Test:
Nokia Push-Mail Finnischer Blackberry-Killer

Kurt Haupt, 24. August 2008 11:31 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Die Businesswelt hat sich gefragt, warum bei den neuen Nokias plötzlich der Blackberry-Client fehlt. Mit Software aus ihrem Beta-Labor liefert Nokia nun die Antwort. Mit ihrer neuen Push-Mail-Lösung hat sie einen Blackberry-Killer programmiert.

it Nokias Push-Mail-Lösung kommen E-Mails einfach und schnell auf das Handy

 

Nach einem Klick landet man im Mitteilungsfenster und kann dort die komplette Meldung lesen und auch gleich beantworten. Attachments werden normalerweise nicht übertragen und müssen explizit im Mail-Programm heruntergeladen werden.

Was es wohl kostet?
Bleibt die Frage, was der Spass kostet. Die lässt sich gar nicht einfach beantworten. Nokia selbst bietet den Dienst während der Testphase kostenlos an. Wie viel Traffic durch das sporadische signalisieren neuer Mails entsteht, liess sich im Test nicht genau eruieren. Der Traffic-Zähler innerhalb des E51 liefert keine Live-Werte, aktualisiert sich also erst, wenn die Datenverbindung gekappt wird.
Grundsätzlich schlägt der Empfang einer Mitteilung mit einigen wenigen Kilobytes zu Buche. Ein einmaliges Drücken der Sync-Taste verursachte in Sende- und Empfangsrichtung zwischen 2 und 4 Kilobytes Traffic. Lässt man das Handy 12 Stunden in Ruhe, erhöht sich der Zähler um rund 15 Kilobytes in Sende- und Empfangsrichtung.
Die reinen Traffic-Kosten dürften sich also in vernünftigen Bereichen bewegen. Während des Roamings, also wenn das Handy bei einem fremden Provider eingebucht ist, kann man die Synchronisation unterbinden. Ferner lässt sich die Lösung auch komplett “Offline” schalten.
Theoretisch kann man die Mail-Synchronisation auch über WLAN vornehmen. Eine entsprechende Auswahl steht in den Settings (Account Info, Access Point) mindestens zur Verfügung. Im Test habe ich es aber nicht geschafft, diesen Modus zu aktivieren, weil das Programm dabei permanent über einen fehlenden Parameter maulte.
Schade ist, dass man über das Programm nur eine E-Mail-Adresse verwalten kann und HTML-Mails nicht gerendert werden. Auch die Zusammenarbeit mit IMAP-Folders klappt nicht. Doch laut Nokia will man an diesen Bereichen weiter feilen.
Wer den Dienst allerdings für Geschäftliches verwenden will, muss Nokia blind vertrauen. Denn das Unternehmen erhält die Zugangspasswörter zum E-Mail-Account.

Fazit: Gratis und einfach
Nokia Mail bringt Pushmail für die Armen und Doofen. Noch nie war es so einfach, einen Pushdienst auf einem Handy mit einer bestehenden E-Mail-Adresse zu installieren. Bei meinem Test war der Dienst zuverlässig und schnell. In Foren beklagen sich allerdings andere User über Push-Verzögerungen von bis zu einer Stunde.
Man darf ferner gespannt sein, zu welchen Preisen der Dienst nach Ende der Betaphase angeboten wird.

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6 Kommentare zu diesem Artikel

  1. JohnDoe

    schrieb am 24. August 2008 um 11:39 Uhr (#)

    Na ja, doof sind wir doch alle in den meisten Dingen also her damit und mein Chef wird sich besonders freuen alles geerbt selber kann er nix und zum Arbeiten hat er seine klugen und gebildeten Angestellten Lohnsklaven.
    Der wird sich freuen kann er wieder angeben unter seinen Golf Prolos und einen auf dicke Hose machen.
    Das beste ist ich bekomme mal wieder einen Keks für den tollen Tip.
    Danke

  2. Martin Weigert

    schrieb am 24. August 2008 um 13:17 Uhr (#)

    Ich habe Nokia E-Mail auch vor einigen Tagen auf meinem E65 getestet. Primär deshalb, weil es endlich ein vernünftiges E-Mail-Programm liefert - das vorinstallierte ist Horror. Leider habe ich es nicht geschafft, das Programm aus dem Autostart zu entfernen. Es ist eher sinnlos, Push-Mails zu empfangen, wenn man sowieso am Rechner sitzt. Daher sah ich mich gezwungen, die Software wieder zu deinstallieren. Aber vielleicht weiß jemand, wie ich Nokia E-Mail dazu bekommen, nicht automatisch beim Einschalten des Telefons zu starten?

  3. Chef

    schrieb am 25. August 2008 um 11:21 Uhr (#)

    @JohnDoe: Ich erwarte, dass sie diese private Nutzung des Internet-Zugangs in Form von Überstunden abarbeiten.

    Heute. Nacht. Bis morgen früh.

  4. Mathias

    schrieb am 17. September 2008 um 15:54 Uhr (#)

    Warum setzt ihr keinen Link auf den Nokia Dienst in euerm Text?

  5. Kurt Haupt

    schrieb am 18. September 2008 um 09:44 Uhr (#)
  6. Mathias

    schrieb am 18. September 2008 um 10:17 Uhr (#)

    Hab ich aufgrund der Schriftfarben nicht erkannt… vielleicht werd ich alt…


2 Trackbacks

  1. URLs XI » HVBX
    (24. August 2008 20:10)
  2. urks netzlese #2 : urks.de // reloaded
    (25. August 2008 22:34)

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