Dell Inspiron Mini 9:
Netbook ohne Überraschungen

Don Dahlmann, 5. September 2008 12:41 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Mit dem Dell Inspiron Mini 9 wollen die Amerikaner ein paar Marktanteile auf dem Netbook Markt erobern.

Neuzugang auf dem Netbookmarkt: Dell Inspirion Mini

Netbooks sind, etwas überraschend, dass Thema des Jahres. Wer hätte gedacht, dass man Hunderttausenden von Usern ein Laptop verkaufen kann, das einen winzigen Bildschirm hat, eine so kleine Tastatur, dass man kaum länger damit arbeiten kann nebst einer Akkulaufzeit, die jetzt auch nicht immer so viel besser ist, als die der großen Brüder, und das alles zu einem Preis, für den man bei Ebay schon fast ein einfachen 15″ Zoll Laptop bekommt? Das hat sich Dell wohl auch gedacht, weswegen man etwas gezögert hat bei der Einführung des Dell Inspiron Mini 9, aber die Kunden haben wohl ziemlich gedrängt. Jetzt ist der kleine Dell da:

Mittlerweile schießen neue Netbooks hervor, wie Pilze im Herbst aus dem Boden. Asus verschachtelt die EEE Serie immer mehr, MSI ist auf den Zug aufgesprungen, dazu etliche kleine Anbieter und nun also auch Dell. Dort man hat sich wohl gedacht, dass man lieber mal auf bewährte Sachen setzt und so bieten die inneren Werte des Dell Inspiron Mini 9 keine großen Überraschungen:

  • Prozessor: Intel Atom (1,6 GHz, 512 KB L2-Cache, 533 MHz FSB)
  • Grafik: Integrierter Intel Graphics Media Accelerator 950
  • RAM: 1GB
  • Bildschirm: 8,9-Zoll-LED-Display (1024 × 600)
  • Webcam: 1.3 MP Webcam
  • Festplatte: 16 GB SSD
  • Anschlüsse: 3 x USB, 15-poliger VGA-Videoanschluss, 4-in-1-Kartenlesegerät, Audiobuchsen
  • Akku: 4 Zellen
  • Konnektivität: Bluetooth, WLAN 802.11g
  • Abmessungen: 232 x 16,8 - 37,1 x 172 mm (BHT)
  • Gewicht: 1,035 Kilo

Wie man sieht - weit hat sich Dell nicht aus dem Fenster gelehnt. Das System unterscheidet sich nur in Details von seinen Konkurrenten. Was mir an den Spezifikationen nicht gefällt, ist der Akku. Der Vierzellenakku ist jetzt nicht gerade ein Dauerbrenner und somit dürfte die Akkulaufzeit, wie aber auch bei anderen Anbietern, zwischen zwei und drei Stunden liegen.

Die geringe Durchhaltekraft der Akkus habe ich an den Konzepten der verschiedenen Netbooks noch nie verstanden. So ein Winzling soll gerade besonders lange durchhalten, weil ich es wegen des geringen Gewichtes und der Größe eher dabei habe, als meinen sperrigen Laptop. Warum Dell sich hier nicht von den Konkurrenz absetzt? Vermutlich geht es auf dem Markt der Sechs-Zellen Akkus zu, wie beim Beginn des Sommerschlussverkaufs: jeder will der erste sein und dementsprechend dürften die Preise aussehen.

369 Euro will Dell für den Inspiron Mini 9 haben, was schon deftig ist, wenn man bedenkt, dass das günstigste Laptop von Dell, das Dell Inspiron 1525 in der einfachsten Ausrüstung (Intel Celeron Dual Core, 2 GB RAM, 160 GB HD, DVD Brenner) für 499 Euro zu bekommen ist.

Eine Sache scheint Dell aber in ihrem Neuzugang versteckt zu haben: Slashgear berichtet, dass Vodafone den Mini-Dell in einer Sonderedition rausbringen möchte, die über UMTS Empfang verfügt. Das wäre natürlich schon ein dickes Argument für den Neuzugang.

Dell Inspiron Mini 9

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2 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Orion

    schrieb am 6. September 2008 um 11:06 Uhr (#)

    Tja, wenn der dämliche Glossy-Bildschirm nicht wäre, hätte es mir gehören können. Aber so greife ich dann doch lieber auf die matte Konkurrenz zurück.

  2. ewu renöh

    schrieb am 8. Oktober 2008 um 12:56 Uhr (#)

    Ohne Lüfter und Festplatte absolut lautlos find ich Klasse. Mit dem Glossy könnte ich Leben, aber nicht mit dem Akku. Fazit: Bis Weihnachten stärkerer Akku oder Asus 901,der auch recht leise sein soll.


1 Trackback

  1. neuerdings.com » Blog Archiv » HiVision NB0700: Das 98$ Netbook
    (11. September 2008 09:42)

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