Bell Helicopter Textron:
Airbags für Hubschrauber

Wolf-Dieter Roth, 8. September 2008 16:35 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

Gegen Hubschrauberabstürze gab es bislang keine Vorsorge. Nun hat das Unternehmen Bell Helicopter Textron eine Art Riesenairbag für eine “weiche Landung” entwickelt.

Als ich vor einigen Jahren zu einer Veranstaltung mit dem Hubschrauber über das Mittelmeer fliegen sollte, gab es plötzlich Aufregung: “Keine Schwimmwesten”? “Nein, wenn wir abstürzen, ist sowieso nichts mehr zu machen”, beruhigte uns der Pilot…

Das könnte nun anders werden – Bell Helicopter Textron, ein Hersteller von Militär- und Zivilhubschraubern, will nun den Absturz von Helikoptern überlebbar machen:

Dazu werden überdimensionale Schwimmflügel unter den Hubschrauber montiert – sozusagen ein Riesen-Airbag. Damit wird der Absturz gedämpft, der beim Hubschrauber ja meist nicht aus sehr großer Höhe erfolgt, und bei einer Wasserung kann der Hubschrauber dann schwimmen und zieht seine Passagiere nicht mehr gluckernd unter Wasser.

[via pressetext.at]

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5 Kommentare

  1. Peter Honegger
    schrieb am 8. September 2008 um 19:16 Uhr (#)

    Als ich vor einigen Jahren zu einer Veranstaltung mit dem Hubschrauber über das Mittelmeer fliegen sollte

    Ich weiss, Du bist sehr wichtig aber zu Deiner Information. Kein Flugzeug darf ohne Schwimmwesten über offenes Meer fliegen, auch keine Helikopter. Und das seit über 30ig Jahre nicht mehr.

    Solltest Du also tatsächlich das Glück haben, dass Du mit einem Helikopter fliegen darfst, dann freu Dich nicht zu früh: die schicken Dich auf eine Bohrinsel in der Ostsee, damit Du mal endlich was für die Gesellschaft tust.

  2. Jeremy
    schrieb am 8. September 2008 um 19:44 Uhr (#)

    Als ich mein PPL gemacht habe war etwas vom ersten das ich lernte: Niemals ohne Schwimmwesten fliegen, dies gilt eigentlich auch für Helikopter. Habe kurz nachgefragt bei einem befreundeten Armee (Super Puma) Piloten, die dürfen nicht abheben wenn nicht für jeden an Bord eine Sicherheitsweste +1 als Reserve vorhanden ist. Wie das Zivil ist, weiss ich nicht.

    Ein Helikopter kann ohne Probleme mit einem Motorausfall im Wasser landen, dafür gibt es den Schwebeflug bei dem die Rotoren weiterdrehen und der Heli in den bewussten Sinkflug geht bevor der Pilot den Heli kurz über der Oberfläche wieder abfängt. Wenn der Heli explodiert nützen dir Schwimmwesten über dem Meer tatsächlich nichts, in den anderen Fällen schon…

    (Niemals den Aussagen eines Piloten trauen, wir sind ein komisches Volk hat mein Fluglehrer gesagt, das kurz bevor er mir den Motor abklemmte und fand er habe nix getan *g*)

  3. observer
    schrieb am 8. September 2008 um 20:31 Uhr (#)

    Notschwimmer für Notwasserungen gibt es schon lange lange Zeit. Sogar notfalls schwimmfähige Helis gibt es! Neu ist das Ganze nur für die Nutzung über Land.

  4. Leonhard
    schrieb am 8. September 2008 um 22:03 Uhr (#)

    @Peter Honegger

    Spricht da der Neid?

    Ich finde es sehr gelungen als Einleitung für seinen Artikel, und wieso sollte er sich wichtig nehmen? Sowas besonderes ist doch ein Heliflug schon lange nicht mehr.

  5. Schreibt hier auf dem Blog Wolf-Dieter Roth
    schrieb am 8. September 2008 um 22:58 Uhr (#)

    @Peter Honecker: jau, klar, ein Heli fliegt vom Flughafen Nizza an die Ostsee…

    Nein, ich bin sicher nicht so wichtig, aber es waren mindestens ein Dutzend Leute in dem Heli, und fuer all die haetten sie die Schwimmwesten kaum aus Gag mal eben irgendwo verstecken koennen.

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