Therapieroboter Paro:
Geborgenheit für Kranke
Tiertherapie geht nun nicht nur mit lebendigen Tieren, sondern auch mit Robotern, die einen ähnlichen Effekt auf die Patienten haben.
Wenn es um die Therapie von Kranken und Alten geht, haben Tiere inzwischen einen immer größeren Stellenwert. Ob nun Delfintherapie oder doch “nur” der klassische Therapiehund, der immer mal wieder dem Altenheim oder der Kinderstation einen Besuch abstattet, vieles davon kann ein Stück des Lebensmutes und -willens zurückgeben.Das Nationale Institut für Angewandtes Industriedesign und Technologie in Japan hat nun nach 12 Jahren Entwicklungszeit mit Paro einen Therapieroboter auf den Markt gebracht, der sowohl Kindern auf der Krankenstation als auch beispielsweise dementen Personen ein wenig Nähe schenken kann.
Die Roboterrobbe ist gerade für solche Fälle gedacht, in denen die therapeutische Nutzung eines lebendigen Tieres entweder gefährlich oder unangebracht ist. Primärer Zweck von Paro ist die Entspannung der Patienten und die Aufrechterhaltung sozialer Bindungen. Letzteres klingt seltsam, wenn man aber weiß, dass viele Demente im Laufe ihrer Krankheit soziale Bindungen zu Plüschtieren oder Puppen aufbauen, ist es nachvollziehbar, was der Roboter leisten kann.




























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Na prima, noch ein mechanisches Gerät mit dem man Alte und Kranke ” beschäftigen” kann, und somit werden wohl wieder einige Menschen arbeitslos.
Diese Helfer braucht man schliesslich nur in die Steckdose zu stecken damit sie funktionieren, und pflegeleicht
sind sie dazu
Bitte noch mal lesen! Es geht um Einsatzgebiete bei denen ein echtes TIER nicht geeigenet wäre. Und nicht etwa um menschliche Pflegekräfte die ersetzt werden sollen – ausser die möchten sich gerne als kuschliger Golden Retriever verkleiden…
Genau, Paro wird nicht als Menschenersatz benutzt, sondern tatsächlich als Therapietierersatz. Gerade wenn Menschen etwas ungelenk sind, kann es manchmal von Vorteil sein, kein echtes Tier für die Therapie zu nutzen.
Hallo Ilex und Co
Echte , gut ausgebildete Hunde sind auf jeden Fall besser geeignet als ein mechanisches Ding.
Und ja, ich habe es sehr gut gelesen. Aber wenn man alte Menschen mit Robotern beschäftigen kann, spart man doch den meschlichen/tierischen Einsatz, Oder?
Und versetzt man sich einmal in die Lage der alten Menschen?
Da wird einfach angenommen die merken dass schon nicht, oder sind zumindest zufrieden dass sie überhaupt etwas zum Streicheln haben.
Und ich bleibe dabei- Pflegeleichter ist so ein waschbarer, wiederaufladbarer ” Freund” auf jeden Fall.
Ich finde die Idee sehr interessant und habe eine Bewohnerin bei uns im Pflegeheim im Auge, bei der es sehr spannend wäre auszuprobieren, ob ihr das “künstliche” Tier im Arm nicht ein Stück der Sicherheit geben kann, die sie so dringend braucht.
Wir arbeiten mit Besuchshunden und Kaninchen und machen damit wunderbare Erfahrungen. Aber kein Kaninchen und kein Hund läßt sich über längere Zeit festhalten – da sehe ich gute Einsatzmöglichkeiten für die Robbe! Da ich selbst Stofftiere liebe, fällt mir der Zugang zu diesem künstlichen Tier wahrscheinlich sehr viel leichter – und so wird es bei den älteren Menschen auch sein: der oder die eine kann etwas mit der Robbe anfangen, der/die andere nicht …
Mich würde interessieren, ob es diese Tiere/Maschinen auch in Deutschland schon gibt, wenn ja Bezugsquelle, und ob sie denn erschwinglich sind. Am besten wäre die Möglichkeit, als “Versuchsheim” das Tier kostenlos testen zu können – können Sie, Frau Grannemann, dazu etwas sagen?
Würde mich freuen!