GPS-Konkurrenz Glonass:
Auf den Hund gekommen

Das Russische GPS-Pendant Glonass soll mit staatlichen Mitteln endlich einsatzbereit gemacht werden. Putins Hund jedenfalls lässt sich bereits orten.

Was tut der Zar, wenn sein Hund immer wieder davonläuft? Er erschiesst ihn lässt das staatliche Satelliten-Navigationssystem GLONASS aus der Sowjetzeit endlich auf einen funktionalen Stand ausbauen. Bisher ist es zwar theoretisch fertig und es sind alle nötigen Satelliten in der Umlaufbahn – aber eben nur theoretisch, denn im Minimalausbau lässt sich das Netz nicht vernünftig und vor allem nicht global nutzen.

Diese Woche hatte Premier Vladimir Putin offenbar Gelegenheit, die teilweise funktionierende Ausrüstung an seinem Labrador Koni zu testen:

In Putins Prachtdomizil Novo-Ogaryovo ausserhalb Moskaus demonstrierten ihm die involvierten Wissenschafter und Unternehmer das System, welches in weiten Teilen mit dem GPS der Amerikaner identisch ist. Koni schiens nicht zu stören, dass er Testobjekt war.

Allerdings ist Glonass (Globales Navigations-Satelliten-System), das bereits im Jahr 1972 gestartet wurde, bis heute nicht voll einsatzfähig. Es fehlen noch einige der Erdtrabanten, um jederzeit vier Satelliten in “Sichtweite” zu haben, die trotz der theoretisch lediglich nötigen drei gebraucht werden, um eine genaue Positionsbestimmung vorzunehmen.

Dafür hat Putin erst im September einen Staatskredit von 1.8 Milliarden Euro bereit stellen lassen. Bis im Jahr 2012 soll dann auch das russische System voll funktionsfähig sein.

Leider ist der Wettbewerb der Systeme rein militärischer und prestige-Natur – für die Konsumenten wird dadurch nichts billiger. GPS kann seit eh und je kostenlos genutzt werden. Nur weiss man eben nie, wann die Amerikaner die Genauigkeit aus strategischen Gründen von drei Metern auf einen Kilometer umstellen.

Glonass in der Wikipedia

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1 Kommentar

  1. TheTeaser
    schrieb am 19. Oktober 2008 um 14:41 Uhr (#)

    vier satelliten braucht mann nur wenn man ein 3D ortung im raum haben muss.für eine 2d positionierung wie es für autonavis nötig ist reichen schon 3 satelliten.
    Also glonass muss gar nicht vollständig lauffen um damit die genuigkeit von gps empfängern zu erhöhen.
    wenn mann nämlich einen hybrid empfäner wie z.B. diesen hat
    http://www.laipac.com/gps_tf50_eng.htm
    kann mann dann einfach den mittelwert zwischen dem glonas und dem gps signal nehmen.
    und wenn dann das europäische gallileo sytem noch dazu kommt wirds noch einmal genauer.
    ebenfalls hat ja die japanische weltraum agentur auch schon laut darüber nachgedacht ein solchen system in eine umlaufbahn zu schiessen und da die chinesen seit neustem auchnoch allmächtig sind werden vermutlich auch die nicht allzulange auf sich warten lassen – mal sehn wie’s weiter geht.

    bei glonass ist übrigens bis heutte noch keine möglichkeit zur signal verschleierung bekannt

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