Blaupunkt Travelpilot:
Angereicherte Realität
Blaupunkts TravelPilot bringt das Konzept des “HUD” in einem GPS-Navigationsgerät: Die Routenanweisungen werden in die Realität eingeblendet.
Was für Kampfpiloten der Standard ist, kann für Strassenverkehrsteilnehmer eigentlich nur gut genug sein: Die Überlagerung der “Realität” mit Zusatzinformationen, üblicherweise in einem Jet-Pilotenhelm via Head-Up-Display (HUD) verwirklicht.
Blaupunkt hat das Konzept jetzt in ein Navigationsgerät integriert:
Die TravelPilot Modelle 500 und 700 verfügen in ihrem “Rücken” über eine Videokamera, welche die Ansicht der Strasse vor dem Fahrzeug auf den Bildschirm bringt – und das Navigationsgerät blendet die Abbiege-Anweisungen direkt ins Live-Bild ein.
Dies ist eine ziemlich simple Anwendung, und sie soll weniger dazu dienen, dass ein Automobilist “blind” fahren kann, als dass die Anweisungen des Routenplaners als überlagerte Darstellung auf der reale Umgebung leichter zu verstehen sind. Ausserdem bleibt auch beim Blick auf das Navigationsgerät alles im
Aber nur dabei wollte es Blaupunkt nicht belassen – wenn schon eine optische Erfassung der Umgebung anlegen, dann kann man auch ein bisschen mehr damit anfangen: Angeblich sollen die TravelPiloten Strassenbeschilderungen – namentlich Geschwindigkeitsbegrenzungen – im Videostrom erkennen und darauf im vergleich mit der gefahrenen Geschwindigkeit reagieren. Andere Navigationsgeräte erledigen das heute auch schon, allerdings meistens anhand des Strassentyps und der generellen Geschwindigkeitsbegrenzung und nicht nach tatsächlicher Beschilderung.
Einen Haken hat die Blaupunkt-Erfindung: In der Schweiz darf sie nicht benutzt werden. Bei den Eidgenossen ist es nämlich inzwischen verboten, ein Navigationsgerät hinter der Windschutzscheibe im Blickfeld des Fahrers zu befestigen. Offenbar finden die Behörden in der Schweiz, es sei sicherheitstechnisch sinnvoller, wenn der Fahrer immer mal wieder irgendwo ins Dunkle des Wageninnern guckt, statt mit einem leichten Schwenk des Blicks kurz das Navi zu erfassen.
Die Blaupunkt Travelpilot Modelle 500 und 700 (letzteres bietet neben Spracheingabe und Bluetooth, welches beide Geräte beherrschen, auch noch einen WLAN-Internetzugang, Stauwarn-Funk TMC und Blitzer-Warnung sowie Digitaltv DVB-T für die Fahrpausen) sollen demnächst in der Preisregion von 400 und 500 Euro erhältlich sein.
Produktseite Blaupunkt Travelpilot




















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laut zh-polizei ist es nicht verboten, das navi an der windschutzscheibe zu befestigen, es darf nur nicht die sicht versperren
siehe:
http://stadt-zuerich.ch/i…here_verwendung.html
ausserdem sollte man diesen artikel nochmal korrekturlesen…
Stapo ZH:
Der Vergleich mit einem Pilotendisplay ist ein cooler Journispruch aber vollkommen falsch. Headupdisplays im Jet funktionieren ganz anders.