Yuraku 24-Zöller Bildschirm im Test:
Profitechnik zum Einstiegspreis

Yuraku YV24WBH1 (Affiliate-Link): Nur wenige Hersteller verstehen es ihren Produkten eindeutige Namen zu geben. Dieser Faktor kann aber bei disem Yuraku-Monitor getrost vernachlässigt werden, denn hier zählen allein die inneren Werte (namentlich das 24 Zoll TN-Panel und FullHD).

Das Unternehmen Yuraku dürfte für die meisten Leser bisher keine große Rolle gespielt haben, schließlich sind die Produkte des asiatischen Technikherstellers kaum in den Läden zu finden. Wer aber auf der Suche nach einem 24 Zoll TFT mit Full-HD-Auflösung im Netz recherchiert, wird schnell auf einschlägigen Seiten mit diesem Monitor in Kontakt kommen. Ob sich der für diese Geräteklasse geringe Preis von unter 300 Euro lohnt?

Design

Das Äussere des Monitors ist nach heutigen Maßstäben nichts besonders, aber auch nicht hässlich. Ein klavierlackschwarzer Rahmen verläuft rund um das Display, gepaart mit einem mattsilbernen Umrandung ist das Gerät durchweg Schreibtisch- und Wohnzimmertauglich. Allein die Spaltmaße sind ein wenig kritisch anzusehen, zwischen dem eigentlichen Display und dem unteren Rahmen sind bei mir rund 5-7mm Platz. Damit auf Dauer nicht zu viel Staub ins Innere gelangt, habe ich mir angewöhnt, hier mit einem kleinen Blasebalg (Fotoausrüstung) regelmäßig durchzupusten.

Hardware

Das Innere des Yuraku-Monitors wird für die meisten Käufer der Hauptkaufgrund sein. Hier kommen hochwertige MVA-Panels zum Einsatz. Laut Forenberichten sollen die verbauten Panels teilweise in Monitoren von namhaften Herstellern in der Liga 700,- Euro und mehr verbaut werden.

Da meine Kompetenzen jedoch nicht im Bereich Panel liegen, habe ich mich auf die begeisterten Usermeinungen und die nach einiger Recherchezeit objektiv hervorragend scheinende Hardware eingelassen und wurde noch nicht enttäuscht: Das Bild ist klasse, Filme in FullHD (1920*1200 Pixel) bei bis zu 300 cd/m2 machen riesigen Spaß, und der Raumgewinn zum produktiven Arbeiten ist (wenn man vorher nur sein 13,3 MacBook gewöhnt ist) unfassbar. Weiterhin sind zwei Lautsprecher integriert. Hier wird aber ganz klar von der Nutzung abgeraten, der Ton ist, milde gesagt, bescheiden.

Konnektivität

Sowohl ein analoger D-sub-Anschluss als auch ein moderner DVI-Anschluss mit HDCP bieten alten wie neuen Computern und DVD/Bluray-Playern die Möglichkeit, sich mit dem Bildschirm zu verbinden. Wir empfehlen jedoch eindeutig die digitale Übertragung per DVI, im Gegensatz zum VGA-Eingangssignal ist hier die Bildqualität wesentlich im Vorteil. Für MacBook-Besitzer: Da nur ein DVI auf HDMI Kabel beiliegt, muss noch ein DVI zu DVI Kabel, als auch ein DVI auf MiniDVI Kabel gekauft werden. Da die Preise hierfür relativ happig sind, kommen rund 40,- Euro zum Kaufpreis hinzu.

Farbdarstellung und Schärfe

Kurz und bündig: Erste Sahne. Die Farben sind das, was man gemeinhin als “briliant” bezeichnen würde, die Leuchtkraft ist mehr als ausreichend. Das Bild ist sowohl bei Bildschirmarbeiten wie auch bei Spielen und Filmen gestochen scharf.

Einziges Manko hier: Mein Modell hat einen Pixelfehler, da aber noch 2.303.999 andere Pixel bleiben, fällt dieser winzige Punkt niemals auf (und das obwohl man doch eigentlich ab dem Zeitpunkt der Feststellung optisch darauf fixiert ist). Eine weitere Eigenschaft des hochwertigen Panels ist die durchweg als sehr gut zu bezeichnende Farbverbindlichkeit. Ohne große Kalibrierungsarbeiten lassen sich hier gerade für Design,- Grafik- und Fotobearbeitungen ausgezeichnete Ergebnisse erzielen. Im Vergleich zum doch sehr konstrastverstärkten MacBook liegen hier Welten.

Um in den Genuss der besten Farbwiedergabe zu kommen, schwirren einige Werte durchs Netz, uns konnten die folgenden Einstellungen (ohne Messung, rein empirisch) am meisten Überzeugen:

Helligkeit 45%
Kontrast 57%
Rot 44%
Grün 42%
Blau 43%

Fazit

Der Monitor Yuraku YV24WBH1 überzeugt auf ganzer Linie. Der Einsatzzweck liegt hier jedoch ganz klar im Bereich des Schreibtisches mit angeschlossenem Computer, weniger im direkten Wohnzimmereinsatz, dafür fehlen dann doch einige Anschlüsse, um mehrere Eingangsquellen einzuspeisen. Wer aber einen günstigen Monitor mit exzellentem Bild und hoher Farbverbindlichkeit für kleines Geld sucht, ist hier bestens beraten.

Preislich liegt der Yuraku-Monitor derzeit um die 190,- Euro, dazu kommen aber in der Regel noch einige Kabel und Adapter. Für den Anschluss an ein MacBook mit integriertem MiniDVI liegt also der Endpreis bei rund 210,- Euro. In Sachen preis/Leistung ist der Yuraku ein Geheimtipp.

Yuraku YV24WBH1 Produktseite .

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9 Kommentare

  1. FTW
    schrieb am 8. August 2008 um 16:57 Uhr (#)

    is es denn nun Tn oder MVA ?

  2. Schreibt hier auf dem Blog Alexander Cyliax
    schrieb am 8. August 2008 um 17:14 Uhr (#)

    @FTW: Entschuldige, da hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen, aber glücklicherweise zum Guten. Bei dem eingebauten Panel handelt es sich um ein MVA Panel!

  3. Kamion
    schrieb am 8. August 2008 um 21:32 Uhr (#)

    Ich hoffe du bist glücklich, ich hab jetzt 280eur (mit Versand) ausgegeben aufgrund dieses Testberichtes. Mein Fernseher gibt den Geist auf und ich wollte eh mal nen neuen Monitor kaufen ;) Nur… eigentlich nicht den Monat.

    Hachja.

    Trotzdem Danke. Wenn der hält was er verspricht is er super!

  4. David
    schrieb am 8. August 2008 um 22:34 Uhr (#)

    Ohne große Kalibrierungsarbeiten lassen sich hier gerade für Design,- Grafik- und Fotobearbeitungen ausgezeichnete Ergebnisse erzielen.

    Spannendes Gerät, aber das halte ich dann doch für ein Gerücht. Keine gefühlte Handkalibrierung kann mit einer echten Hardwarekalibrierung mithalten und wer ernsthaft Design oder Fotoarbeiten betreibt sollte nicht auf die echte Kalibrierung verzichten.

  5. Schreibt hier auf dem Blog Alexander Cyliax
    schrieb am 9. August 2008 um 10:02 Uhr (#)

    @Kamion: Ich hab das Ding jetzt ein paar Monate im Einsatz und bin immer noch begeistert. Und selbst wenn’s dir nicht gefällt: Online gekaufte Sachen kannst du (in Deutschland) ja innerhalb von 14 Tagen umtauschen.

    @David: Wie gesagt, alles “frei nach Schnauze”, aber im Vergleich zur Arbeit am MacBook-Bildschirm liegen da Welten zwischen. Privat benötige ich keine 100%ige Farbverbindlichkeit, die Ergebnisse reichen mir allemal. In Foren liest man aber die hervorragenden Werte, dann auch gemessen :)

  6. Schreibt hier auf dem Blog Peter Sennhauser
    schrieb am 9. August 2008 um 13:44 Uhr (#)

    @David: Wer ernsthaft mit Fotos arbeiten will, wird die paar Euro für ein preiswertes Kalibrierungstool auch noch ausgeben wollen. Wir haben Spyder2express auf fokussiert.com getestet.

  7. David
    schrieb am 9. August 2008 um 15:09 Uhr (#)

    @Peter: Freut mich, dass auch Fokussiert den Spyder empfiehlt. Besitze seit ein paar Jahren einen Spyder 2 Pro und bin sehr zufrieden damit (Pro ist ein bisschen Overkill für den Amateur, ich bin aufgrund eines technischen Problems und eines freundlichen Support-Mitarbeiters zu dieser Version gekommen). Abraten kann ich übrigens vom Pantone Huey, das hatte ich auch mal und das taugt meiner Meinung nach gar nix.

  8. mokkab00n
    schrieb am 8. Oktober 2008 um 19:48 Uhr (#)

    Hm… Wenn es sich um ein MVA Panel handelt, wieso steht überall Tn Panel?

    Gruß

    M.B.

  9. Hans Dampf
    schrieb am 7. März 2009 um 15:40 Uhr (#)

    Mittlerweile kostet dieser Bildschirm nur noch ca. 180-200 EUR

    Yuraku Yur.Vision YV24WBH1, 24″, 1920×1200
    http://geizhals.at/deutsc…&v=l#filterform

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