Sansa Fuze im Test:
Schon dicht am iPod

Der Sansa Fuze (Affiliate-Link) von SanDisk will es mit dem iPod nano aufnehmen. Klein aber fein lautet die Strategie. neuerdings.com hat den MP3-Player getestet.

Vor knapp zwei Jahren haben wir hier den Sansa e200 MP3-Player von SanDisk getestet. Im Test selbst schnitt der kleine Player mittelmässig ab, doch in den über 100 Kommentaren zeigte sich, dass längerfristig einige Macken auftreten können. Nun liegt der “Fuze”, das neueste Modell der Sansa-Reihe und sozusagen der Urenkel des e200, auf meinem Schreibtisch und will getestet werden.

Hält man den Fuze (sprich: “fjuus”) zum ersten Mal in den Händen, ist man von der hochwertigen Verarbeitung angenehm überrascht. Auch wenn das gesamte Gehäuse aus Kunsstoff gefertigt ist, die Vorderseite in einer glänzenden Klavierlack-Optik und die Rückseite aus einem gummiähnlichen Material, wirkt es dennoch sehr edel und stabil. Was das Aussehen betrifft, ist schnell klar, wer dem Fuze Modell gestanden ist: man muss nicht MP3-Player-Experte zu sein, um zu sehen, dass der Fuze dem iPod nano der dritten Generation wie aus dem “Gesicht” geschnitten ist. Trotzdem: für die Optik gibts von mir zwei Daumen hoch.

Was die Tech Specs angeht, liefert der Fuze einiges mehr als der Branchenprimus iPod. Nebst den obligaten 2GB, 4GB oder 8GB Speicher und der Wiedergabe von Musik und Filmen, ist der smarte Player nämlich mit einem Mikrofon zwecks Stimmaufzeichnung, einer Radiofunktion und einem microSD-Kartenslot (SDHC-fähig) ausgerüstet. Mit letzterem kann man die Speicherkapazität ds Fuze schnell um mehr als das doppelte erhöhen, was sicherlich eine gute Sache ist. Dafür ist der 1.9-Zoll-Bildschirm und vor allem die Auflösung von 220 x 176 Pixel eher mickrig, was den Gesamteindruck doch ziemlich trübt. Bezüglich Soundformaten, kommt der Player mit MP3, WMA, WAV und Audible klar – plusminus alles, was man braucht (auch wenn Audio-Enthusiasten wohl FLAC-Support vermissen).

Im Alltagsgebrauch schneidet der Fuze ziemlich gut ab. Die Menüführung ist intuitiv und das Display gut ablesbar. Gesteuert wird der Fuze über ein Scrollrad, welches, wie der iPod auch, über total fünf Druckpunkte bzw. Buttons verfügt, sowie über einen Home-Button. Alles in allem nicht schlecht, jedoch scheint mir die Scrollrad-Steuerung bei Apple besser gelöst. Bei der Soundqualität gibt es nichts zu meckern, vorausgesetzt, man verwendet nicht die mitgelieferten Kopfhörer. Diese sind nämlich sogar noch schlechter als die berühmt-berüchtigten weissen Kopfhörer “designed in Cupertino”. Lieder kriegt man übrigens entweder via Windows Media Player oder, im Mass Storage Modus, via Drag & Drop auf den Fuze.

Was Videos angeht, wirds mir beim Fuze nicht wirklich warm ums Herz. Der 1.9-Zoll-Screen ist einfach zu klein und die Auflösung zu gering, um sich einen Film oder eine TV-Serie angenehm zu Gemüte führen zu können. Zudem muss man die meisten Videos, die man als normalo-Bürger auf der Festplatte gespeichert hat, zuerst via Sansa Media Converter in MPEG4 SP konvertieren. Auch hier kommt von mir wieder der obligate Hinweis darauf, dass Apple eben nicht nur MP3-Player, sondern mit iTunes auch noch gleich ein raffiniertes System zur Musik- und Videoverwaltung und -synchronisierung liefert. Aber ich bin ehrlich, da ich auf dem kleinen Display eh nicht Ben Hur schauen würde, stört mich dieser Mangel nicht so sehr.

Punkten kann der Fuze dafür wieder bei den “Zusatzfeatures”. Das eingebaute Mikrofon macht einen wirklich guten Eindruck und taugt auch für Aufnahmen von Interviews oder Sitzungen (etwas, was ich anno dazumal beim Sansa e200 noch bemängelt hatte). Leider werden die Sprachaufzeichnungen als WAV gespeichert, was irgendwie nicht mehr so ganz zeitgemäss scheint. Die Aufnahmefunktion lässt sich übrigens mit dem eingebauten Radio kombinieren, sprich, man kann auch via Radio ausgestrahlte Songs aufnehmen und auf dem Fuze abspeichern. Ich persönlich höre ja nie Radio, aber einige Leute werden diese Funktion sicherlich nützlich finden.

Und wie lautet also das Fazit? Der Fuze ist ein gut verbauter, schicker Player mit überzeugenden Tech Specs, so lange man auf Videowiedergabe und den Komfort von iTunes verzichten kann. Der Fuze kostet ca. ?50/?65/?80 in den 2GB/4GB resp. 8GB-Versionen und ist bereits seit einiger Zeit erhältlich.

SanDisk Sansa

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15 Kommentare

  1. Feng Li
    schrieb am 2. Oktober 2008 um 14:45 Uhr (#)

    Also wie gut ein Gerät auch getestet wird,
    letztlich spielt für mich der Herstellersupport die größte Rolle und da ist SanDisk wie auch Samsung bei mir unten durch. Wenn ein Hersteller sich nach einer Woche wegen einer Reklamation sich immer noch nicht meldet, nachdem man diese auf deren eigenen Supportseiten reklamiert hat,
    dann ist das für mich kein Support.

  2. Sonja
    schrieb am 10. Oktober 2008 um 13:21 Uhr (#)

    Ich habe nur gute Erfahrungen mit dem Sandisk-Support. Mir wurde bei einem Softwareproblem per E-Mail geholfen und ein anderes Mal habe ich ohne Probleme einen neuen Player bekommen, nachdem mein Sansa scheinbar einen Wackelkontakt an der Kopfhörerbuchse hatte.

    Grüße
    Sonja

    1. Keks
      schrieb am 28. Mai 2011 um 11:31 Uhr (#)

      Ich hätte da mal eine Frage, die Hersteller haben ohne Probleme einen neuen Player geschickt aufgrund eines Wackelkontaktes? Wie alt war der Player da? Meine hat jetzt nämlich auch einen Wackelkontakt und es wäre ärgerlich wenn ich mir nun ein neues Gerät kaufen müsste…
      LG

  3. max
    schrieb am 18. Oktober 2008 um 20:07 Uhr (#)

    Ein kleiner Nachtrag:
    inzwischen gibt es mit der neusten Firmware für den Fuze (wie auch für den Vorgänger Clip) FLAC- und OGG-Vorbis-Unterstützung, super :):
    http://forums.sandisk.com…&thread.id=4880

    Deswegen werd ich mir das Gerät auch demnächst mal zulegen, wenn ich das Geld grad hab, mit der Speichererweiterbarkeit, Akkulaufzeit und der FLAC/OGG-Unterstützung is das einmalig :).

    Und zumindest die Kommunikation in der Sandisk-Community ist nach meinem Eindruck im Forum da super: Da schreiben Leute von Sandisk mit und nehmen gemeldete Bugs und Feature-Requests auf, das hab ich noch bei keinem anderen Hersteller gesehen :).

  4. Jürgen
    schrieb am 18. März 2009 um 07:31 Uhr (#)

    Ich hatte mich für den Ipod oder Ipod Nano interesiert, aber je mehr ich mich über den Ipod informiert hatte, bzw. auch den Ipod Nano eines Bekannten mal ausprobiert hatte, desto enttäuschter wurde ich. Die Verarbeitung ist sehr gut, aber die Beschränkungen auf itunes zum Software aufspielen sind ja wohl das Letzte.
    Hab zur Zeit einen Sansa Clip, damit geht das Aufspielen von Software ganz einfach. Der Klang ist super (besser als bei Apple), dies bestätigen auch die Tests bei PC-Welt. Der Preis ist unschlagbar.
    Schade das Apple bei seinen Ipods nicht nachbessert. Aber warum sollten Sie auch, solange die Leute kaufen machen sie wohl alles richtig (bei der Werbung).

  5. Lary
    schrieb am 27. März 2009 um 10:09 Uhr (#)

    Eig. sehr gut, auch mit der Speicherkarten technick.
    Aber ich jkann keine Viedeos abspielen. Ich habe das fformat MPEG4 und es geht trotzdem nicht :@
    Muss ich ihn zurück bringen?

  6. Wolfram
    schrieb am 28. März 2009 um 13:24 Uhr (#)

    Also zuerst einmal wundere ich mich über die doch recht guten Bewertungen des “Sansa Media Player FUZE”.

    Habe schon einige MP3-Player in den Händen gehabt, aber ein solches Chaos beim aufspielen von MP3-Dateien mit diversen Ordnern ist mir noch nicht über den Weg gelaufen. Wie schrieben einige:”Das Gerät erklärt sich selbst”. Was erklärt sich hier von selbst?. Das PDF-Manual ist mehr verwirrend als erklärend. Die Infos und FAQ´s auf der Homepage helfen auch nicht.
    1.Der Windows Media-Player 11 synchonisiert mit “FUZE” nicht korrekt (liegt am FUZE).
    2. Untermenüs werden entweder garnicht oder falsch angezeigt, oder die Dateien befinden sich in ganz anderen Ordnern mit neuen Namen.
    Diese Liste liesse sich beliebig fortführen.
    Ich war jedesmal gespannt was diese Gerät noch für Überaschungen bereit hält.
    Das Gerät ist eigentlich nur nützlich um zb. MP3-Dateien ohne Untermenüs wild zu laden. Das können poplige MP3-Player auch, nur mit dem Unterschied, einfacher, übersichtlicher und billiger.
    Wer dieses Gerät kozepiert hat muss schon ganz schön gehirnallbern gewesen sein.
    …..oder hat Jemand eine Lösung ???

    gruss
    Wolfram

  7. Christoph Buscher
    schrieb am 6. Mai 2009 um 10:51 Uhr (#)

    besitze den vorgaenger e250 (oder war es e260?)
    bin zumindest aeusserst zufrieden mit dem produkt. sehr gute und solide verarbeitung, faellt wahrscheinlich erst auf, wenn man vorab ein paat typische “billig” player im gebrauch hatte.
    robust, viel zubehoer und ganz leichte bedienung.
    habe bei mir rockbox draufgespielt, jetzt ist er schneller und kann noch mehr ;-)

  8. bauhel
    schrieb am 11. Mai 2009 um 14:18 Uhr (#)

    @ Wolfram
    Wenn man sich so ein Teil holt sollte man sich halt v o r h e r schlau machen, was es kann und was nicht.
    In div. Foren und Testberichten ist eindeutig erwähnt, dass der Fuze die Ordner- und Unterordnerfunktion n i c h t beherrscht. Was letztendlich für mich kein Grund war, das Teil nicht zu kaufen. Ich mache mit ihm auch das, für das er wohl in erster Linie gedacht war: Musik hören mit einem der besten Sound-Chips die es in dem Preissegment gibt. Allerdings nicht mit den mitgelieferten In-Ears. Mir macht’s nix aus, wenn die Musik “durcheinander” daherkommt – ich wusste des ja vorher. Außerdem kann man die Musik in Alben Ablegen – is aber etwas umständlich.
    Ansonsten kann ich den Fuze nur loben: Intuitive Bedienung und sehr gute Soundqualität! Und Laufzeit bis zum Abwinken.
    @lary
    Du musst Deine Videos erst in das Fuze-Format konvertieren, sonst wird des nix.

  9. Moriz
    schrieb am 17. Mai 2009 um 16:56 Uhr (#)

    Hallo zusammen,
    soweit mir bekannt ist, wird mit der neuesten Firmware (V01(od02).02.26F)die Ordnerfunktion nun unterstützt. Überhaupt macht hier Sandisk einen guten Eindruck, ständig gibt es irgendwelche Updates um das Teil zu verbessern. Das Forum ist ebenfalls eine gute hilfe.

  10. Aria
    schrieb am 4. Juli 2009 um 16:00 Uhr (#)

    iCH HAB AUCH EINEN VOLL GEIL

  11. Tom
    schrieb am 3. Oktober 2009 um 01:28 Uhr (#)

    Also seit gestern habe ich auch einen Fuze … das Teil ist wirklich der Hammer! Kann ich nur dringend weiterempfehlen.
    Super Menü-Führung, super intuitive FÜhrung, leichtes Speichern udn Ablegen der Musik (sämtliche meiner Titel ließen sich in Unterordnern ablegen und sind über Interpret, Titel und Album auffindbar – das war bei meinem Vorherigen nicht der Fall!)
    Also, wer Musik schnell, leicht und tragbar haben will, viel Speicherplatz und hochwertige Verarbeitung sucht und dabei einen vernünftigen Preis zahlen möchte, der kann sich getrost dieses Teil zulegen!
    Beide Daumen hoch für San Disk Sansa Fuze!

  12. karsten
    schrieb am 14. Oktober 2009 um 16:57 Uhr (#)

    Fazit: Wir wollen nichts schlechtes sagen ? Wohl etwas zu teuer. Der kleinere Sansa Clip
    http://geizhals.at/deutschland/?fs=sansa&in=
    kostet je nach Ausführung etwa die hälfte und hat dafür kein Video das bei diesem Player sowieso fragwürdige Qualität hat(weil das Display Briefmarkengroß ist).
    Für den habe ich mich dann auch entschieden. Ah: der Clip hat natürlich auch einen super Sound wenn man sich selbst noch ein paar gute Stöpsel schenkt und läuft nach ner Ladung mindestens 8 Stunden durch.

  13. base rate
    schrieb am 1. Dezember 2009 um 13:23 Uhr (#)

    “… so lange man auf … den Komfort von iTunes verzichten kann”.

    Ganz ehrliche Frage, nicht polemisch gemeint: Wo in aller Welt soll denn der Komfort von iTunes liegen?

    Ich habe bislang einen Sansa Clip zum Hören von Audiobüchern — wirklich ein tolles kleines Ding zum Dauerlaufen und für andere Aktivitäten. Wollte aber nun auch einen MP3-Player mit größeren Knöpfen und größerem Display und werde mir einen Sansa Fuze holen (Videos sind mir ziemlich schnuppe).

    Gleichzeitig sende ich jetzt einen iPod Touch zurück, weil er meine Zwecke nicht erfüllt UND weil mich dieses ganze aufgeblähte iTunes und der Zwang dazu total nervt. Ich kann nicht verstehen, dass eine Marke so einen Erfolg haben kann, die ihre Käufer in so ein System einsperrt.

    Das ist doch ein furchtbares Programm, das einen mit etlichen Sachen vollmüllt, die man gar nicht will. Die Sansa-Dinger funktionieren so herrlich einfach — Ordner rüberziehen, fertig (der Klang z.B. soll ja auch besser sein als bei iPods). Ein Labsal gegen iTunes! Das ist doch ein zentraler Vorzug! Was will man da iTunes?

  14. Hoshi-Maru
    schrieb am 23. November 2010 um 11:02 Uhr (#)

    Das Teil klingt besser wie der “Ei-Pott”! Auch ich lasse mich definitiv nicht auf eine Software/Herrsteller festnageln und da auch ich lediglich Musik hören möchte, für Videos ist mir selbst ein Netbook zu “fummelig” (das mache ich auf dem TV-Gerät), ist der Sansa die erste Wahl. Unterstützt auch FLAC und OGG und arbeitet auch mit Linux-Rechnern zusammen!

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