststoffgehäuse. An einigen Orten gibt es, wie man in diesem und dem letzten Teil nachlesen kann, etwas zu meckern, alles in allem ist das neue MacBook aber ein Gerät, welches ich sofort kaufen würde.

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MacBook imTes2 thumb
MacBook imTes2 thumb

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5 Kommentare

  1. christian
    schrieb am 29. Oktober 2008 um 13:24 Uhr (#)

    (Ich schätze mal es geht jetzt noch 2-3 Minuten bis der erste wegen dem Glossy Display losheult…)

  2. robert
    schrieb am 29. Oktober 2008 um 15:32 Uhr (#)

    ich frag mich immer wer die hinterleuchtet Tastatur braucht. Der Bildschirm ist doch nicht ständig schwarz? Da fällt genug Licht ab.
    Es wäre ja sicher ganz nett, wenn den die Tasten nicht spiegeln würden (Fett!!) dann ist nämlich die Reflexion vom Bildschirm heller als die Leuchtschrift.
    Lieber das 10 Finger System lernen, dann braucht man das nicht. Sicherlich ist der Laptop so auch billiger.

  3. Dave
    schrieb am 29. Oktober 2008 um 17:21 Uhr (#)

    Also ich finde den Glossy Display gar nicht so schlimm! Ich dachte das sei dann wirklich so unangenehm, wie man überall liest. Ich selber arbeite immer noch auf einem Powerbook mit mattem Display. Ich finde das Display des Mac Books sehr angenehm beim arbeiten.

  4. Claudio
    schrieb am 30. Oktober 2008 um 09:23 Uhr (#)

    Im Vergleich zum neuen MacBook Pro finde ich das Display beim MacBook viel schlechter. Das Display ist extrem überbeleuchtet, wenn man z.B. einen schwarzen Hintergrund oder einfach dunkle Farben hat wird kein sattes schwarz angezeigt, sondern ein extrem aufgehelltes. Ich habe dies 1:1 im Apple Store im Glatt verglichen und mich dann für das Pro Modell entschieden.

    Ich muss sagen, dass ich zuerst MacBook gekauft- und dann eingetaucht habe, da ich zu Hause dachte da kann was mit dem Display nicht stimmen.

  5. Denny
    schrieb am 11. Januar 2009 um 23:01 Uhr (#)

    Also ich finde das Display auch nicht so dramatisch. Ich habe neben dem neuen MacBook 2,4 GHz, auch noch ein MacBookPro aus dem Jahre 2007 mit welchem ich auch zufrieden bin. Zu dem MacBook kann ich nur sagen, mein Hauptgrund war der Unibody, der ist für unterwegs etwas robuster und man kann ihn auch schnell mal herholen. Zur Leistung: Bin ich begeistert, wirklich eine Steigerung, dass mit der Akkulaufzeit kann ich nihct bestätigen, bei mir läuft der Akku um die 4 bis 5 Std. Tastaturbeleuchtung: Also ich kann 10 Finger schreiben und möchte die Beleuchtung trotzdem nicht missen.

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