Sony XEL-1:
Teurer OLED Flachmann

Don Dahlmann, 4. September 2008 07:49 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Der Sony XEL-1 war der heimlich Star der IFA. Denn dünner kann man ein Display wohl kaum machen

OLEDs sind, glaubt man den Herstellern, das nächste große Ding. Sie sollen bald billiger als LEDs herzustellen sein, sie sind kleiner und man kann auf Grund ihrer Flexibilität mehr mit ihnen anstellen. Im Gegensatz zu normalen LED verfügen OLED über keine einkristallinen Materialien. Man muss sie sich eher wie einen dünnen Film vorstellen, der über alles mögliche gelegt werden kann. Diese Eigenschaft macht sie für den Bau von Displays so begehrt, die (theoretisch) geringeren Herstellungskosten erfreuen Sony & Co auch. Als einer der ersten Produzenten haben die Japaner jetzt auch einen 11 Zoll Fernseher mit OLED Technologie vorgestellt, den man auch kaufen kann:

Der Sony XEL-1 verfügt zwar nur über eine Bildschirmdiagonale von 11 Zoll, aber es ist erstaunlich, mit welcher Brillianz die HD Bilder von dem fast papierdünnen Display transportiert werden. Aus dem OLEDs holt Sony einen sagenhaften Kontrastwert von 1,000,000:1 raus. Durch die hohe Leuchtkraft der OLED Leuchtkörper sind die Helligkeitswerte auch sehr hoch und sorgen so für ein farbkräftiges Bild.

Wer den XEL-1 das erste Mal anschaltet wird ebenfalls überrascht, denn den bekannten “Wischeffekt” von normalen LEDs vermisst man hier. Weil die OLED einzeln angesprochen werden können und zu dem schneller reagieren, hat man jederzeit ein klares und gestochen scharfes Bild

Das klingt alles schon mal sehr schön, aber im Leben gibt es nichts, was nicht auch einen Haken hätte. Zum einen ist die OLED Technik, obwohl seit den 80er Jahre durch Kodak maßgeblich entwickelt, noch relativ jung und von einer Massenproduktion weit entfernt, was die OLEDs noch ziemlich teuer macht. Allerdings möchte Sony ab 2010 in die Massenproduktion gehen, was die Herstellungskosten unter jene der LED drücken soll.

Zum anderen gibt es Probleme mit der Haltbarkeit der sensiblen Technik. Die mittlere Halbwertszeit soll bei Dauerbelastung bei rund sieben Jahren liegen, was nicht wenig ist, aber eben im normalen Leben auch gerne mal noch kürzer ist. Und wenn die Dinger durchbrennen, kann man nur den Fernseher austauschen. Zum anderen sind OLED etwas empfindlich. Sauerstoff mögen sie nicht und Hitze auch nicht, was ihren Einsatz in einem Fernseher nicht gerade einfach macht.

Aus diesem Grund ist der XEL-1 auch eher ein Versuchsobjekt, dass zwar ausgereift ist, aber Sony produziert pro Jahr auch nur rund 2000 Stück. Die werden also quasi in Handarbeit hergestellt.

Und so ist der Preis auch nicht weiter verwunderlich. 2499 Dollar kostet der Fernseher in den USA, 1500 Pfund in England. Ein Preis für Deutschland ist noch nicht raus, aber ich vermute mal, dass der bei rund 2300 bis 2500 Euro liegen wird. Wer nicht warten möchte: Amazon USA und UK haben ihn schon im Angebot.

Amazon USA
Amazon UK

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2 Kommentare

  1. Robert
    schrieb am 4. September 2008 um 08:49 Uhr (#)

    Nichts gegen OLED. Aber dieses Produkt überzeugt mich nun gar nicht: Der Bildschirm selbst mag ja beeindruckend flach sein. Aber der dicke Fuss, der nun halt einfach die ganze Elektronik enthält, kompensiert das ja bei weitem. Riesige Stellfläche, Wandmontage unmöglich.

  2. robert
    schrieb am 5. September 2008 um 00:27 Uhr (#)

    ich freue mich schon auf OLED Laptops.. Der geringe Energieverbrauch und die Qualität das kann nur gut werden.

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