Esquire’s E-Ink:
Die Zukunft des Print?

Das US Magazin Esquire überraschte mit der neuen Ausgabe 100.000 Leser: Auf der Titelseite blinkte E-Ink auf.

E-Ink, oder übersetzt auch elektronische Tinte genannt, ist keine so neue Erfindung, doch Esquire ist offenbar dass erste Magazin, dass mit einem E-Ink Cover auf dem Markt gekommen ist. E-Ink wird als, nicht mehr so, zukünftige Technologie gehandelt. Dabei handelt es sich bei E-Ink um eine Art Membran oder Folie, in der sich winzig kleine Kügelchen befinden, die wiederum Pigmente enthalten, die auf Spannung reagieren. Dabei hält die “Seite” ihre Darstellung auch ohne Stromzufuhr. Video nach dem Klick.

Die Folie, die man auf das Cover des Esquire geklebt hat, ist dabei noch relativ klein. Dies hat wohl was mit den noch sehr hohen Kosten zu tun. Dennoch ist es schon beeindruckend, was man sieht.


Da blinkt also schon eine ganze Menge, auch wenn man ein wenig an die ersten TV-Videospiele der 70er Jahre erinnert wird. Aber vermutlich sieht das in ein paar Jahren schon wieder anders aus. So toll die Erfindung von rollbaren, elektronischem Papier auch sein mag, wenn ich die Blinkerei im Video sehe, kommen mir schon ein paar trübe Gedanken. Denn die ersten, die das Geld und das Interesse haben werden, in einem Heft irgendwas blinken zu lassen, dürfte die Werbeindustrie sein. Spiegel, Stern, Focus und Facts als blinkende .gif Hölle? Ich hoffe, das bleibt uns erspart.

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4 Kommentare

  1. Schreibt hier auf dem Blog Florian Steglich
    schrieb am 9. September 2008 um 20:26 Uhr (#)

    Ist Esquire mit diesem Cover in Deutschland zu kriegen (oder sind die Batterien leer, bis es hier im Grossolager ankommt)? :)

  2. Schreibt hier auf dem Blog Don Dahlmann
    schrieb am 9. September 2008 um 22:50 Uhr (#)

    Nein, nur in den USA. Es ist wohl auch nur ein Teil der Auflage, der mit dem E-Ink Cover kommt. Der Rest blinkt nicht.

  3. C-Kern
    schrieb am 10. September 2008 um 20:54 Uhr (#)

    Ich rieche schon den Geruch von Sammlerstatus. So etwas als Premium Comic z.b. und es findet seine Käufer :)

  4. rhodiumeuro
    schrieb am 12. September 2008 um 21:31 Uhr (#)

    im vergleich zu einem laotop würden die batterien ca. 32x solange halten, z.b. 6 stunden mit lc-tft, mit einem display von e ink ca. 192 stunden. aber die einen laotop gibt es erst mal nicht, aber http://www.plasticlogic.com/.

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