iPhone 3G:
Telefoniert ungefragt nach Hause

Das iPhone und der iPod Touch kontaktieren ungefragt seinen Hersteller Apple. Das hat Steve Jobs bestätigt.

iPhone und iPod Touch verkaufen sich weiter gut, doch seit einiger Zeit gab es Gerüchte, dass die beiden Geräte heimlich nach Hause telefonieren. Unklar war bisher allerdings, was genau die beiden Geräte an Apple weiterleiten – theoretisch könnten ja auch SIM-Karten-Nummern und andere persönliche Dinge darunter sein.

Apple-Chef Steve Jobs versucht nun zu beruhigen:

Alles sei halb so schlimm, so Jobs in einem Interview mit dem “Wall Street Journal” (nur für Abonnenten). Man habe sich nur die Möglichkeit offen halten wollen, bösartige Applikationen auf den Geräten im Notfall außer Funktion zu setzen. Offenbar kann Apple überprüfen, welche Programme aus dem App Store auf dem iPhone/iPod geladen sind und welche nicht den Vorgaben von Apple entsprechen.

Apple hat sehr strikte Vorgaben, wer im App Store welche Produkte anbieten darf. Alle Entwickler müssen, wenn sie im App Store gelistet werden wollen, einen Vertrag unterzeichnen. Apple versucht so einerseits schadhafte Software von ihren Produkten fernzuhalten, andererseits will man die Entwickler enger an Apple binden.

Es ist nicht genau bekannt, welche Daten genau an Apple übermittelt werden und ob Apple diese Funktion überhaupt einsetzen wird. iPhone-User, die ihr Gerät gejailbreakt haben und Fremdapplikationen wie das Spiel Quake installieren möchten, werden von diesem neu entdeckten “Feature” jedenfalls wohl eher wenig begeistert sein.

Via Cnet
» Artikel bei Wallstreet Online
» Video: Quake auf dem iPhone

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8 Kommentare

  1. drumba
    schrieb am 11. August 2008 um 16:09 Uhr (#)

    Wenn Apple den App Store so streng überwacht, wieso muss es dann im Nachhinein noch checken wer welche Applikation installiert hat? Aus Sicherheitsgründen ja wohl nicht, oder? Das sollte getestet werden, bevor die Apps an den Kunden gebracht werden. Das klingt mir irgendwie ein bisschen zu sehr nach Microsoft.

    Jaja, irgendwann erreicht jeder den Mainstream und denkt dann sich alles erlauben zu dürfen.

  2. christian
    schrieb am 11. August 2008 um 16:55 Uhr (#)

    Nur mal ruhig mit der Panikmache. Ungefragt bzw. heimlich ist das telefonieren-nach-Hause ja nicht: Der Appstore prüft ja von sich aus regelmässig ob Updates vorhanden sind. Selbst wenn man das manuell machen würde, spätestens bei der Installation merkt Apple welche Applikationen man installiert hat.

  3. Stefan S.
    schrieb am 11. August 2008 um 17:28 Uhr (#)

    Meine Güte da wird wieder ein hirnrissiges Thema grenzenlos hochgeschaukelt: JEDES App wird auf Updates überprüft. Na und??
    Meine Meinung: Wayne!
    Hier klicken für “Wayne”

  4. robert
    schrieb am 11. August 2008 um 18:56 Uhr (#)

    Alles halb so schlimm, ist doch nur Apple und die sind doch die ‘Guten’…
    Aber mal halblang, mir passt das gar nicht auch wenn ich weder iPod noch iPhone habe, heist das noch lange nicht das OsX, iTunes etc nicht auch heimlich telefonieren. Arm wer die Firewall nicht am Router hat, bzw. nur den Airport benutzt.
    Bundestrojaner und Co ahoi!

  5. Stefan S.
    schrieb am 12. August 2008 um 10:46 Uhr (#)

    Und 3 Tage später heulen alle “mein iPhone hat einen Virus… Scheiss Apple”. Mann, lasst doch mal die Kirche im Dorf und wenn euch eure Apps-Privatsphäre so wichtig ist dann deaktiviert halt die Netzwerk-Funktionen ? oder kauft ein anderes Telefon! :-/
    Paranoia ahoi!

  6. mee
    schrieb am 12. August 2008 um 11:01 Uhr (#)

    ALso ich finde dies nicht so schlimm. Erlich gesagt finde ich es besser etwas vorsichtiger zu sein, als dann eine billige Applikation plötzlich meine Daten klaut oder ein Hacker mein iPhone hackt und so an die Daten kommt.
    Und wenn da Apple schnell reagieren kann find ich das besser, als wenn es dann im nach hinein heisst, es wäre besser Apple hätte so etwas installiert.
    Ich verstehe die Aufregung echt nicht.
    Und by the way, welcher Hersteller macht das nicht?? Siehe Adobe, wo es nun wirklich keinen Sinn macht …

  7. Stefan S.
    schrieb am 12. August 2008 um 18:11 Uhr (#)

    Auch bei Adobe macht es Sinn:
    Lizenzprüfung und Updates…

  8. BarnesKASEY
    schrieb am 3. März 2010 um 14:16 Uhr (#)

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