Slingbox:
Mobiles Fernsehen jetzt auch in Deutschland

Thomas Jungbluth, 7. Oktober 2008 07:52 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Die Slingbox ist ein Streaming-Server, der das hauseigene Fernsehsignal auf die Reise in das große weite Web schickt. Damit können Anwender von überall das Programm zuhause anschauen – und aufnehmen lassen.

Wer ab und zu in Gadgetblogs oder -Zeitschriften anderer Länder stöbert, dem begegnete vielleicht schon ein Gerät, das zwar vielversprechend klang, aber hierzulande bisher nicht erhältlich war: die Slingbox. Dabei handelt es sich um einen “Streaming-Server”, also ein Gerät, dass ein Fernsehsignal umwandelt und per Internet zur Verfügung stellt. So können Sie sich unterwegs mit einem Client-Programm, das auf einem Notebook, PDA oder Handy läuft, in ihr heimisches TV-Programm einklinken. Damit ist die Funktionalität jedoch nicht erschöpft: das Gerät kann auch – ferngesteuert via Internet-Verbindung – Sendungen aufzeichnen oder aufgezeichnete abspielen. Also gibt es keinen Grund, die wichtige Geschäftsreise oder den Urlaub zu verschieben, weil ein wichtiges Fußballspiel ansteht.

Zunächst einmal gibt es aus dem Slingbox-Portfolio nur die Slingbox Pro und die Slingbox Solo. Beide ermöglichen es, auf Kabelanschluss, Satellitenempfänger, Digital Video Recorder (DVR) oder terrestrisches TV von jedem beliebigen Internetzugang aus zuzugreifen, fernzusehen und diese zudem fernzusteuern – das kann von einem anderen Raum aus oder von jedem beliebigen Ort am anderen Ende der Welt geschehen. Slingbox Solo und Pro unterstützen das Widescreen-Format (16:9) sowie die VGA-Auflösung (640 x 480). Hochauflösende Inhalte können zwar ins Netz gestreamt werden, aber nur in normaler Auflösung. Das Streamen in hoher Auflösung beherrscht nur die Slingbox Pro HD-Box, die hierzulande noch nicht auf dem Programm steht.

Slingbox Pro und Solo eignen sich zur Steuerung einer breiten Palette von terrestrischen, Kabel- und Satelliten-Set-Top-Boxen sowie anderen Komponenten wie DVD-Spielern. Die Slingbox Solo (ca. 200 €) hat einen Video-/S-Video-Eingang, die Variante Pro (ca. 300 €) bietet vier verschiedene A/V-Eingänge, jeweils mit Audio: Antennen-, S-Video- und Composite-Video-Eingänge und -Ausgänge sowie HD-Komponenten-Anbindung für Benutzer von HD-Set-Top-Boxen. Diese Kombination von Ein- und Ausgängen ermöglicht eine nahtlose Integration in aktuelle A/V-Systeme sowie die Anbindung von bis zu drei unabhängigen A/V-Komponenten und einer Antennen-Verbindung gleichzeitig. Die Slingbox Pro enthält zudem einen integrierten PAL-Analog/Digital-Tuner mit DVB-T-Unterstützung.

Außerdem soll der Slinglink Turbo die Netzverbindung via Netzkabel die Internetverbindung herstellen, falls schnelles WLAN oder eine feste Netzwerkverkabelung im Hause nicht zur Verfügung stehen. Dafür wurden noch keine Preise genannt, und die Website von Slingmedia hüllt sich bezüglich Deutschland sowieso noch in Schweigen. Immerhin kann man sich dort auf Englisch schon mal das System anschauen. Empfangen kann man die gestreamten Inhalte auf Windows-PCs (Desktops und Notebooks), Symbian-60-Handys sowie Geräten mit Windows Mobile, entsprechende Client-Programme werden kostenlos mitgeliefert.

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1 Kommentar

  1. MILE
    schrieb am 7. Oktober 2008 um 11:43 Uhr (#)

    So ganz habe ich den praktischen Nutzen der Slingbox für Normalsterbliche und die Begeisterung mancher Gadgetfreaks über das System wohl immer noch nicht verstanden…!? Aber vielleicht bin ich auch einer der wenigen, die “on the road” keinen Bedarf haben, auf das heimische TV-Setup zuzugreifen…

    Mir wär’s jedenfalls wesentlich lieber, wenn TiVo mal den Sprung über den großen Teich schaffen würde…! Aber das wird wohl nie was…

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