Bubblehead Webcam:
Das Klammerauge
Die Bubblehead-Webcam klammert sich mit ihrer Gummihand fast überall fest.
Webcams haben zwei lästige Eigenschaften: Sie sind nie dort, wo sie sollten (in der Mitte des Bildschirms, damit man dem Gegenüber in die Augen und nicht auf die Glatze guckt), und sie sind meistens nicht sonderlich interessant anzusehen (was noch weniger dazu animiert, in der Videokonferenz wenigstens gelegentlich “Augenkontakt” herzustellen).Die “Blasenkopf”-Webcom will ein Versuch gegen die beiden Übel sein:
Das knallgrüne oder pinke Männchen verfügt über Gummihände, mit denen es sich fast überall festhalten kann. Ausser in der Bildschirmmitte – aber dazu wird eine Leiter mit Saugnäpfen mitgeliefert, die ganz verwegene Anwender auch auf ihr LCD pappen können. Trotzdem – das erste Problem scheint noch nicht gelöst. Immerhin kann man den Kopf der 1.3Megapixel-Webcam in der Hochachse neigen und um 360 Grad drehen, um wenigstens jede eigenartige Festhalte-Lage des Männchens zu kompensieren.
Auf jeden Fall ist der kleine Mann aber ein Hingucker, und das erleichtert es doch, statt den unattraktiven Geschäftspartner im Videofenster den Bubblehead anzuschauen – und dem Konferenzpartner das gefühl zu geben, ihm seine ganze Aufmerksamkeit zu schenken. Das Paradox der Videokonferenz ist damit zumindest übertüncht.
Vielleicht kommt aber ein anderes hinzu. Mich stört jedenfalls schon die Logitech-Kugel, die mir von der Kante meines Bildschirms permanent entgegenstarrt. Wenn die Webcam jetzt auch noch aussieht wie ein grüner/pinker Mini-Zyklop, dann dürfte das Überwachungs-Gefühl noch intensiver werden. Wie jede vernünftige Webcam hat der Bubblehead übrigens ein Mikrofon hinter dem Gehirn – und nebst dem USB-Stecker auch eine Klinke für den Mikro-Eingang am PC. Aussredem kann das Webcam-Männchen als Foto- und Videokamera eingesetzt werden. Vielleicht für einen Erstperson-Videobericht vom Angriff der Hauskatze.Zu haben ist die Bubblehead Webcam für knapp 35 Euro.



























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