iPod Touch Generation 2 im Test (II):
Touch bleibt Touch

Der neue iPod touch (Affiliate-Link) bringt ausser dem Lautsprecher, einem Lautstärkeregler und mehr Akkuausdauer kaum neues. Dank Remote kann er aber ein bisschen “vernetzte” Musik.

Das Spitzenmodell des neuen iPod Touch ist fetter geworden – er schluckt nun nämlich maximal 32 statt 16 Gigabyte Musik und Filmchen.

Trotzdem ist er physisch sogar eine Spur dünner geworden als sein Vorgänger. Das Massband beweist dann aber, dass der neue Touch nur einen halben Millimeter geschlankt hat.

Wichtiger ist, dass der iPod Touch 2 nun einen eingebauten Lautsprecher, einen Lautstärkeregler auf der Seite und mehr Akku-Ausdauer hat. Apple verspricht bis zu 36 Stunden Audio und 6 Stunden Video:

Der “alte” Touch brachte es nur auf 22 Stunden Musik.

Bei den Funktionen gibt es keinerlei Unterschiede zwischen altem und neuem Touch. Auch alle bereits vorgestellten Zusatzprogramme funktionieren identisch auf beiden Modellen.

Vista-Zicke der 2. Generation

iTunes 8 zickt übrigens unter Vista auch mit dem neusten Touch. Dies zeigte sich, als der Touch bei der ersten Verbindung nach einem – allerdings kostenlosen – Softwareupdate verlangte.

Nach dem Herunterladen transferierte sich die neue Software vollautomatisch und brav auf den iPod. Dann piepte dieser kurz auf, was Vista dermassen erschreckte, dass es erneut mit einem legendären “Screen of death” das Zeitliche segnete.

iPod abstöpseln, PC aufstarten, Augen schliessen und iPod anstöpseln waren die nächsten Schritte des Abenteuers. Vista hielt durch. Dafür wimmerte der Touch, er befinde sich nun in einem Wiederherstellungsmodus und wolle doch bitte komplett restauriert werden.

Meine Befürchtung, dass sich der Neuling durch den abrupt unterbrochen Updatevorgang in 115 Gramm Elektronikschrott verwandelt habe, traf glücklicherweise nicht ein. Touch Generation 2 wiederbelebte sich selbstständig und hat seither auch nie mehr mein Vista gemeuchelt. Sporadisch wird er aber von iTunes schlicht ignoriert, erst ein Neustart bringt iTunes und iPod dann wieder zusammen.

Vernetzte Unterhaltung

Touch-Besitzer sollten sich App-Store von Apple unbedingt das Progrämmchen Remote herunterladen. Dieses verwandelt ein iPhone oder jeden Touch in eine Fernsteuerung von iTunes.

Als Erstes muss der Touch mit iTunes via Wireless-LAN gekoppelt werden. Nach dem Start von Remote sieht man dann auf dem iPod das übliche Musik-Menü. In der Titelliste erscheinen aber nicht die Tracks des iPod-Speichers, sondern die Titel der PC-Festplatte unter iTunes. Klickt man auf den Touch einen Titel an, startet dieser nicht auf dem iPod Touch, sondern in iTunes auf dem PC, und der Sound kommt aus dem PC-Lautsprecher und nicht aus der Kopfhörerdose des Touch.

Das scheint auf den ersten Blick nicht sonderlich revolutionär, ausser man hat seinen PC oder Mac im Wohnzimmer. Noch cleverer wird das Ganze aber, wenn man stattdessen die Stereoanlage mit dem WLAN-Empfänger AirPort erweitert: Dann transferiert der mit dem Touch ferngesteuerte PC im Heimbüro die Musik via WLAN direkt auf den AirPort und dieser an die Stereoanlage.

Der Musik-Hotspot AirPort ist mit rund 90 Euro (140 Franken) günstig, klein und geräuschlos. Auch Apple TV lässt sich dank dem Programm Remote mit dem iPod fernsteuern.

Keine Festplattenmusik am Touch

Unverständlich bleibt, warum sich die Musik von der PC-Festplatte nicht auch direkt am iPod Touch anhören lässt. Anscheinend wäre der Prozessor des Touch von der Doppelaufgabe überfordert, gleichzeitig Musik via WLAN zu transferieren und die Musikdaten “im Flug” von Digital nach Analog zu wandeln.

Wenn ich hier schon rummotze: Wünschenswert wäre auch, dass sich der iPod via WLAN mit iTunes synchronisieren kann. So liessen sich täglich neue Podcasts auf den Player transferieren, ohne diesen mühsam anzustöpseln.

Fazit: Der iPod Touch ist ein vielfältiger Unterhalter. Bereits das Einstiegsmodell (8 Gigabyte) für 219 Euro (339 Franken) bietet – ausser telefonieren – praktisch alle Funktionen des um Faktoren teureren iPhone. Das 32 GB Modell ist mit 379 Euro (579 Franken) allerdings ein bisschen teuer geraten.

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15 Kommentare

  1. robert
    schrieb am 29. September 2008 um 13:29 Uhr (#)

    cooler tip.. Danke

  2. leu
    schrieb am 29. September 2008 um 14:21 Uhr (#)

    1. Also ich warte auch darauf dass sich mein iPhone das Echo der Zeit über Wlan holen kann. Ansonsten hab ich nie aktuelle Sendungen/Podcasts dabei.

    2. Funktioniert das mit der Musik nicht nur bei den Apple Express Basisstationen?

  3. mr Snow
    schrieb am 29. September 2008 um 14:27 Uhr (#)

    Jo geht nur mit der Airport Express Station , steht doch aber auch so im Text ?

  4. leu
    schrieb am 29. September 2008 um 14:28 Uhr (#)

    also bei mir steht nichts von Airport Express:

    Noch cleverer wird das Ganze aber, wenn man stattdessen die Stereoanlage mit dem WLAN-Empfänger AirPort erweitert: Dann transferiert der mit dem Touch ferngesteuerte PC im Heimbüro die Musik via WLAN direkt auf den AirPort und dieser an die Stereoanlage.

    Der Musik-Hotspot AirPort ist mit rund 90 Euro (140 Franken) günstig, klein und geräuschlos.

  5. robert
    schrieb am 29. September 2008 um 14:42 Uhr (#)

    Für mich gehört bei Apple ganz schön viel überarbeitet.
    Express kann iTunes Songs über Wlan verteilen, aber Airport Extreme nicht ??
    Airport Extrem hat nur eine USB port! Also nur ein Drucker oder eine Festplatte, die Festplatte darf nicht NTFS formatiert sein und FTP geht nicht (geht zwar in OsX, aber nicht beim Port, also Offline)
    Pod Freundschaften fehlen komplett. Also wen meine Freundin schnell mal ein paar Songs auf ihren shuffle laden will, dann darf sie das nur an ihren eigenen Rechner.
    Habe neulich auf einen Geburtstag einen Verschenkt und mussten noch die CD mit Mp3s dazulegen.. wie bescheuert!
    Ich darf nur 4 Pods besitzen!
    Ich verstehe das für gekaufte Lieder, aber ich hab noch nie was gekauft und werde dennoch in meiner Freiheit beschnitten.
    Ja sicher, Apple muss man nicht nutze, aber der Verbraucherschutz könnte hier echt mal ein wenig eingreifen, immerhin hat man Microsoft wegen einer Lächerlichkeit (AktivSync) verklagt, lässt aber iTunes durchgehen.
    Ich finde das Apple Konzept ja super, aber etwas weniger Geldgierig wäre noch viel besser.

  6. Schreibt hier auf dem Blog Kurt Haupt
    schrieb am 29. September 2008 um 15:49 Uhr (#)

    @leu: Das Remote und Streaming
    geht mit der Express ohne Basis.

    http://apple.com/de/airpo…atures/airtunes.html

  7. Fraggle
    schrieb am 29. September 2008 um 20:57 Uhr (#)

    Dann piepte dieser kurz auf, was Vista dermassen erschreckte, dass es erneut mit einem legendären ?Screen of death? das Zeitliche segnete.

    Das Zitat des Jahres!! :-)

  8. Thomas
    schrieb am 24. Oktober 2008 um 08:33 Uhr (#)

    super Tip mit dem Remonteprogramm!
    Danke!

  9. David Hellmann
    schrieb am 14. Dezember 2008 um 15:31 Uhr (#)

    Der Touch würde für mich nur sinn machen wenn man eine simkarte einlegen könnte und somit einen datentarif nutzen könnte. Wlan ist schön und gut aber wo gibt es das schon wirklich unterwegs??

  10. robert
    schrieb am 14. Dezember 2008 um 21:19 Uhr (#)

    Ein T-Punkt Wlan Tarif kann helfen, dann kann man auch im Zug surfen. Offene Wlans sind selten geworden, aber vor einigen Cafes geht’s ganz gut.
    Mir fehlt eigentlich nur ein Micro, sollte es hoffentlich auch bald geben, dann kann man mit Nimbuzz (noch beta) über Skype telefonieren.
    Im Grunde ist der Touch ein nettes Heimgerät, für Internet bei bedarf. Fernsehprogramme, Wikipedia, Abends noch ein Youtube Video, etc. Finde ich alles sehr praktisch.
    Auch das ich nicht immer mein Rechner einschalten muss damit ich mein Mails lesen kann.
    Das iPhone kann sicher mehr, aber solange die Vertragsbindungen in Deutschland nerven, ist es auch halt sehr teuer.

  11. David Hellmann
    schrieb am 14. Dezember 2008 um 21:52 Uhr (#)

    Und wie läuft das ab? Geht das dann nur wenn ich neben einem Hotel stehe?

  12. robert
    schrieb am 14. Dezember 2008 um 21:57 Uhr (#)

    Also ich hab natürlich daheim ein Wlan. Aber ansonsten läuft das so, das man durch die Statt läuft und auf den Pod schaut. Es gibt Software die einen sagt wo es ein freies Netz gibt. Also Hardrock Cafe, Büros, etc. Mittels der Wlan Kennung, weis sogar der Pod ungefähr wo man ist.
    Aber wenn du unterwegs wirklich immer Internet haben willst, dann läuft es halt nur mit UMTS & Co. Leider ist das Netz nicht sonderlich gut und deshalb packt die Telekom halt automatisch den T-Punkt Hotspot zum iPhone dazu. Den gibts recht häufig.
    Bei Hotels hast du oft prepaid Wlan. Das heist du musst dich registrieren und wirst pro Minuten abkassiert. Geht mit den Pod wunderbar, ist aber teuer.

  13. David Hellmann
    schrieb am 14. Dezember 2008 um 23:44 Uhr (#)

    hm dann wart ich noch auf das htc touch hd mit android! :)

  14. Lord
    schrieb am 13. März 2009 um 13:51 Uhr (#)

    MMMMMUUUAAAHHHHH GÄÄÄÄHHHNNN! Wie langweilig. Halbherzig recherchierte alte Hüte. Ach sogar eine Remote na wie toll. Es gibt mindestens 10 Programme von denen fast alle zukunftsweisender sind als die vorgestellte Remote .

  15. cr7
    schrieb am 28. Mai 2009 um 15:01 Uhr (#)

    Also passiert nichts mit dem iPod oder dem Pc wenn man ihn an ein Vista System anschließt ??

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