Tasmanian Rain:
Luxuswasser aus der Luft

Eine Weinflasche für 60 Euro? Pah, Pennergesöff! Wasser für fünf US-Dollar die Flasche, das ist hip: “Tasmanian Rain”, das angeblich teuerste Wässerchen der Welt!

In Deutschland gibt es Landstriche, in denen das Trinken von Wasser aus der Flasche – am Ende gar noch importiertes Evian in Plastikflaschen! – unsinnig ist, weil ohne Schleppen und Umweltverschmutzung aus Flaschentransport, -herstellung und -entsorgung viel besseres Wasser aus der Leitung kommt: Grundwasser, gefiltert durch dicke Erdschichten, sauberer als Regenwasser, das in Deutschland ja nicht nur sauer sein kann, sondern auch strahlend, wenn mal wieder ein eigenes Atomkraftwerk oder eins der Nachbarländer ein kleines Problemchen hat.

Ebenso gibt es allerdings auch Städte wie Köln am Rhein, in denen das Wasser aus der Leitung großzügige Dosen der Vitamine B A S und F enthält, sowie eine gute Portion Chlor gegen die Keime. Das freut Schwimmbadbetreiber, die müssen dann selbst gar kein Chlor mehr zufügen, doch dem Geschmack und der Gesundheit ist das nicht zuträglich.

Insgesamt ist das deutsche Trinkwasser aber noch vergleichsweise vorbildlich. Anders ist es in den USA: In der Industriestadt Jacksonville in Florida hat beispielsweise nur die Papierfabrik historische Ansprüche auf das saubere Grundwasser aus tiefen Brunnen – die Einwohner bekommen dagegen das Wasser aus dem Fluss, angereichert mit den Abwässern der Papierfabrik. Das stinkt dann so nach Chlor, dass man selbst Duschen lieber vermeidet – trinken würde es kein Mensch. Dazu muß man mit dem Auto aus dem Supermarkt Plastikkanister mit Wasser besorgen…

Kein Wunder, dass die USA daher besonders gerne hochreines Wasser beispielsweise von den Fiji-Inseln importieren. Noch ein paar Kilometer weiter ist nun der tasmanische Regen angesiedelt: “Wasser, das nie den Boden berührt”. Gemeint ist natürlich: vor dem Abfüllen in die Flasche. Andernfalls wäre dieses Wasser physikalisch höchst interessant!

Es handelt sich um Regenwasser: in Tasmanien, der Insel vor Australien, soll die Luft und damit auch das Regenwasser besonders sauber sein. “Ohne menschliche Beiprodukte”, so die Werbung von “Tasmanian Rain”. Wie das gemeint ist, hat schon mal der Spiegel erklärt: Wasser aus Eisbergen ist nämlich auch besonders rein, weil da “noch kein Mensch hineingepinkelt hat” (Nur Eisbären und Pinguine, aber die zählen nicht, das ist Natur!).

Im Gegensatz zum Fiji-Wasser kommt das tasmanische Wasser in Glasflaschen – portofrei. Bei Preisen um die 60 Dollar für einige Flaschen mit oder ohne Rülps ist das dann inklusive. Und natürlich kann es online geordert werden. Prost!

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3 Kommentare

  1. -
    schrieb am 21. September 2008 um 12:17 Uhr (#)

    da fehlt ein r im untertitel :)

  2. rox
    schrieb am 21. September 2008 um 14:55 Uhr (#)

    also bling h2o hielt ich immer für das teuerste wasser, da is aber nich die wasser qualität ausschlaggebend sondern eher die svarowski steine auf der flasche …

  3. Schreibt hier auf dem Blog Wolf-Dieter Roth
    schrieb am 21. September 2008 um 18:39 Uhr (#)

    @-: jetzt nicht mehr, danke!

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