Sizilianische Scheidung in Online-Welt:
Realer Knast für virtuellen Mord

Wolf-Dieter Roth, 28. Oktober 2008 10:48 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Eine Japanerin, die in einer virtuellen Welt von ihrem virtuellen Ehemann geschieden wurde und diesen daraufhin virtuell ermordete, muß nun reell in den Knast.

In virtuellen Welten wie Second Life wird virtuell geheiratet, virtuell fremdgegangen – und virtuell geschieden. Letzteres geht dann schon einmal etwas rüde vor sich: Die 43-jährige Japanerin stellte bein Login in die koreanische virtuelle Welt “Maple Story” fest, daß ihr virtueller Ehemann sie virtuell abserviert hatte. Daraufhin sann sie auf Rache:

Sie loggte sich mit den Daten ihres Ex-Ehemannes ein und löschte diesen. Bzw. seinen Avatar.

Dafür soll es nun bis zu 5000 Dollar Strafe geben – US-Dollar, nicht Linden Dollar – oder fünf Jahre Haft. Real, nicht virtuell. Die Avatar-Möderin wurde dazu von der japanischen Polizei abgeholt und fast 1000 km zum Wohnort des um seinen Avatar gebrachten Mannes gefahren.

Tja, nicht mal virtuell seine(n) Ex umbringen darf man mehr…sch… Spiel ;o/ …und auf Spieler von Doom oder World of Warcraft dürften zukünftig ungeahnte Strafen zukommen.

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