Spykee von Meccano:
Die Roboter-Revolution im Kinderzimmer
Spykee beobachtet heimlich, videotelefoniert und spielt mp3-Musik.
Spielzeugroboter konnte ich bisher noch nie so richtig erst nehmen. Doch mit dem Spykee ändert sich das schlagartig. Der Roboter hat Kamera, Mikrofon und Lautsprechern und lässt sich nahtlos in Skype integrieren. Man kann ihn über WLAN und Internet fernsteuern und mit der integrierten Kamera heimlich Leute beobachten (zumindest bis man entdeckt wird). Zusätzlich kann der Spykee auch noch Musik über WLAN von einer Computerfestplatte abspielen. Und das ist bei weitem noch nicht alles. Spykee (bitte nicht Skypee nennen) wird als Bausatz geliefert. Man kann den Roboter also geringfügig verändern und in alter Lego-Manier eigene Kreationen gestalten. In der Basisversion sind drei unterschiedliche Modelle möglich:
Der Roboter lässt sich aufgrund seiner Funktionalität auch als VOIP-Telefon einsetzen. Mit Hilfe des Roboters kann man über WLAN beispielsweise ein Skype-Account nutzen, und mit anderen Leuten Sprach- und Videokonferenzen abhalten.
Selbstverständlich handelt es sich bei dem Spionroboter um Spielzeug, das vermutlich für den Außendienst nicht sonderlich lange geeignet ist. Doch theoretisch ist es möglich, mit dem Spykee vom Sofa aus die Welt zu erkunden und den Roboter durch die Stadt fahren zu lassen. Über das Internet kann man auch, in der Theorie, Spykees auf anderen Kontinenten steuern.
Während man sich als Heimanwender fleißig in Telepräsenz übt, hat Meccano noch ein vollmundiges Versprechen für Entwickler am Start. Denn der Hersteller des Roboters verspricht, die Software, mit der man dem Roboter steuert, als Open Source im Internet zu veröffentlichen. Konkret bedeutet dies, dass man seiner Fantasie keine Grenzen setzen muss, und den Spykee nach Bedarf Spezialfunktionen hinzufügen kann. Eine inoffizielle Webseite, die entsprechende Hack und Skripte sammeln wird, gibt es auch schon unter spykee.org. Dort gibt es schon einen Schach spielenden Roboter zu begutachten.
Als Roboterspielzeug nutzlose Plastikmonster waren, dürfte nun der Vergangenheit angehören. Der Spykee “Roboter-Spion” wird vermutlich ungefähr 250 Euro kosten.
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2 Kommentare zu diesem Artikel
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Th!Low
YEAH! *haben wollen* Nur eine Frage: Wie soll man damit denn die Außenwelt erkunden wenn der Roboter “nur” Wlan hat?
Martin Wisniowski
Das ist vermutlich die Frage. Es müsste schon soetwas wie flächendeckende Funkverbindung geben. Ansonten müsste man wohl auf ad-hoc WLAN-Drohnen wie diese hier zurückgreifen… http://www.eggshell-robotics.com/blog/103-landroid-internet-swarms-surrounding-you
;)