Edward “Eddie” Davidson:
Wenn Spam tödlich endet
Der “Spam-König” genannte Edward “Eddie” Davidson ist mit Hilfe seiner Frau aus dem Gefängnis ausgebrochen - und hat laut Zeitungsmeldungen danach sie, die dreijährige Tochter und dann sich selbst erschossen.
Über Spam ärgert sich mancher so sehr, daß er eines Tages daran sterben könnte: Werbefaxe, Werbeanrufe (seit neuestem: Werbeanrufe für einen Verein gegen Werbeanrufe!) und täglich Tausende von Spam-E-Mails kosten Nerven und Lebenszeit (und die Infrastrukturanbieter Banbreite). Die Verursacher der Malaise sind dagegen reich und glücklich? Nein, nicht unbedingt.
Im Falle des Amerikaners Edward Davidson hat die Geschichte ein tragisches Ende, und das leider nicht nur für ihn, sondern auch für weitgehend Unbeteiligte:
Zwei “Spam-Könige” (werden ermittelte Spammer eigentlich je anders als “Spam König” tituliert??) sind in den letzten Monaten in den USA verurteilt worden: Der im Frühjahr 2007 verhaftete Robert Alan Soloway zu drei Jahren und elf Monaten und Edward “Eddie” Davidson zu 21 Monaten Gefängnis. Außerdem hatten beide Schadensersatz zu zahlen.
Spammer gelten anscheinend als harmlos; jedenfalls wurde Davidson in ein Gefängnis “geringen Sicherheitsstandards” gebracht, aus dem er mit Hilfe seiner Frau letzten Sonntag fliehen konnte. Das FBI schrieb die Fahndung aus.
Doch bevor das FBI zuschlagen konnte, erschoß Davidson laut Meldungen beispielsweise in der Demver Post seine Frau, seine 3-jährige Tochter und sich selbst. Eine 16-jährige Tochter konnte verletzt entkommen, ein 7-jähriger Sohn blieb unverletzt.
[via Denver Post]
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